Schlosskonzert

Engelsgleiche Stimmen singen auf Schloss Berleburg

Prinzessin Benedikte zu Dänemark (in rot) heißt den St. Annae Mädchenchor unter der Leitung von Anne Marie Granau (in weiß) beim Konzert im Schloss Bad Berleburg willkommen. Mette Juliane Christensen (links) unterstützt den Chor am Klavier.

Prinzessin Benedikte zu Dänemark (in rot) heißt den St. Annae Mädchenchor unter der Leitung von Anne Marie Granau (in weiß) beim Konzert im Schloss Bad Berleburg willkommen. Mette Juliane Christensen (links) unterstützt den Chor am Klavier.

Foto: Claudia Heindrichs

Bad Berleburg.  Der königliche Mädchenchor aus Dänemark verzaubert beim Konzert nicht nur Prinzessin Benedikte. Vielseitiges Programm in mehreren Sprachen.

Der erste Ton von „This Little Babe“ von Benjamin Britten erklang im Berleburger Schloss und die Zuschauer staunten nicht schlecht: Denn von der ersten Note an waren die Sängerinnen des St. Annae Mädchenchores aus Kopenhagen stimmenstark präsent.

Unabhängig davon, ob sie a capella dem Dirigat der Leiterin Anne Marie Granau folgten oder zu der Klavierbegleitung von Mette Juliane Christensen ihr Können zeigten – als würden Engel singen, lobte Prinzessin Benedikte im Anschluss an das Konzert die Sängerinnen und brachte ihre Begeisterung zum Ausdruck: „A very fantastic choir!“ (red. Anm.: Ein sehr fantastischer Chor.)

Ein deutsches Werk

Das Programm der jungen Sängerinnen war in drei Blöcke unterteilt: Im ersten Block gaben sie vier Stücke zum Besten, mit denen sie seit Mittwoch beim Anton-Bruckner-Chorwettbewerb in Linz, Österreich, antreten. Darunter waren neben dem bereits erwähnten Stück von Benjamin Britten Werke dänischer und englischer Komponisten wie etwa ein chorisches Arrangement des dänischen Volkssongs „Det var en lørdag aften“ von Jens Erik Raasted oder „Prepare to go“ von Bo Holten.

Der zweite Block lief unter dem Attribut Kirchenmusik. Dabei spielte Christensen das Klaviersolo „Impromptus Nr. 2“ von Franz Schubert. Die 40 Sängerinnen blieben bei Schubert: „Gott ist mein Hirt“ – das einzige Werk in deutscher Sprache – kündigte Granau mit den Worten an: „I hope you understand the german.“ (red. Anm.: Ich hoffe, Sie verstehen das Deutsch.) Sowohl in Deutsch als auch in Englisch oder Latein sangen die jungen Däninnen verständlich, konzentriert und dynamisch ausgesprochen akzentuiert.

Solisten begeistern

Das Publikum, in dem auch Prinzessin Nathalie, Bürgermeister Bernd Fuhrmann und viele Schüler vom JAG Platz genommen hatten, war sichtlich begeistert.

Vor allem nach dem letzten Stück der Kategorie Kirchenmusik „O Salutaris Hostia“ des lettischen Komponisten Ēriks Ešenvalds schien der Applaus nicht enden zu wollen. Das sehr gefühlvolle Stück war das einzige im Programm, das zwei Solistinnen vorsah; und diese beiden kraftvollen Stimmen lieferten dem Publikum absolute Gänsehautmomente.

Verabschiedung mit einem Knicks

Den Abschluss des Programms bildeten zwei Stücke, die, wie Granau erklärte, als Extra-Kategorie beim bevorstehenden Wettbewerb von sieben ausgewählten Chören während der Abschluss-Zeremonie vorgetragen werden dürfen. Einen von beiden, den dänischen Titel „Ramund“ von Jaakko Mäntyjärvi, performten die Mädchen mit vollen Körpereinsatz:

Sie ergänzten den ohnehin schon dramatischen Gesang durch akzentuiertes Klatschen und Stampfen. Nach einer Zugabe verabschiedeten sich die Sängerinnen mit einem höflichen Knicks und gingen zum gemeinsamen Abschiedsfoto mit Prinzessin Benedikte in den Garten des Schlosses.

Weitere aktuell Informationen, Bilder und Videos aus Wittgenstein finden Sie hier.

Übrigens: Uns gibt es auch auf Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben