Statistik

Erndtebrück ist das Pendler-Ziel in Wittgenstein

Die meisten Pendler in Wittgenstein zieht es nach Erndtebrück.

Die meisten Pendler in Wittgenstein zieht es nach Erndtebrück.

Foto: Prasse, Britta / WP

Wittgenstein.  Rund die Hälfte der Erwerbstätigen in NRW pendelten 2019 täglich zur Arbeit. Auch in Wittgenstein gibt es viele Pendler.

4,8 Millionen der 9,3 Millionen Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen pendelten im Jahr 2019 arbeitstäglich über die Grenzen ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, pendelten allein nach Köln (352 529), Düsseldorf (313.337) und Essen (156 273) zusammen täglich mehr als 822.000 Erwerbstätige. 4,47 Millionen Personen pendelten innerhalb ihrer Gemeinde in NRW. 53 von den 396 Städten und Gemeinden des Landes wiesen einen Einpendlerüberschuss auf.

Doch wie sieht es in den Wittgensteiner Kommunen aus? Ein genauerer Blick auf die Zahlen verrät es.

Bad Laasphe

Fast doppelt so viele Bad Laaspher verlassen ihre Heimatstadt wie Pendler täglich in die Lahnstadt kommen. 2001 Einpendler nach Bad Laasphe konnten 2019 täglich verzeichnet werden – 4122 verließen hingegen die Stadt für ihre täglich Arbeit.

Die meisten Laaspher zog es dabei nach Bad Berleburg, insgesamt 816. Ähnlich beliebt war jedoch Hilchenbach, das für 716 Bürger Bad Laasphes das Ziel war. Erndtebrück zog 594 Menschen aus der Lahnstadt an. Nach Siegen fuhren täglich 415 Menschen aus Bad Laasphe und auch Breidenbach, Marburg, Netphen, Dautphetal, Dillenburg oder Haiger waren Ziele.

Nach Bad Berleburg (816 Personen) kamen 2019 die meisten Menschen aus Biedenkopf nach Bad Laasphe (330). Auch Erndtebrücker pendelten ein, insgesamt 308 an der Zahl.

Erntebrück

Erndtebrück lockt die Pendler – fast 1000 Menschen pendeln mehr ein als aus. So sind 2019 insgesamt 3200 Menschen zum Arbeiten in die Edergemeinde gekommen – 2075 hingegen verließen Erndtebrück für die tägliche Arbeit.

Die meisten Menschen kamen dabei aus Bad Berleburg nach Erndtebrück – insgesamt 1189, 318 davon Frauen. Mehr als die Hälfte weniger indes kamen aus Bad Laasphe: Insgesamt 594 Menschen kamen von dort in die Edergemeinde. Platz drei belegte Hilchenbach mit insgesamt 185 Einpendlern. Ebenfalls nach Erndtebrück kamen Menschen aus Siegen, Netphen, Kreuztal, Schmallenberg, Wilnsdorf, Biedenkopf, Kirchhundem, aber auch Winterberg, Wenden oder Lennestadt.

Und wohin pendelten die Erndtebrücker im vergangenen Jahr hauptsächlich? Die meisten – 719 – zog es laut IT.NRW nach Bad Berleburg. In Bad Laasphe arbeiteten hingegen 308 Erndtebrücker. Nur unwesentlich weniger zog es für die Arbeit nach Siegen: Insgesamt 293 Menschen fuhren die Strecke täglich. Nach Hilchenbach fuhren noch 182 Erndtebrücker, darunter wird die Zahl bereits nur noch zweistellig. Am weitesten hatten es jeden Tag neun Erndtebrücker, die für die Arbeit knapp 80 Kilometer nach Dortmund fuhren.

Bad Berleburg

Die meisten Einpendler nach Bad Berleburg kamen 2019 aus Bad Laasphe – insgesamt 816 an der Zahl. 473 von ihren waren Frauen. Der Weg, den die Einpendler aus Bad Laasphe zurücklegten, war im Schnitt 14, 8 Kilometer lang.

Auf Bad Laasphe folgt Erntebrück mit 719 Einpendlern nach Bad Berleburg. Auf dem dritten Platz: Die Schmallenberger. Allerdings ist hier die Diskrepanz bereits um einiges höher, denn insgesamt pendelten 147 Schmallenberger – davon 62 Frauen – nach Bad Berleburg. Dabei mussten sie im Schnitt 15,5 Kilometer zurücklegen. Insgesamt pendelten im Jahr 2019 3391 Menschen nach Bad Berleburg.

Und wohin pendeln die Berleburger? Ganz oben stand 2019 dabei Erndtebrück: 1189 Bad Berleburger fuhren dorthin jeden Tag zur Arbeit. Das waren mehr als diejenigen, die nach Bad Laasphe fuhren – 452 an der Zahl. Auch nach Siegen pendelten die Bad Berleburger: 398 nahmen die 33,7 Kilometer jeden Tag für den Weg zur Arbeit auf sich. Weitere Ziele im Jahr 2019: Hatzfeld, Schmallenberg, Biedenkopf, Hilchenbach oder auch Winterberg. Insgesamt verließen 4095 Bad Berleburg ihre Heimatstadt für die tägliche Arbeit.

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