Gemeindebild

Erndtebrücks neues Ortsschild ist eine NRW-Premiere

| Lesedauer: 3 Minuten
Vertreter der Fraktionen, Bürgermeister Henning Gronau und eine Delegation der Kaserne an einem der neuen Ortsschilder.

Vertreter der Fraktionen, Bürgermeister Henning Gronau und eine Delegation der Kaserne an einem der neuen Ortsschilder.

Foto: Lisa Klaus / WP

Erndtebrück.  Erndtebrück ist Luftwaffenstandort – und das kann jetzt auch jeder sehen, der nach Erndtebrück kommt. Und das ist mehr als nur ein Symbol.

Aus einem kleinen Spaß im Jahr 2016 wurde jetzt eine ganz besondere NRW-weite Premiere in Erndtebrück: Als erste Kommune im Land Nordrhein-Westfalen hat die Edergemeinde ihre Verbundenheit zu ihrem Bundeswehr-Standort auf diese Weise präsentiert. Der Grundstein für die Idee wurde bereits 2016 gelegt – jetzt begrüßen die neuen Ortsschilder alle, die den Weg nach Erndtebrück finden.

Es war ein launiges Geschenk des damaligen Kommandeurs der Kaserne, Oberstleutnant Lars Hoffmann, an die Gemeinde Erndtebrück im Zuge des 50-jährigen Jubiläums der Hachenberg-Kaserne: Das Erndtebrücker Ortsschild mit einem Zusatz „Luftwaffengarnison“, der sehr eindeutig auf die Symbiose aus Gemeinde und Luftwaffe hinwies. Das Schild schien einigen im Hinterkopf geblieben zu sein, denn fünf Jahre später, im Zuge der offiziell gemachten Partnerschaft von Erndtebrück und der Kaserne, beantragte die CDU-Fraktion der Gemeinde den tatsächlichen Zusatz auf den Ortsschildern. Im Februar 2021 lautete

der Antrag folgendermaßen: „Seit 1966 ist die Gemeinde Erndtebrück ein Standort der Luftwaffe der Bundeswehr. Zu Recht kann sich die Gemeinde als eine Garnisonsgemeinde bezeichnen, die stolz auf die gelebte Verbindung zwischen der Luftwaffe und den Bürger Erndtebrücks sein kann. Zum äußerlichen Ausdruck dieser gelebten Verbindung schlägt die CDU-Fraktion vor, die Ortstafeln mit dem Zusatz ,Luftwaffengarnison seit 1966’ zu versehen.“

Im Erndtebrücker Rat und auch vonseiten der Hachenberg-Kaserne wurde dieser Vorschlag einhellig begrüßt. Im Juni 2021 fiel dann nach einer Abstimmung die Wahl auf den Zusatz „Luftwaffenstandort“ – zur Auswahl hatten zusätzlich noch „Garnisonsgemeinde“, „Luftwaffengarnison“ und „Garnisonsstandort“ gestanden.

Weg durch die Behörden

Nach einem längeren Weg durch die Behören bei Land und Kreis – unter anderem musste der gewählte Name genehmigt werden – konnten nun in der vergangenen Woche die neuen Ortsschilder angebracht werden. Begleitet wurde der historische Moment am Ortseingang aus Richtung Benfe von Bürgermeister Henning Gronau, Vertretern der Fraktionen des Erndtebrücker Rats und einer Delegation aus der Kaserne, bestehend aus Vertretern der einzelnen Dienststellen und Kommandeur Oberst Sven Menger.

Lesen Sie auch: Historisch: Erndtebrück und Luftwaffe besiegeln Patenschaft

„Wir freuen uns sehr darüber, dass diese gute Idee jetzt endlich umgesetzt werden konnte. Die Gemeinschaft zwischen Gemeinde und Garnison leben wir bereits seit vielen Jahren. Jetzt manifestieren wir das auch auf den Ortsschildern für alle, die neu nach Erndtebrück kommen“, so Menger. Gerade für Soldaten, die zum ersten Mal in die Gemeinde kommen, sei dies ein wertvolles Signal. „Tatsächlich sind wir damit die erste Kommune in NRW, die ein solches Zeichen für die Verbundenheit mit ihrem Bundeswehr-Standort setzt“, machte Bürgermeister Gronau deutlich.

Dass dieser neue Zusatz nun das Tüpfelchen auf dem I ist, betonte auch Markus Killer, Fraktionsvorsitzender der CDU, die Anfang 2021 den Anstoß zu der jetzt erfolgten Maßnahme gegeben hatte. „Wir setzen damit ein äußeres Zeichen für etwas, das wir seit langer Zeit leben“, so Killer, der den Schritt nach außen hin mit dem Bund der Ehe verglich: „Wenn man heiratet, geht man nach außen hin diese Verbindung ein. Das ist hier nicht anders.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wittgenstein