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Feuerwehr Erndtebrück: Diskussion über notwendige Maßnahmen

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Für den Ernstfall bestens gewappnet: Damit die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auch künftig bestens ausgerüstet sind, sind weitere Maßnahmen notwendig.

Für den Ernstfall bestens gewappnet: Damit die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auch künftig bestens ausgerüstet sind, sind weitere Maßnahmen notwendig.

Foto: Ramona Richter / WP

Erndtebrück.  „An der Ausrüstung hängt der ganze Bevölkerungsschutz ab“, so Karl-Ludwig Völkel über die anstehenden Beschaffungen für 2023.

Feuer, Gasalarm, Unfälle, Unwetter – die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sind stets zur Hilfe. Damit sie auch in Zukunft gut ausgestattet zum Einsatz fahren können, sind einige Investitionen nötig – wie eine Liste mit nötigen Anschaffungen, die dem Erndtebrücker Ausschuss für Feuer-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz nun zeigt. Unter anderem geht es dabei um konsumtive Maßnahmen wie die Anschaffung von Schuhen, Helme und Handschuhe für die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie um die Investition in neue Rollcontainer für den Atemschutz. „Die Liste zeigt deutlich, wo wir aktuell Mängel haben. Hier müssen wir dringend etwas tun“, so Karl-Ludwig Völkel (SPD).

Im Ausschuss wurde daher nun darüber diskutiert, ob die Liste und die damit verbundenen Kosten als Entwurf mit in die Haushaltsplanung für das kommende Jahr aufgenommen werden soll oder nicht. Am Ende war die Mehrheit des Ausschusses für die Empfehlung. Nur drei Mitglieder stimmten mit Nein, vier enthielten sich. „Wir sprechen ja auch erstmal nur eine Empfehlung aus“, so Uwe Weinhold, Sachkundiger Bürger für die CDU.

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Zuvor hatten einige Mitglieder ihre Bedenken geäußert. „Wir nehmen natürlich den Bedarf zur Kenntnis, aber wollen uns dem Antrag nicht anschließen, bevor wir nicht wissen, wie der Haushalt ausschaut“, so Markus Killer (CDU. Auch die Frage nach einer Priorisierung kam auf. „Wir waren uns einig, dass die aufgelisteten Maßnahmen alle notwendig sind und haben bewusst auf eine Priorisierung verzichtet“, so Bürgermeister Henning Gronau. „Das eine kann das andere nicht ersetzen. Zudem zeigt uns die Vergangenheit, dass die Feuerwehr mit ihren Anschaffungen sehr sparsam ist.“

Notwendige Maßnahmen

Gleich zwei Listen lagen den Ausschussmitgliedern vor – zum einen die für notwendige Investitionen. Unter anderem wird dort ein Internetzugang für alle Gerätehäuser aufgelistet. Der sei notwendig für eine reibungslose Verständigung. Kostenfaktor: 5000 Euro. Für die Löschwasserversorgung gemäß der Löschwasserbedarfsplanung (jährlicher Ausbau weiterer Hydranten und Zisternen) werden 200.000 Euro veranschlagt. Weitere Kosten würden für neue Rollcontainer für den Atemschutz (4500 Euro) und einen Notstromaggregat für die Gewährung einer Notstromversorgung für das Feuerwehrgerätehaus in Erndtebrück (10.000) hinzukommen. Insgesamt ist von einer Investitionssumme in Höhe von 277.105 Euro die Rede.

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Zu den konsumtiven Ausgaben würden unter anderem die Unterhaltung von baulichen Anlagen (Erneuerungen in Gebäuden) mit rund 67.500 Euro zählen sowie die Unterhaltung von Fahrzeugen (Ersatzteile für die Fahrzeuge, Kraftstoffe, Reifen) mit 73.000 Euro und die Anschaffung von Festwerten wie Kleidung und feuerwehrtechnischer Ladung für 74.544 Euro. Insgesamt sind im Bereich der Konsumausgaben von 302.544 Euro die Rede.

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Dass eine gute Ausrüstung wichtig ist, unterstrich Karl-Ludwig Völkel während der Ausschusssitzung noch einmal deutlich. „Wir sollten ein Zeichen setzen, und die Liste mit in den Haushaltsplanentwurf aufnehmen. Wir haben in der Vergangenheit viel zu wenig gemacht. Dabei hängt an der Ausrüstung der gesamte Bevölkerungsschutz.“

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