Katastrophenschutz

Feuerwehren in Wittgenstein haben jetzt 21 neue Maschinisten

Bad Berleburg.  „Man kann beruhigt schlafen gehen und weiß, wenn es zu einem Einsatz kommen sollte, sind die Kameraden sehr gut ausgebildet“, so Matthias Strack.

Nach 35 Ausbildungsstunden, verteilt auf einem Zeitraum von 14 Tagen, ist es endlich soweit. Die schriftliche Prüfung des Maschinistenlehrgangs stand auf dem Plan. Insgesamt sind es 21 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen, die am Freitagabend mit einem sehr guten Gewissen das Feuerwehrhaus in Bad Berleburg verlassen konnten. Denn alle Teilnehmer bestanden die schriftliche Prüfung, mit einem Gesamtdurchschnitt von rund 2,5. „Würde man das Ergebnis der Prüfung in Schulnoten bewerten, würde man auf diesen Durchschnitt kommen. Damit liegen wir definitiv mit den heutigen Ergebnissen in der oberen Klasse des Kreises“, sagte der Ausbildungsbeauftragte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Berleburg, Matthias Strack. Die Prüfung wurde am Freitagabend von Dirk Höbener, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, abgenommen.

Was ist oder macht ein Maschinist?

Ein Maschinist ist in der Feuerwehr dafür zuständig, zunächst die Truppe im Einsatzfall vom Gerätehaus zum Einsatzort zu bringen. Schon diese Aufgabe ist nicht ganz einfach. Während der Fahrt muss ein Maschinist vieles beachten. Wie z.B das richtige Einsetzen des Sondersignals, also Blaulicht und Martinshorn, das sichere Steuern des Fahrzeuges und noch vieles mehr. Am Einsatzort angekommen, übernimmt ein Maschinist weitere Aufgaben. Er bedient die mitgeführten Aggregate, wie z. B. Feuerlöschkreiselpumpe, Stromerzeuger, Zugeinrichtung und so weiter. Er hilft den Kameraden beim Entnehmen der Geräte und ist für eine regelmäßige Überprüfung der Pumpen und Geräte zuständig. Alle diese Aufgaben, wurden den Feuerwehrkameraden der drei Kommunen Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück bei dem Lehrgang beigebracht.

Die Inhalte des Lehrgangs

Zu den Inhalten des Lehrgangs zählen Fahrzeugkunde, Rechtsgrundlagen, Motorenkunde, Löschwasserförderung, Feuerwehrkreiselpumpen und sonstige kraftbetriebene Geräte. „Wir Ausbilder müssen immer wieder unser Wissen anpassen. Denn die Fahrzeugbauer und Gerätehersteller stehen nie still. Die Technik geht immer weiter und so müssen wir immer wieder die neusten Hightech-Gerätschaften kennenlernen und die Bedienung den Lehrgangsteilnehmern beibringen. Wir wollen den Kameraden ja nicht die Maschinen aus den 1960ern erklären“, sagte Matthias Strack.

Insgesamt gab es zwölf Teilnehmer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Berleburg und jeweils fünf Teilnehmer der Feuerwehren aus Bad Laasphe und Erndtebrück. Die Ausbilder des Lehrgangs waren Marwin Schneider (Lehrgangsleiter), Jens Schmitt (stellv. Lehrgangsleiter), Maik Hobrath, Roland Lauber, Mario Belz, Patrik Bollhorst und Marcus Crusius. Bedingung eines solchen Lehrgangs ist es, dass die Teilnehmer das erlernte in den Wehren weitergeben. Nur so haben die Ausbilder und die Wehren die Chance, immer auf dem neusten Stand zu bleiben.

Full-Time-Job für Ausbilder

Der Dank der Feuerwehren geht besonders an alle Ausbilder des Lehrgangs. Sie planen die Ausbildung und führen sie durch. Dafür opfern sie viel private Zeit. „Die Ausbilder sind ganz normale Menschen, die diese Lehrgänge nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag noch nebenbei durchführen, also wie einen Full-Time-Job“, sagte Matthias Strack.

„Aber am Jahresende kann man beruhigt schlafen gehen und weiß, wenn es zu einem Einsatz kommen sollte, dann sind die Kameradinnen und Kameraden sehr gut ausgebildet und man braucht sich keine großen Sorgen zu machen. Besser ist es aber natürlich, wenn sie nie ausrücken müssen“, berichtet Matthias Strack.

Zehn weitere Lehrgänge

Für das neue Jahr stehen bereits wieder zehn Lehrgänge auf dem Plan, die die Ausbilder wieder Planen, Ausarbeiten und durchführen müssen. „Unter meiner Regie, hat noch nie jemand die Prüfung vermasselt oder ist durchgefallen, natürlich gibt’s gute und schlechtere Prüfungen, aber noch nie ist jemand hängengeblieben. Und das wird auch im neuen Jahr nicht anders, hoffentlich“, sagte Matthias Strack zum Ende des Gesprächs.

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