Blaulicht

Fieser Trick: Berleburger Senioren um tausende Euro betrogen

110 ruft an - Falsche Polizeibeamte Symbolbild „falsche Polizei“ Foto: Polizei  

110 ruft an - Falsche Polizeibeamte Symbolbild „falsche Polizei“ Foto: Polizei  

Bad Berleburg.  Ein Bad Berleburger Ehepaar wurde mit mit der Behauptung, ihre Tochter habe einen Unfall mit Todesfolge verursacht, hereingelegt.

Zurzeit wird wieder vermehrt mit der Masche des „Falschen Polizeibeamten“ versucht, zumeist ältere Bürger in Siegen-Wittgenstein hereinzulegen, um so Bargeld und Schmuck zu erbeuten. So fiel am Mittwoch ein Seniorenehepaar auf die Masche herein und übergab einen fünfstelligen Eurobetrag an einen Unbekannten.

Morgens rief eine unbekannte Frau bei dem Bad Berleburger Paar auf dem Handy an. Die über 80-jährige Frau glaubte, dass eine Kommissarin aus Berlin am Apparat sei. Die „falsche Polizistin“ gab an, dass die Tochter des Berleburger Paares in Berlin einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Radfahrerin soeben verstorben sei.

Um die Tochter nun vor einer Gefängnisstrafe zu bewahren, sollten die Senioren Bargeld und Schmuck an einen Angehörigen des Unfallopfers in Siegen übergeben. Mit mehreren tausend Euro in der Tasche fuhren

die beiden mit einem Taxi nach Siegen - am Handy ständig noch die „Kommissarin“. In der Weidenauer Känerbergstraße stiegen die Senioren aus dem Taxi. Dort übergaben sie dann gegen 14 Uhr das Geld an einen circa 35-jährigen kleinen, dunkelhäutigen Mann.

Hinweise der Polizei zum Schutz vor Falschen Polizeibeamten

Die Kripo möchte vor dieser Masche der „Falschen Polizeibeamten“ warnen und gibt folgende Hinweise: „Die Polizei wird Sie nicht anrufen und nach Ihren Vermögenswerten oder nach Kontodaten fragen. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, wenn Sie ein falscher Polizist nach Geld, Sparbüchern, Schmuck oder Kontodaten fragt. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen. Sind Sie sich

unsicher, ob „echte“ Polizeibeamte vor Ihnen stehen oder Sie anrufen, ziehen Sie Nachbarn, Familienangehörige oder direkt die Polizei hinzu. Rufen Sie bei ihren Verwandten zurück unter der Ihnen bekannten Telefonnummer. Geldgeschäfte sind niemals so dringend, dass man sich nicht vorher mit den Angehörigen beraten kann.

„Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Eine zeitliche Dringlichkeit ist niemals gegeben. Führen Sie keine langen Gespräche am Telefon und lassen Sie sich nicht „in der Leitung halten“.Auch wenn die im Display angezeigte Nummer eine Nummer der Polizei sein sollte, seien Sie misstrauisch, denn durch die moderne Telefontechnik kann jede beliebige Nummer eingeblendet werden. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay. Legen Sie sofort auf. Rufen Sie im Zweifel immer bei der Polizei unter der 110 an. Da sind die echten Polizisten, die Ihnen weiterhelfen.“

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