Für Familien

Forschertag in der Wisentwildnis am Rothaarsteig

Organisiert und durchgeführt wird die „Expedition Wisent“ vom Trägerverein Wisent-Welt, der logistisch vom Dorfverein Aue-Wingeshausen, dem Jugendförderverein Bad Berleburg und dem Team der Wisent-Hütte unterstützt wird. Verpflegungsstationen mit regionalen Produkten sind an und in der Wisent-Hütte sowie am Waldklassenzimmer in der Wildnis.

Organisiert und durchgeführt wird die „Expedition Wisent“ vom Trägerverein Wisent-Welt, der logistisch vom Dorfverein Aue-Wingeshausen, dem Jugendförderverein Bad Berleburg und dem Team der Wisent-Hütte unterstützt wird. Verpflegungsstationen mit regionalen Produkten sind an und in der Wisent-Hütte sowie am Waldklassenzimmer in der Wildnis.

Foto: Wisent-Welt Wittgenstein

Wingeshausen.   Die digitale Erfahrung überlagert die reale Wahrnehmung – so dass ein Kind versucht, das Aquarienglas wie einen Smartphone-Bildschirm zu steuern.

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Langsam wischen die kleinen Finger über das Glas des Aquariums. Dann nochmal. Und nochmal. Doch die Fische lassen sich einfach nicht fassen, nicht vergrößern, geschweige denn wegwischen. Manchmal verschwimmen die Welten: Die digitale Erfahrung überlagert die reale Wahrnehmung – so dass ein Kind ernsthaft versucht, das Aquarienglas wie einen Smartphone-Bildschirm zu steuern. Es ist ein Beispiel von vielen, wie sich die Welt verändert. Der Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein will dieser Entwicklung aktiv begegnen: Klein und Groß sind eingeladen, bei der Premiere der „Expedition Wisent“ in der Wisent-Wildnis am Sonntag, 3. Juni, von 10 bis 18 Uhr dabei zu sein.

Vielfalt entdecken

In der Wisent-Wildnis sind Körper, Kopf und alle Sinne gefragt. „Es geht darum, mit Spaß die unglaubliche Vielfalt der Natur zu entdecken“, so Waldpädagoge Olaf Imhof. An sieben Stationen erforschen die Teilnehmer die Geheimnisse der Natur. „Ziel der ‘Expedition Wisent’ ist es, Naturinteressierten und auch Stubenhockern zu zeigen, wie man mit wenigen Mitteln die Natur erkunden, aber auch Zusammenhänge erkennen und eigene Erkenntnisse gewinnen kann.“

Willkommen sind Naturforscher aller Generationen vom Kita-Kind bis zu den Großeltern. Mit einem Forschungsheft in der Hand laufen sie die einzelnen Stationen an. Hauptrolle spielt natürlich immer und überall der Wisent, sein Leben und sein Einfluss auf die Umwelt. Mit Schaufel, Kescher, Schere, Fernglas und Messgeräten kommen die Teilnehmer dann der Natur auf der Spur. Die Ergebnisse ihrer Forschungstätigkeit am Boden, im Wald, in der Luft oder im Wasser halten sie in dem Heft fest. Bei einem Quiz, bei dem es zehn Abschnitte der Zivilisation auf dem Pirschweg zu entdecken gilt, hat jeder Teilnehmer zudem die Chance auf einen Gewinn.

Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer ein „Wisent-Naturforscher“-Diplom und kann sich einen Button mit Wisent-Logo erstellen und ans Revers heften. Eine Auszeichnung, in der die Hoffnung steckt, dass die Kinder auch zu Hause und im Wald weiter eigenständig ihre Umwelt erforschen und die kleinen und großen Wunder der Erde entdecken. „Der Naturforschertag soll animieren und motivieren, mit offenen Augen und Ohren durch die Natur zu gehen“, sagt Olaf Imhof, der das Projekt gemeinsam mit Ideengeberin Kaja Heising, wissenschaftliche Koordinatorin des Wisent-Vereins, entwickelt hat.

Die Initiatoren möchten mit dieser Aktion das Bewusstsein für den Umgang mit der Natur und das Leben in der Natur schärfen, damit „Kinder die Dinge wieder in die Hand nehmen und fühlen“. Und bestenfalls die gesamte Entwicklung begleiten: vom Riechen an der Blüte bis hin zur Ernte des Apfels. „Schon allein beim Beobachten stellt man sich ja selbst Fragen“, erklärt der Waldpädagoge und empfiehlt mit einem Augenzwinkern: „Auf der Suche nach Antworten kann durchaus auch mal Wikipedia zu Rate gezogen werden.“

Organisiert und durchgeführt wird die „Expedition Wisent“ vom Trägerverein Wisent-Welt, der logistisch vom Dorfverein Aue-Wingeshausen, dem Jugendförderverein Bad Berleburg und dem Team der Wisent-Hütte unterstützt wird. Verpflegungsstationen mit regionalen Produkten sind an und in der Wisent-Hütte sowie am Waldklassenzimmer in der Wildnis. Für die Naturforscheraktion selbst hat der Wisent-Verein so viele ehrenamtliche Umweltbildner wie nie zuvor begeistern können.

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