Gesundheitstage im Haus des Gastes in Bad Laasphe

Neu bei den Gesundheitstagen ist das große Angebot an Hilfsmitteln inklusive Rollator-Parcours.

Foto: Anna-Lina Müller

Neu bei den Gesundheitstagen ist das große Angebot an Hilfsmitteln inklusive Rollator-Parcours.

Bad Laasphe.   Eine Veranstaltung in Bad Laasphe macht darauf aufmerksam: Die Auseinandersetzung mit der Gesundheit sollte nicht erst ab 60 beginnen.

„Miteinander Füreinander“, das Motto der Gesundheitstage im Haus des Gastes fand sich nicht nur im umfangreichen Programm, sondern auch in der Zusammenarbeit zwischen den organisierenden Vereinen.

Zum gewohnten Dreiergespann aus der Stadt Bad Laasphe, der TKS und dem Kneipp-Verein kam die Bad Laaspher Seniorenservicestelle hinzu. Die Seniorenmesse fand früher gewöhnlich im Herbst statt, schloss sich nun jedoch zum ersten Mal den Gesundheitstagen an. Alle Organisatoren sind sich einig, damit den richtigen Schritt gemacht zu haben. „Viele Schultern stemmen einfach mehr“, stellte die Leiterin der Seniorenservicestelle, Maike Thielmann, fest.

Damit kamen zum gewohnten Programm für Jung und Alt noch einige Themen hinzu, die vor allem Senioren ein Anliegen sind. Mit Vorträgen zu Wohn- und Pflegeberatung, sowie einem umfangreichen Präsentation von Hilfsmitteln brachte sich die Seniorenservicestelle ins Programm ein. Doch auch diese Angebote sollten jüngere Altersgruppen nicht ausschließen, darauf wies Maike Thielmann hin: „Hilfsmittel wie Rollatoren sind nicht unbedingt eine Frage des Alters, für viele ist ein Rollator gleichbedeutend mit „alt sein“, das sollte nicht so sein“. Vor allem mit dem Rollator-Wettbewerb wollte die Servicestelle einen neuen Blick auf Hilfsmittel richten und die Berührungsängste verringern.

Pilates für die kleinen Muskeln

Auch das restliche Programm gab Vorträge und Mitmach-Angebote her. Beim Pilates, Indoor-Fitness und Faszientraining (zur Stärkung des Bindegwebes) mit dem Kneipp-Verein konnten die Besucher ihren Körper ein bisschen besser kennenlernen. „Durch Pilates werden vor allem die kleinen Muskelgruppen trainiert, die bei anderen Sportarten oft vernachlässigt werden“, erklärte Sabine Christmann. Mit leichten Übungen tasteten sich die Teilnehmer heran und merkten schnell, dass sie sich mit der Bewegung etwas Gutes tun.

Die Fachvorträge mit renommierten Ärzten und Experten zogen wieder viele Interessenten ins Haus des Gastes. Besonders gut besucht waren am Samstag die Vorträge über Osteoporose-Therapie und die Abgrenzung von Arthrose zu entzündlichem Rheuma. Das sind Themen, die einen großen Anteil der Bevölkerung betreffen, unabhängig vom Alter. Auch die Vorträge über Allergien und Prävention von Herzerkrankungen sprachen Besucher jeden Alters an. Denn die Auseinandersetzung mit seiner Gesundheit sollte nicht erst mit 60 beginnen.

Am Sonntag zeigte Dr. Petra Sommer aus Bad Sobernheim mit einem Vortrag über Glückstherapie „Wege aus dem Stress“ auf, die in der heutigen Zeit im Alltag so oft gesucht werden. Nachmittags standen die Gelenke im Mittelpunkt, es ging um Verschleiß und eine neue Methode der Knorpelzelltransplantation, mit der Gelenke behandelt werden können.

Zwischen den Vorträgen konnten sich die Besucher bei den unterschiedlichen Ausstellungsständen umschauen oder das bunte Rahmenprogramm aus Tanz und Musik genießen.

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