Rattengift

Giftköder in Niederlaasphe: Ein Hund wurde eingeschläfert

In Niederlaasphe wurden Wurststücke mit Rattengift präpariert gefunden.

In Niederlaasphe wurden Wurststücke mit Rattengift präpariert gefunden.

Foto: Wolfgang Krause

Bad Laasphe.   Ein Unbekannter hat im Bereich Amalienweiher in Niederlaasphe Hundeköder mit Rattengift ausgelegt. Hunde sollen dort angeleint ausgeführt werden.

Aus aktuellem Anlass warnt die Gemeindeverwaltung der Stadt Bad Laasphe Hundebesitzer vor Spaziergängen in Niederlaasphe und Umgebung. Allen Anschein nach habe ein Unbekannter Wurststücke mit Rattengift präpariert und diese im Bereich Amalienweiher und Planetenlehrpfad ausgelegt. Ein Hund musste bereits eingeschläfert werden.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Desorientierung

In der Facebook-Gruppe „Spotted: Bad Laasphe & Umgebung“ hatte Waltraud Wydra aus Niederlaasphe am frühen Montagmorgen geschrieben, dass ihr Hund bei einem Spaziergang am Fahrradweg in Niederlaasphe – am Bahnübergang Amalienhütte – ein Stück Fleischwurst gefunden hatte. „Zum Glück konnten wir ihm das rechtzeitig wegnehmen“, erzählt Wydra. „Wir haben das Stück Fleischwurst einfach weggeschmissen, weil wir nicht geahnt haben, dass es etwas Giftiges sein könnte“, so Wydra weiter.

„Als wir am Sonntag dann aber mit einem Bekannten gesprochen haben, der ebenfalls dort mit seinem Hund spazieren gewesen war und dieser ein dort ausgelegtes Stück Fleischwurst gegessen hatte, wurden wir stutzig.“ Der Hund des Bekannten sei danach desorientiert gewesen, habe erbrochen und Durchfall gehabt. Der Besuch beim Tierarzt bestätigte den Verdacht: Die Symptome passten zu einer Vergiftung mit Rattengift. Nach gut einer Woche sei der Hund des Bekannten jetzt aber wieder wohlauf.

Innere Blutungen führten letztendlich zur Einschläferung

„Maffi“ hatte nicht so viel Glück. Der Hund von Damaris Hubers Schwiegereltern aus Wallau hatte Mitte letzter Woche bei einem Spaziergang am Amalienweiher einen Giftköder gefressen. „Vergangenen Donnerstag sind meine Schwiegereltern mit ihr dann zum Tierarzt gefahren, weil sie innere Blutungen in den Augen hatte“, erzählt Damaris Huber. Der Tierarzt habe jedoch nicht sofort erkannt, dass es sich um eine Vergiftung handelte und behandelte zunächst nur die Blutungen. „Am Montag wurde es allerdings so schlimm, dass Maffi aus allen Schleimhautöffnungen blutete – ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas so Grausames gesehen“, erzählt Huber. Montagvormittag wurde Maffi eingeschläfert.

Huber informiert schließlich die Bad Laaspher Polizei und die Stadtverwaltung, dass Giftköder entlang des Amalienweihers und Planetenlehrpfades verteilt wurden. Hundehaltern wird deswegen akut geraten, ihre Hunde nur angeleint auszuführen und darauf zu achten, dass sie keine Wurststücke oder ähnliches von der Wiese aufnehmen und fressen.

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