Turmfest

Glocke kündigt das Spektakel in Girkhausen an

An der „Alten Feldschmiede“ haben Axel Dreisbach, Björn Bald, Paul Weins (10) und Arno Dreisbach (von links) ihren kraftvollen Einsatz.

An der „Alten Feldschmiede“ haben Axel Dreisbach, Björn Bald, Paul Weins (10) und Arno Dreisbach (von links) ihren kraftvollen Einsatz.

Foto: Ute Schlapbach

Girkhausen.   Nach mehr als 20 Jahren findet wieder ein Turmfest in der Dorfmitte des Ortsteils statt. Vereine und ehrenamtliche Helfer arbeiten Hand in Hand.

„Bekanntmachung!!!“ schallt es am Freitagabend über den Dorfplatz. Ausscheller Dr. Stefan Eckhardt schwingt die Glocke. „Es findet nach über zwanzig Jahren wieder ein Turmfest statt...Das Ganze startet mit dem Eintreffen der Trecker morgens um 8 Uhr...und ein Ereignis von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit ist der Fassbieranstich...“ So werden nach und nach im Vorfeld alle Programmpunkte verkündet. Und diese konnten die Gäste einen Tag später rund um den Turm erleben. Dort eröffnete Timo Florin, Vorsitzender des Verkehrs- und Heimatvereins, offiziell das Turmfest. „Wir sehen es sozusagen als Übung, als Probelauf zur Einstimmung für das Dorfjubiläum im nächsten Jahr. Am Freitagabend beim Aufbau waren schon 70, 80 Leute dabei. Da kann man stolz drauf sein!“

Das alles geht natürlich nur, wenn sich andere Vereine einklinken und mithelfen. Dann überreichte er das Mikrofon an Pfarrerin Christine Liedtke, die mit Hilfe von Thomas Knebel, Repräsentant der Krombacher Brauerei, und Florin „unfallfrei“ das erste Bier ins Glas laufen ließ. Passend dazu brachte der Girkhäuser MGV einige Trinklieder dar. Ebenfalls nicht zu überhören waren die Böllerschützen der Kyffhäuser Kameradschaft Schüllar-Wemlighausen. Schlag auf Schlag ging es weiter mit den verschiedensten Aktionen.

Die Aktionen

Neben der Kirche war Hans Buchwalds alte Feldschmiede im Einsatz. Schräg gegenüber stand die fahrbare Drehkoite, an der das Schüsseldrehen gezeigt wurde. Ein weiteres altes Handwerk, das Seiledrehen, wurde neben dem Dorfgemeinschaftshaus vorgeführt. Präsentiert wurden dort auch beim 1. Girkhäuser Treckertreffen über 40 alte Trecker. Für die musikalische Unterhaltung waren auch der CVJM-Posaunenchor und die Alphornfreunde Wittgenstein im Einsatz. Und während die (Groß-)Eltern an einer Kirchenführungen teilnahmen oder an den Verkaufsständen Holzwaren, Schmuck, Strickwaren, Marmelade oder Naturseife erstanden, konnten sich die Jüngsten in der Hüpfburg vergnügen.

Überall luden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Man konnte auch bei den Übungen der Feuerwehr zuschauen. Nachdem die Aktiven im Osterweg einen Verkehrsunfall mit technischer Hilfe abgearbeitet hatten, zeigte die Jugendfeuerwehr einen Löschangriff bei einem Garagenbrand mit Menschenrettung. Moderiert wurden die Szenarien von Löschgruppenführer Kai Patzschke. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: von einem riesigen Kuchenbuffet, Würstchen und Steaks über Reibekuchen, Fritten, Waffeln sowie Matjes und Käse bis zur Weinverköstigung mit Schnittchen im Turmkeller – für jeden Geschmack war etwas dabei. Und wer das alles verpasst hat, kann sich im November den Film von Hans-Georg Gruner anschauen, der mit Andreas Hirschhäuser zusammen gedreht und von Gabriele Born moderiert wurde. Resümee: „Ziel war, etwas für das Dorfjubiläum zu lernen, denn der Historische Markt wird rund fünfmal größer sein“, erklärte Florin.

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