Tag des offenen Denkmals

Heimatverein backt Steinofenbrot an der Espequelle

Günther Quintes, Jowita Winter und Werner Welisch (von links) vom Verkehrs- und Heimatverein Bad Berleburg präsentieren stolz die leckeren, frischgebackenen Teigwaren im historischen Backhaus. 

Günther Quintes, Jowita Winter und Werner Welisch (von links) vom Verkehrs- und Heimatverein Bad Berleburg präsentieren stolz die leckeren, frischgebackenen Teigwaren im historischen Backhaus. 

Foto: Emma Rothenpieler

Bad Berleburg.  Heimatfreunde retten denkmalgeschütztes Backhaus vor dem Verfall und heizen den Ofen wieder an.

Zum Tag des offenen Denkmals öffnete das Backhaus an der Espequelle in Bad Berleburg seine Türen und lud Interessierte zum Verweilen, Erkunden und Schlemmen ein. Die sinnliche Duftnote der vielen Leckereien zog Besucher trotz des regnerischen Wetters an.

Seit 2014 steht das Backhaus nun an der Espequelle - regelmäßig backt der Heimat- und Verkehrsverein dort leckere Brote und Kuchen. Günther Quintes vom Heimatverein kennt die Geschichte des Backhauses ganz genau: „Früher stand das Backhaus in Rinthe. Wahrscheinlich wurde es um 1800 erbaut und 1993 wurde das Backhaus zum Denkmal erklärt. Als es dann dem Verfall preisgegeben wurde, haben wir uns als Verein dazu entschlossen, das Backhaus an der Espequelle neu aufzubauen.” Einige Teile der alten Bausubstanz seien noch erhalten, der Dachstuhl und der Boden der zweiten Etage mussten ersetzt werden.

„Wir wollen heute unseren Besuchern die Geschichte unseres Backhauses näherbringen. Und wer früh genug da war, durfte auch miterleben, wie Hefezöpfe zubereitet und gebacken werden”, so Quintes.

Roggen und Körnerbrote

Rund 70 Roggen- und Körnerbrote buk der Heimatverein für den Tag des offenen Denkmals. Bei 280 bis 300 Grad Celsius kommen die Brotlaibe in den Ofen. Ein kompletter Backdurchgang dauert circa zweieinhalb bis drei Stunden. Am Vortag begannen die Mitglieder des Heimatvereins mit den Vorbereitungen, denn der Brotteig muss zwölf bis 16 Stunden gehen, bevor man aus ihm köstliche Laibe backen kann. Und eine halbe Stunde bevor der Teig schließlich in den Ofen kommt, muss er in einem Gärkörbchen aus Weidenholz nochmal gehen, damit die Brote perfekt werden.

„Mit der Resthitze haben wir dann Hefezöpfe, Streuselkuchen und Pfirsichkuchen gebacken”, erklärt Günther Quintes. Viele Stammgäste, aber auch Gäste der Klinik Wittgenstein besuchten das rustikale Backhaus, um Frischgebackenes zu kaufen und die Räumlichkeiten zu erkunden.

Quintes zeigte sich mit dem Tag zufrieden: „Dafür, dass das Wetter nicht mitspielt und heute viele andere Veranstaltungen sind, waren trotzdem viele Menschen da, die unser Backhaus näher kennenlernen wollten.”

Brotmarkt in Bad Berleburg

Am 6. Oktober wird der Heimatverein gemeinsam mit anderen Backhausgemeinschaften auf dem Brotmarkt in Bad Berleburg wieder leckere Brote anbieten.

Auf den vergangenen Brotmärkten haben die Backhausgemeinschaften zusammen immer rund 1500 bis 1800 Brote verkauft.

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