Siegen-Wittgenstein

Hier gibt es Fördermittel für grüne Dächer und Fassaden

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Dach- und Fassadenbegrünung – wie hier in Diedenshausen – sieht nicht nur gut aus, sondern spart auch wertvolle Energie ein.

Dach- und Fassadenbegrünung – wie hier in Diedenshausen – sieht nicht nur gut aus, sondern spart auch wertvolle Energie ein.

Foto: Stadt Bad Berleburg

Solche Maßnahmen können aus dem Landesprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ mit bis zu 50 Prozent gefördert werden.

Siegen-Wittgenstein. Schon 29 Anträge zur Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen wurden vom Kreis Siegen-Wittgenstein genehmigt bzw. befinden sich derzeit in der Prüfung. Die Anträge stammen sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen und betreffen Dächer in einer Größe zwischen acht und 250 Quadratmeter. „In der Regel geht es dabei um Projekte zur extensiven Dachbegrünung“, erläutert Markus Menn, Stabsstellenleiter für Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und Mobilität beim Kreis: „Dabei werden niedrigwüchsige Pflanzen wie Moose, Sukkulenten, Kräuter oder Gräser verwendet, die sich weitgehend selbst erhalten und auch ohne bzw. mit geringer Pflege weiterentwickeln.“

50 Prozent Förderung

Solche Maßnahmen können aus dem Landesprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ mit bis zu 50 Prozent gefördert werden. Der Kreistag hatte im Frühjahr beschlossen, sich gemeinsam mit den Kommunen an dem Programm zu beteiligen. Seither können Privatpersonen und Unternehmen in Siegen-Wittgenstein für förderfähige Begrünungsvorhaben bei ihrer Stadt oder Gemeinde einreichen. Diese werden dann gesammelt vom Kreis an das Land übermittelt.

Für Landrat Andreas Müller ist das Förderprogramm ein Baustein, um sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen: „Eine Begrünung auf oder an Gebäuden wirkt sich positiv auf Verdunstung, Kühlung und Regenwasserrückhaltung vor Ort aus – das bepflanzte Dach wirkt wie eine große grüne Klimaanlage. Besonders in dichtbesiedelten städtischen Gebieten sind die Vorteile eines begrünten Dachs oder einer bepflanzten Fassade durchaus erheblich“, betont Müller. „Außerdem benötigt ein grünes Dach weniger Instandhaltungs- und Betriebskosten durch wirksamen Schutz der Dachabdichtung sowie der gesamten Dachkonstruktion beispielsweise bei Hagelschlag. Durch die verbesserte Wärmedämmung hilft eine Dachbegrünung außerdem, Energie zu sparen“, ergänzt Stabsstellenleiter Markus Menn: „Im Übrigen ist es auch möglich, Dachbegrünungen und Photovoltaik-Anlagen zu kombinieren. Beides schließt sich nicht automatisch aus, sondern kann im Gegenteil sogar die Effizienz fördern.“

Pflegeintensive Dachgärten

Neben extensiven Begrünungen mit Pflanzen, die sich weitestgehend selbst erhalten, sind auch intensive Begrünungen förderfähig. Diese kann man am besten mit dem Begriff „Dachgarten“ beschreiben und erfordern mehr Pflegeaufwand. Sie sind mit ebenerdigen Gärten und genutzten Grünflächen vergleichbar und können je nach Umsetzung aus mehrjährigen Stauden und Gehölzen sowie Bäumen und Rasenflächen bestehen. Egal ob extensive oder intensive Dach- bzw. Fassadenbegrünung: Noch stehen für den Kreis Siegen-Wittgenstein Fördermittel aus dem Landesprogramm zur Verfügung.

Anträge können im Rathaus der jeweiligen Stadt oder Gemeinde gestellt werden, aber auch direkt beim Kreis Siegen-Wittgenstein: Hier ist Lara Meurer Ansprechpartnerin, E-Mail: l.meurer@siegen-wittgenstein.de, 0271/333-1164.

Weitere Informationen gibt es unter www.siegen-wittgenstein.de/dachbegruenung.

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