Leader Projekte

„Insen Laare“ begeistert mit neuen Ideen für Elsoff

Gespannt hören die Besucher des dritten Leader-Workshops mit Bürgerdiskussion im Bad Laaspher Haus des Gastes zu.  Viele Projekte sind förderungswürdig und nachahmenswert.

Foto: Lars-Peter Dickel

Gespannt hören die Besucher des dritten Leader-Workshops mit Bürgerdiskussion im Bad Laaspher Haus des Gastes zu. Viele Projekte sind förderungswürdig und nachahmenswert. Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Laasphe.   Reiko Welker und Tobias Röder haben Eindruck gemacht. Einen guten mit ihrem Projekt „Insen Laare“.

Reiko Welker und Tobias Röder haben Eindruck gemacht. Einen guten. Mit dem Projekt „Insen Laare“ haben die Vorstandsmitglieder des Trägervereins nicht nur einen Dorfladen ins Leben gerufen, um die Grundversorgung in ihrem Ort zu sichern, sie haben auch in bestem Sinn an die Traditionen solcher Tante-Emma-Läden angeknüpft, in dem sie auch ein Café als Treffpunkt und Informationsbörse geschaffen haben.

Barrierefreiheit

Haus des Gastes in Bad Laasphe, der kleine Saal voll besetzt: Bei der Bürgerdiskussionsrunde hier waren die Elsoffer ein eindrucksvoller Beweis, welche Kraft und welcher Ideenreichtum in den Wittgensteiner Dörfern schlummert. Inzwischen, dreieinhalb Monate nach der Öffnung, kann Reiko Welker sogar ein erstaunlich gutes Fazit ziehen. „Wir haben sogar zwei Arbeitsplätze auf 450-Euro-Basis geschaffen, und das in unserem 650-Seelen Dorf. Darauf sind wir stolz“, betont der Vereinsvorsitzende. Zusammen mit Schriftführer Tobias Röder warb er dafür, Gelder aus dem Leader-Topf zu erhalten. Damit sollen drei Dinge verbessert werden. Aber zu allererst braucht der Laden einen barrierefreien Zugang.

Die zwei Treppenstufen am Eingang sind ein echtes Hindernis. Und Tobias Röder möchte noch eine Markise plus Sitzgelegenheiten vor dem Laden, denn das Café ist immer öfter voll besetzt. Eine weitere zukunftsweisende Idee ist die Vernetzung mit der nahe gelegenen Hausarzt-Praxis. „Warum sollen die Patienten oder Begleitpersonen denn da im Wartezimmer sitzen, wenn sie auch im Café warten könnten?“, fragt Reiko Welker. Die ideale Lösung wäre eine Vernetzung und ein Monitor, über den Café-Gäste informiert und die Patienten nacheinander aufgerufen werden könnten.

Dorfbotschafter

Ein weiterer Wittgensteiner mit Ideen war der Weidenhäuser Heinrich Höse: Er möchte auf seinem Hof gerne ein Museum errichten, das sich der traditionellen Arbeitsweise der Landwirtschaft in Wittgenstein widmet – und die Drei-Felder-Wirtschaft sowie die damit verbundene Ökologie näher erläutert.

Aus einer ganz anderen Ecke kam das Projekt der Dorfbotschafter, mit denen die Stadt Freudenberg inzwischen Zuzügler in ihren Ortsteilen eine Begeleitung anbietet – persönliche Ansprechpartner und Gutscheine für Vereinsaktivitäten und Museen inklusive.

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