Kulturgemeinde Bad Berleburg

Internationale Musikfestwoche mit „überwältigender Resonanz“

Großes Finale der Musikfestwoche.

Großes Finale der Musikfestwoche.

Foto: Hans Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Im Interview zieht der Vorsitzende der Kulturgemeinde Bad Berleburg eine erste Bilanz der 47. Konzertreihe.

Die 47. Internationale Musikfestwoche auf Schloss Berleburg ist am Wochenende zu Ende gegangen. Im Gespräch zieht der Vorsitzende der Kulturgemeinde Bad Berleburg, Andreas Wolf eine erste Bilanz und freut sich über eine „überwältigende Resonanz“ des Publikums, hält ein Plädoyer für das Open-Air-Konzert und lobt den Künstlerischen Leiter Sebastian Knauer, der maßgeblich zum Erfolg dieser bekannten und bedeutenden Konzertreihe beiträgt.

Wie waren Sie zufrieden mit Besucherzahlen und Künstlern?

http://Von_Klassik_bis_Klamauk-_Die_Musikfestwoche_in_Bad_Berleburg{esc#216386273}[news]Andreas Wolf: Die Besucherzahlen waren auch in diesem Jahr sehr gut. Drei der vier Konzerte im Schloss waren ausverkauft. Beim Open-Air-Konzert mit Salut Salon, das wegen der unsicheren Witterungslage in die Aula des Gymnasiums verlegt werden musste, lagen wir fast auf dem Niveau der Vorjahre. Die Auswahl der Künstler war durchweg Weltklasse und die Resonanz des Publikums überwältigend. Unserer künstlerischer Leiter Sebastian Knauer ist nicht nur ein hervorragender Pianist, sondern verfügt über ein sehr gutes Netzwerk mit großartigen Künstlern. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass dieses besondere Festival weit über die Region hinaus Beachtung findet.

Die Kombination aus Rezitation und Musikbegleitung hat erneut viele Fans gefunden. Kann sie ein dauerhafter Bestandteil des Programms werden?

Mit Ulrich Tukur war einer der bedeutendsten Schauspieler unserer Zeit zu Gast in Bad Berleburg und mit dem Jahrhundertroman „Moby Dick“ stand spannende und fesselnde Literatur auf dem Programm. Was Ulrich Tukur daraus gemacht hat, war virtuose Sprachkunst in Vollendung. Nicht zu vergessen die perfekt korrespondierenden Klavierwerke, die Sebastian Knauer dazu gespielt hat. Das Projekt „Wort trifft Musik“ von Sebastian Knauer ist auch in Bad Berleburg sehr erfolgreich. Immerhin hatten wir das Glück, auch bereits in den vergangenen Jahren die besten und bekanntesten Schauspieler-/innen im Schloss aus nächster Nähe zu erleben. Insofern wird dieses Format bei der Planung auch weiterhin eine Rolle spielen.

Das Open-Air-Konzert musste unter Dach stattfinden. Halten Sie an diesem Konzept fest oder gibt es Überlegungen, das Konzert wegen der Wittgensteiner Witterung künftig ausschließlich indoor stattfinden zu lassen?

Nein, auf keinen Fall. Das Open-Air-Konzert auf dem Schlosshof bleibt ein wichtiger Bestandteil der Musikfestwoche, weil es sehr erfolgreich ist. Inhaltlich gehen wir in diesem Konzert weg von der Klassik im engeren Sinne und bieten andere, überraschende Formate. Das hat bisher sehr gut funktioniert und wird von unserem Publikum auch hervorragend angenommen. Nicht zu vergessen: Wir hatten bislang sechs überaus erfolgreiche Open-Air-Konzerte auf dem Schlosshof. Dieses Jahr mussten wir zum ersten Mal ausweichen. Das Flair des Schlosshofes fehlte zwar, aber das Ensemble Salut Salon war auch in der Aula des Gymnasiums überragend. Wer wegen der Verlegung zuhause geblieben ist, hat etwas verpasst.

Könnte ein neugestaltete Goetheplatz auch Konzert-Arena werden?

Es gibt es derzeit keine Überlegungen, die Veranstaltungsorte zu verändern. Zentrale Orte für die Musikfestwoche bleiben das Schloss bzw. der Schlosshof und als Ausweichstandort für das Open-Air-Konzert das Bürgerhaus am Markt.

Welche Höhepunkte können wir für die kommende Musikfestwoche erwarten?

Höhepunkte ganz sicher. Da bleiben wir in der Kontinuität der vergangenen Jahre. An erster Stelle wird auch weiterhin die Qualität stehen. Wir werden auch künftig bekannte Künstlerinnen und Künstler in Bad Berleburg erleben. Einzelheiten werden wir wieder Anfang 2020 bekannt geben.

Was wollen Sie noch anpassen, verändern?

Hier gibt es derzeit keine konkreten Überlegungen. Wir ziehen zunächst einmal gemeinsam mit Sebastian Knauer eine sorgfältige Bilanz und schauen dann sehr optimistisch in die Zukunft.

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