Neueröffnung

Jausenstation „Wallachei“ neues Wanderziel bei Elsoff

Marco (links) und Knut Weber eröffnen Karfreitag die neue Jausenstation „Wallachei“ oberhalb von Elsoff. Charakteristisch für die Inneneinrichtung: Rustikal und viel Holz – aus eigenem Wald.

Foto: Christoph Vetter

Marco (links) und Knut Weber eröffnen Karfreitag die neue Jausenstation „Wallachei“ oberhalb von Elsoff. Charakteristisch für die Inneneinrichtung: Rustikal und viel Holz – aus eigenem Wald. Foto: Christoph Vetter

Elsoff.   Marco und Knut Weber eröffnen Karfreitag oberhalb von Elsoff ihre neues Ausflugslokal. In der rustikalen Einrichtung gibt’s reichlich Platz.

Die Hühner gackern um die Wette, nebenan im Ufer zieht ein schottisches Hochlandrind weg von seiner zehnköpfigen Herde und sucht Schatten unter der alten Kiefer – hier herrscht Idylle pur mitten in der Natur auf beinahe 500 Metern über den Meeresspiegel. Hier scheint das Ende der Welt zu sein. Kein Wunder also, dass sich Marco und Knut Weber für ihr neues Wanderlokal den Namen „Wallachei“ ausgedacht haben. Eröffnung ist an Karfreitag, 14. April.

... und dann brannte der Dachstuhl ab

Wo Marcos Urgroßvater früher in einer alten Scheune Nägel schmiedete, hat sich inzwischen viel getan. „Wir machen die Scheune zum Lokal“, hatten sich die Webers schon vor zwei Jahren vorgenommen, ihre Planungen standen vor der Umsetzung, doch dann brannte der Dachstuhl ab. Das ehrgeizig Projekt wurde musste bis in dieses Frühjahr verschoben. Geruht hat es nicht; denn „unendlich viele Freunde und Bekannte haben uns kräftig unterstützt und geholfen“, berichtet Marco Weber. Der 43-Jährige ist stolz, dass das gesamte Holz aus dem eigenen Wald stammt: „Balken, Bretter und Bohlen sind komplett von hier. Geschnitten wurden sie in Alertshausen.“

Opa Karl (89) baut die Tische

Und weil Großvater Karl Petri gelernter Schreiner ist, geht an ihm kein Weg vorbei. Im 90. Lebensjahr fühlt sich Petri noch fit genug, sämtliche Tische und Bänke für das neue Wanderlokal selbst zu bauen. Platz nehmen können dann mehr als 60 Gäste im Innenbereich, weitere 40 im Hof oder auf der Sonnenterrasse. Die gibt den Blick frei bis hinüber auf den Homberg und in der Sonne leuchtende Fachwerkhäuser am Freielsbach.

Rustikal wird nicht nur die Einrichtung sein, sondern auch die Angebote auf der Speisekarte. „Wir produzieren fast 80 Prozent aller Waren selbst“, freuen sich Marco und Knut Weber und verweisen auf ihre schottischen Hochlandrinder, und die Walliser Schwarznasenschafe, die als Fleischlieferanten Qualität garantieren. Braten, Wurst-Aufschnitt, Schinken Marmelade, Gelee, Liköre soll es aus eigener Produktion geben. Über die Höhe der moderat erstrebten Preise wird am Mittwoch entschieden, wenn das erste Probekochen und -essen über die Bühne gegangen ist.

Rotmilan-Höhenweg direkt vor der Tür

Dankbar sind die beiden, der Interessengemeinschaft „Rotmilan-Höhenweg“ und dem Heimatverein Elsoff. Deren Verantwortliche Dr. Hartmut Dienst und Georg Braun haben dafür gesorgt, dass der Rotmilan-Wanderweg direkt vor der Jausenstation „Wallachei“ verläuft. Da bietet sich eine Pause für die Wanderer, aber auch Mountainbiker geradezu an.

„Wir sehen die Gastronomie an Wochenenden momentan als unser zweites Standbein“, gehen Marco und Knut den beruflichen Abstecher vorsichtig an. Marco arbeitet als selbstständiger Physiotherapeut, Knut (37) ist examinierter Altenpfleger im Haus „Ederhöhe“ in Beddelhausen. Für ihr Team suchen sie aktuell Minijobber personelle Verstärkung für die Küche.

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