Kirche & Glauben

Junge Botschafter aus Wittgenstein sind wieder unterwegs

Das Foto zeigt an der Seite von Superintendent Stefan Berk (Zweiter von links) die siebte Generation des Jugendaustausch-Programms „Young Ambassadors“, die sich ganz bald auf den Weg in die USA macht und inzwischen ziemlich gut abgesprochen hat, wie sie mit den Fingern klar zeigen können, um welche Austausch-Generation es sich bei ihnen handelt.

Das Foto zeigt an der Seite von Superintendent Stefan Berk (Zweiter von links) die siebte Generation des Jugendaustausch-Programms „Young Ambassadors“, die sich ganz bald auf den Weg in die USA macht und inzwischen ziemlich gut abgesprochen hat, wie sie mit den Fingern klar zeigen können, um welche Austausch-Generation es sich bei ihnen handelt.

Foto: Ev. Kirchenkreis Wittgenstein

Raumland.  Beim Aussendungsgottesdienst in Raumland schickt Superintendent Stefan Berk 13 junge Menschen auf die Reise – mit Gottes Segen geht’s in die USA.

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„Geh mit neuer Hoffnung, geh mit neuem Mut, geh mit neuem Glauben, geh, aber geh mit Gott“ – das Lied am Ende des Aussendungsgottesdienstes für die Young Ambassadors war jetzt unmissverständlich in seiner Botschaft.

Der Segen

Noch etwa zwei Wochen sind es, bis sich die Jungen Botschafter – so die deutsche Übersetzung vom englischen Namen des Jugendaustausch-Programms zwischen dem evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein und der United Church of Christ in Indiana und Kentucky – auf ihren Weg zum dreiwöchigen Aufenthalt in den USA machen. Bereits jetzt bekamen die insgesamt 15 jungen Leute in der Raumländer Kirche viele gute Wünsche, einen personalisierten Segen von Superintendent Stefan Berk und das eine oder andere Geschenk mit auf den Weg nach Amerika.

Die Vorbereitung

Die 13 Teilnehmer der insgesamt siebten Austausch-Generation aus den Kirchengemeinden Bad Berleburg, Banfetal, Birkelbach, Feudingen, Gleidorf, Raumland und Wingeshausen hatten sich durch ehrenamtliches Engagement in ihren jeweiligen Kirchengemeinden für das Programm qualifiziert. Im vergangenen halben Jahr haben sie sich akribisch unter der Leitung des Raumländers Daniel Seyfried vom Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Wittgensteiner Kirchenkreis und der Elsofferin Laura Mengel, selbst Young-Ambassador-Teilnehmer in der fünften Austausch-Generation, auf die Reise in diesem Sommer vorbereitet. Und bei der werden sie als Botschafter der heimischen Evangelischen in den USA auch mal Gottesdienste auf Englisch mitgestalten.

Die Gefühle

„Kaum erwarten“ – dieses Gefühl lag jetzt über dem Gottesdienst, den gut 100 Menschen besuchten. Laura Mengel hatte das gleichnamige Lied von Wincent Weiss im Radio gehört, sich in ihrer Situation kurz vorm Abflug darin wiedergefunden und es deshalb mit nach Raumland gebracht. Daniel Seyfried hatte für die Predigt in der Bibel jemanden in einer vergleichbaren Situation gefunden: „Der Zöllner Zachäus kann es auch nicht erwarten, Jesus zu sehen, macht einen Plan wie er sein Ziel erreichen kann. Er läuft voraus, sucht einen geeigneten Platz an dem sein Vorhaben gelingen wird.“ Ganz ähnlich geht es gerade den Young Ambassadors.

Die Chance

Daniel Sey­fried ordnete den Jugendaustausch in dieses Bild schlüssig ein: „Ich bin überzeugt: Wenn Menschen Erfahrungen mit Gott machen, werden sie sich verändern und ins Staunen versetzt über seine Liebe und Macht - eben wie Zachäus. So ist auch das Young-Ambassadors-Programm eine große Chance, viel Neues kennenzulernen. Aber vor allem ist es auch eine tolle Möglichkeit, Gott zu erleben und im Glauben zu wachsen. Sicher haben wir das nicht in der Hand und dennoch glaube ich, dass Gott durch einen solchen Austausch wirkt.“

Die Paten

Diese Vermutung konnte eine Gruppe im Gottesdienst ganz direkt bestätigen, zahlreiche frühere Teilnehmer der bisherigen sechs Austauschprogramme waren ebenfalls in der Raumländer Kirche. Sie übernahmen Patenschaften für die neuen Young Ambassadors – diese Idee war im vergangenen Jahr entstanden, als im Abenteuerdorf Deutsche und Amerikaner ein Wochenende lang das 25-jährige Bestehen des Austauschs feierten.

Der Gottesdienst

Für die Liturgie im Gottesdienst jetzt war Raumland Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer, zuständig, für die Musik der alte Young Ambassador Christian Schneider mit seiner Gitarre und Matthias Braun an der Orgel. Nachdem sich die neuen Young Ambassadors persönlich vorgestellt hatten, bekamen alle 15 den Segen von Pfarrer Stefan Berk, zu dem der Leitende Theologe des Wittgensteiner Kirchenkreises folgendermaßen hingeleitet hatte: „Ihr lernt das Leben in den USA kennen und könnt euer eigenes besser einschätzen. Und wenn Ihr ab und zu mal einen Moment das Tempo rausnehmt, Euch einfach einen Moment irgendwo hinsetzt, dann könnt Ihr spüren: Mensch, so fühlt sich Gottes Segen an. So fühlt sich Gottes Liebe zum Leben an. Wir schicken Euch heute auf die Reise. Als unsere Botschafter aus Wittgenstein, aus Westfalen, als Botschaft unseres Vertrauens. Das haben wir in Euch. Und wir sind ein bisschen stolz darauf, dass Ihr das macht.“ Nach dem Gottesdienst gab es im Zelt vor der Kirche noch ein fröhliches Festessen.

Sieger der Raumland-Trophy gekürt

Im Anschluss an den Aussendungs-Gottesdienst für die Young Ambassadors in der Raumländer Kirche nahm Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer die Siegerehrung für die Raumland-Trophy 2019 vor. Das passte prima, war der Spendenerlös der Benefiz-Radfahr-Aktion vom Raumländer Kirch- und Gemeindeförderverein auf dem Ederauenradweg doch für das Jugendaustausch-Programm zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein und der United Church of Christ in Indiana und Kentucky bestimmt.

In der Gruppe für Kinder bis zehn Jahre siegte der Laaspher Samuel Post mit zwölf gefahrenen Runden, bei den Zehn- bis Zwölfjährigen Marlene Gotzen aus Dotzlar mit 54 Runden, bei den 13- bis 16-Jährigen die Hesselbacherin Jacqueline Kopp mit 41 Runden, bei den 17- bis 20-Jährigen der Gleidorfer René Kranefeld mit 52 Runden und bei den über 20-Jährigen der Raumländer Daniel Seyfried mit 70 Runden. Damit lagen in den drei älteren Wertungsgruppen überall Young Ambassadors vorn, die somit den Jugendaustausch mit ihren eigenen Sponsoren tatkräftig unterstützt haben.

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