Wahl Siegen-Wittgenstein

Volkmar Klein (CDU) liegt klar vor Heiko Becker (SPD)

Er gehört zu den Gewinnern: Volkmar Klein (2. von links) lässt sich von Landrat Andreas Müller im Siegener Kulturhaus Lyz gratulieren. Allerdings hat seine CDU mit sattem Minus von 7,6 Prozent Vertrauen verloren.

Foto: Florian Adam

Er gehört zu den Gewinnern: Volkmar Klein (2. von links) lässt sich von Landrat Andreas Müller im Siegener Kulturhaus Lyz gratulieren. Allerdings hat seine CDU mit sattem Minus von 7,6 Prozent Vertrauen verloren. Foto: Florian Adam

Wittgenstein.   Volkmar Klein hat es geschafft. Mit einem satten Vorsprung von gut zehn Prozent ist der Burbacher Christdemokrat erneut direkt in den Bundestag eingezogen.

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Im Interview nach dem Wahlerfolg freute sich Volkmar Klein „mit einer guten Mehrheit direkt gewählt worden zu sein“. Klein kommentierte aber auch das Gesamtergebnis der Bundestagswahl: „Es ist besorgniserregend, wenn die Populisten von links und rechts ein Viertel der Stimmen geholt haben.“

Klein machte aber indirekt auch die Große Koalition mit für diesen Wahlausgang verantwortlich. Sie sei „auf lange Sicht kein gutes Konzept“, weil sie die Ränder stärke. Zu einer möglichen künftigen Koalition wollte der Abgeordnete noch keine Prognosen abgeben. „Aber es gibt ja nicht viele Optionen. Das macht es nicht ­einfacher“, so Klein, der ab Dienstag in Berlin mit der Unionsfraktion diskutieren wird, wie es weiter gehen soll.

Sein Herausforderer, der aus ­Womelsdorf stammende Heiko ­Becker, holte nur zwei von elf Kommunen: Seinen Wohnort Kreuztal und seine Heimatgemeinde Erndtebrück. Aber selbst dort war es ein ganz enges Rennen. Mit nur 45 Stimmen Vorsprung, oder einem Prozentpunkt verwies er den Wahlsieger Volkmar Klein an der Eder auf den zweiten Platz. In Kreuztal waren es 383 Stimmen oder etwas mehr als zwei Prozentpunkte.

Insgesamt schaffte es der Nachfolger von Willi Brase, ähnlich wie schon sein Vorgänger, immerhin durchschnittlich vier Prozent mehr zu holen als die SPD, aber Becker ist dennoch enttäuscht. Er weiß am Wahlabend noch nicht, ob er nicht doch über die NRW-Landesliste und ein Überhangmandat in Berlin einzieht.

Neuausrichtung der SPD mit Martin Schulz

Zum Ende der Großen Koalition in Berlin hat Becker eine klare Meinung: „Ich finde es richtig. Bei einem Bundeskanzler muss man wissen, wohin er will. Das war bei Angela Merkel nicht immer der Fall.“ Außerdem hofft Becker auf eine Neuausrichtung der SPD - allerdings unter einem Parteivorsitzenden Martin Schulz. „Wir müssen uns wieder mehr auf die sozialdemokratischen Werte besinnen.“

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