Kreisstraßen-Ausbauprogramm

Kreisstraße 40 in Bad Berleburg ab Oktober wieder befahrbar

Die Kreisstraße 40 kann im Oktober wieder befahren werden. Dann sind die Bachlauf-Durchlässe in die Straße eingearbeitet und die Feinschicht kann aufgebracht werden.

Die Kreisstraße 40 kann im Oktober wieder befahren werden. Dann sind die Bachlauf-Durchlässe in die Straße eingearbeitet und die Feinschicht kann aufgebracht werden.

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Christianseck.  Die Menschen in Christianseck und auf Hof Teiche warten schon sehnsüchtig darauf.

Seit April ist die Kreisstraße 40 für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Das soll sich aber schon bis spätestens Mitte Oktober ändern. Roland Gieseler vom Landesbetrieb Straßen.NRW geht im Gespräch mit der Redaktion davon aus, dass die letzten Arbeiten jetzt zügig abgeschlossen werden können.

Bachdurchlässe einbauen

Für die Anwohner in Christianseck und auf Hof Teiche wird dann der Verkehr wieder ordnungsgemäß und ohne leidige Umleitungen fließen können. Für Nachfragen hatte gesorgt, dass die eigentlich bereits wieder passierbare Straße im April für Arbeiten erneut gesperrt wurde. „Hintergrund ist, dass wir Durchlassbauwerke einbauen müssen“, erläutert Giesler. Gleich mehrere dieser brückenähnlichen Betonkonstruktionen wurden in die Straßentrasse eingelassen, damit Bäche durchgeleitet werden können. Dafür wurden auch die Straßen mehrere Meter tief wieder aufgebaggert. Allerdings sei dafür keine Asphalttragschicht zerstört worden, so Gieseler weiter. „Wir hatten ja eine Winterbaustelle und deshalb haben wir die Straße aus Sicherheitsgründen bereits mit einer Tragschicht versehen. Die Stellen für die Durchlässe wurden dabei aber ausgespart und aufgeschottert“, erläutert der Fachmann.

Klare Vorgaben

Auch die Frage, warum es solch große Bauwerke sein müssen, kann Gieseler erklären: Es seien schlicht die Vorgaben der Naturschutzbehörden. Die schrieben die Abmessungen und auch den Belag des Bodengrundes des Bachlaufes mit Steinen vor. Vorteil: Neben der ausreichenden Dimensionierung für das Wasser können auch Amphibien auf diese Weise gefahrlos unter der Straße hindurchkriechen.

Die Sanierung der maroden Kreisstraße 40 hatte in der Planungsphase 2017 für Schlagzeilen gesorgt, weil der Fahrbahnverlauf zum Schutz eines gigantischen Ameisenhaufens verschwenkt werden muss. „Da hatten wir eine besonders schwierige Situation“, gibt Gieseler zu: Auf der einen Seite der Ameisenhaufen, auf der anderen das Naturschutzgebiet Menerbachtal. Am Ende siegte der Ameisenstaat. Die Straße wurde um einen halben Meter Richtung Talseite verschoben.

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