Gesundheit

Kunsttherapeutin richtet sich ihre neue Kreutter-Küche ein

Die langjährige Kunsttherapeutin Angelika Kreutter (67) vom Dödesberg möchte in ihrer neuen Artpraxis Menschen Lebensqualität vermitteln. Hier ist die "Kreutter-Küche" der Behandlungsraum.

Foto: Christoph Vetter

Die langjährige Kunsttherapeutin Angelika Kreutter (67) vom Dödesberg möchte in ihrer neuen Artpraxis Menschen Lebensqualität vermitteln. Hier ist die "Kreutter-Küche" der Behandlungsraum. Foto: Christoph Vetter

Bad Berleburg.   Kunsttherapeutin Angelika Kreutter möchte mit besonderen Methoden Menschen Lebensqualität und ein optimiertes Stress-Management vermitteln.

Sind Sie eine Zauberin? Noch bevor Angelika Kreutter diese Frage mit einem entschiedenen „Nein“ beantwortet, muss Sie darüber herzhaft lachen. „Keine Zauberin, aber vielleicht eine Art Hebamme, die dem Potenzial, das in jedem Menschen steckt, zum Vorschein verhilft“.

Langjährige Kunsttherapeutin

Die langjährige Kunsttherapeutin Angelika Kreutter möchte Entspannung und ein besseres Lebensgefühl demnächst Klienten in ihrer neuen Artpraxis vermitteln. „Ich habe mich nun doch entschieden“, so berichtet die Dödesbergerin, „noch eine Weile in Wittgenstein zu bleiben“.

Der geplante Umzug ins Rheinland ist also zunächst verschoben. „Das ist zwar noch nicht ganz abgehakt, aber es besteht noch keine Notwendigkeit, den Dödesberg zu verlassen. Dort kann ich noch in Ruhe alles abwickeln.“

Zwar ist Kreutter seit zwei Jahren Rentnerin, aber von Ruhestand hält sie nichts. „Ich will mein Wissen gerne weitergeben“, begründet sie ihren Schritt in die Selbständigkeit.

Keine Angst mehr vorm Zahnarzt

Bei der neuen Artpraxis (ohne Z), die in der Schloßstraße 5 in Bad Berleburg eingerichtet ist, steht der Name für das Programm; denn Art bedeutet Kunst, und die hat die Therapeutin bekanntlich von ihrem Vater Wolfgang Kreutter in die Wiege gelegt bekommen.

Bei ihren Sitzungen, ob einzeln oder in kleinen Gruppen, benutzt Angelika Kreutter hauptsächlich Methoden aus der klienten-zen­trierten Kunsttherapie. „Dabei begleite, unterstütze und trainiere ich Menschen, die sich eine bessere Stressbewältigung wünschen, Menschen, die Ängste überwinden wollen, egal ob vorm Fliegen, vor dem Zahnarzt oder einer Prüfung,“ erläutert Kreutter und betont, dass Malkenntnisse keineswegs erforderlich sind, zumal sich allein die Vorgehensweise künstlerischer Mittel bedient.

Roter Faden von der Haustür bis in die Praxis

Eine Rolle spielt auch ein roter Wollfaden. Der lenkt Klienten und Besucher von der Haustür durch das verschachtelte Treppenhaus bis in eine, sagen wir „Kreutter-Küche“. Die 67-Jährige nutzt nämlich die bestehende Einrichtung: „Die Küche ist doch überall der Raum für Zuwendung, also auch bei mir.“

Neu in der Artpraxis sind die Methoden aus dem WingWave Training. Das ist ein Kurzzeit-Coaching, bei dem sich nach intensiven Untersuchungen gezeigt hat, dass Redeangst und Lampenfieber in Präsentationssicherheit und Auftrittsfreude umschlagen können. Stichwort Auftritt: Beim so genannten „Wintermärchen“ der deutschen Handballer ist deren Konzentrationskraft durch die WingWave-Methode optimiert worden, nachdem sie an der Sporthochschule Köln erfolgreich getestet worden war.

Angelika Kreutter weiß auch von „großen, heimischen Unternehmen, die ihren Mitarbeitern WingWave-Coaches anbieten, um den Umgang mit Stress zu lernen“.

Positive Rückmeldungen

Von positiven Rückmeldungen aus ihrer Tätigkeit in der Kunst- und Ergotherapie der Fachklinik Hochsauerland in Bad Fredeburg bestätigt, hat sich Angelika Kreutter für diese zusätzliche Behandlungsmethoden in der Artpraxis entschieden. Wer die näher kennenlernen möchte, hat dazu bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 18. November, Gelegenheit. Dann sind die Räume in der Schloßstraße 5 in Bad Berleburg von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

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