Vereinsleben

LandFrauen unterwegs: Dörfertour führt diesmal nach Raumland

70 LandFrauen und Nicht-Mitglieder aus Wittgenstein und dem Siegerland sind bei der nunmehr zehnten Dörfertour der Landfrauen in Raumland unterwegs. Auf der Pfarrwiese gibt es die erste Stärkung.

70 LandFrauen und Nicht-Mitglieder aus Wittgenstein und dem Siegerland sind bei der nunmehr zehnten Dörfertour der Landfrauen in Raumland unterwegs. Auf der Pfarrwiese gibt es die erste Stärkung.

Foto: Ute Schlapbach

Raumland.  Die zehnte Runde geht durchs Kirch- und Schieferdorf. Und die Teilnehmerinnen aus Nah und Fern sind begeistert vom Blick hinter die Kulissen.

„Herzlich willkommen im Kirch- und Schieferdorf Raumland“, begrüßt die Raumländer Ortslandfrau Kathrein Dickel, die zusammen mit ihrer Kollegin Renate Stremmel die zehnte Dörfertour organisiert hat, an diesem Samstagmittag rund 70 LandFrauen und Nicht-Mitglieder aus Wittgenstein und dem Siegerland. Treffpunkt war der Wanderparkplatz an der Eder, auch „Reisegarten“ genannt, direkt am Ederauen-Radweg und unter anderem Start zum Wittgensteiner Schieferpfad, wie Heinz Limper erklärt.

Der Raumländer Ortsvorsteher begleitet die Gruppe bei sonnigem Herbstwetter und informiert an verschiedenen Stellen über Raumland und seine Besonderheiten. Rumilingen, wie es ursprünglich hieß, hat sich im Laufe von über 1200 Jahren beträchtlich entwickelt, hat aktuell rund 1400 Einwohner, ist viereinhalb Kilometer lang und drittgrößtes Dorf der Stadt Bad Berleburg.

Pfarrwiese

Auf der alten Bahntrasse an der Eder entlang geht es mit Halt an alten stillgelegten Stollen und Infos zu den dort wohnhaften Fledermäusen Richtung Pfarrwiese. Das Team vom Gartenbauverein erklärte den Gästen gruppenweise verschiedene Projekte und bietet Apfelwein und Apfelsaft an. Landfrau Rita Klinker von der gleichnamigen Bäckerei hatte Brot und Dips vorbereitet. Gut gestärkt geht’s eine Etage höher weiter mit einem „wunderbaren Blick“ über das ,alte Dorf’ wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Schieferschaubergwerk

Nächstes Ziel: das Schieferschaubergwerk Grube ,Delle’, das zahlreiche Besucherinnen noch gar nicht von innen kannten. Zuvor gibt es kühle Getränke zur Erfrischung. Danach heißt es: „Am besten Jacken anziehen, denn drinnen herrscht das ganze Jahr eine konstante Temperatur von 6 bis 7 Grad.“ Die 1. Vorsitzende des Heimatvereins Schieferschaubergwerk, Jutta Plaschke, Werner Strack und Manfred Bach geben Infos zum Schieferabbau in Raumland, dessen Hauptblütezeit um 1850 mit zwölf Gruben gewesen ist. Jede Besucherin erhält am Ausgang als Andenken ein kleines Schieferherz am Band zum Mitnehmen. „Wie schön!“

Gemeindehaus und Kirche

Jetzt geht es zum Gemeindehaus, wo Raumländer Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausgestellt haben. Schiefer, Holz, Stoff sowie Leinwand und Farbe – ausgesprochen breit die Vielfalt der Materialien, aus denen wunderschöne Exponate entstanden waren.

Die Bonifatius-Kirche gleich nebenan steht natürlich auch auf dem Programm. Dort referiert Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer über die Mutterkirche des oberen Edertals, eine spätromanische, südwestfälische Hallenkirche aus dem 12. Jahrhundert mit einem Glockengeläut von etwa 1350, also einem der ältesten in Westfalen. Die im Chorraum der Kirche freigelegten spätmittelalterlichen Wandfresken interessieren die Frauen ganz besonders, bevor die Gruppe wiederum ein Haus weitergeht.

Rumilingene-Haus

Zum Ende des über dreistündigen Rundganges erwarten die Gäste aus Nah und Fern von fleißigen Helferinnen vorbereitet herbstlich gedeckte Kaffeetische im „Rumilingene“-Haus nebenan. Ein Kuchenbuffet, Schnittchen und der Film „Raumland – ein Dorf zwischen Tradition und Zukunft“ komplettierten den Nachmittag, an dem die Teilnehmerinnen erneut „einiges Interessantes gesehen, erlebt, gehört haben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben