NRW wählt

Landtagswahl: Samir Schneider äußert sich zum Ergebnis

| Lesedauer: 14 Minuten
NRW-Landtagswahlen 2022: Basiswissen auf einen Blick

NRW-Landtagswahlen 2022- Basiswissen auf einen Blick

Jede wahlberechtige Person hat zwei Stimmen: die Erststimme und die Zweitstimme. Wer welche Stimme bekommt, erklären wir im Video.

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Wittgenstein.  In Wittgenstein wird gewählt: Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten Fuchs-Dreisbach und Schneider liefern sich anfangs ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

  • Welche Kandidaten stellen sich bei der Landtagswahl 2022 in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück zur Wahl?
  • Wie sehen die Ergebnisse in Wittgenstein im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2017 aus?
  • Informationen rund um die Landtagswahl in Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück finden Sie hier.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel hat in Nordrhein-Westfalen am Sonntag die Landtagswahl begonnen. Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet. Rund 13 Millionen Menschen sind im bevölkerungsreichsten Bundesland wahlberechtigt. In letzten Meinungsumfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und der SPD mit Spitzenkandidat Thomas Kutschaty ab.

20.15 Uhr: Samir Schneider gratuliert Anke Fuchs-Dreisbach zum Sieg: „Ich gratuliere ihr zu ihrem Landtagsmandat. Es hat sich abgezeichnet, dass ich die Wahl wegen des Trends gegen die SPD im Landtag nicht gewinnen konnte. Aber ich habe immerhin 5 Prozent mehr geholt, als die die SPD im Land. Das und die guten Ergebnisse in Bad Laasphe, Erndtebrück und Kreuztal freuen mich sehr. Vor allem die 45 Prozent in Bad Laasphe sind eine Bestätigung für die gute Arbeit, die wir geleistet haben.“ Er könne sich gut vorstellen, auch für die nächste Wahl zu kandidieren.

20.12 Uhr: Erndtebrück hat gewählt. Während zu Beginn die CDU bei den Zweitstimmen knapp vorn war, siegte am Ende die SPD mit 36,17 Prozent. Die CDU kam auf 36,0 Prozent. Auf dem dritten Platz liegen die Grünen mit 7,74 Prozent.

SPD und Samir Schneider sind enttäuscht

19.54 Uhr: Die SPD ist enttäuscht. Landtagskandidat Samir Schneider hat mit einem Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zu Falk Heinrichs 2017 ein deutlich besseres Ergebnis eingefahren als seine Partei, die erneut über 3 Prozent eingebüßt hat. Aber Ende wird Anke Fuchs-Dreisbach ihr Landtagsmandat behalten.

Ganz anders Anke Fuchs-Dreisbach: „Ich freue mich natürlich sehr. Ich bin jetzt sehr erleichtert. Ich setzte meine Auftrag die ganze Region zu vertreten in den nächsten fünf mit Tatendrang Jahren fort“

19.45 Uhr: In der Edergemeinde geht es langsam in Richtung Endspurt. Lediglich zwei Ergebnisse fehlen noch. Bislang liegt die CDU mit 36,08 Prozent ganz knapp vor der SPD mit 35,37 Prozent. Bei den Erststimmen sieht das nicht ganz so knapp aus: Hier liegt Samir Schneider mit 38,81 Prozent der Stimmen vor der CDU-Politikerin, die derzeit auf 34,28 Prozent in der Gemeinde Endtebrück kommt.

19.43 Uhr: Heimvorteil Schneider: Nach den bislang ausgezählten Bad Laaspher Stimmbezirken liegt Samir Schneider (SPD) mit fast 44 Prozent der Erststimmen vorn. Im Stimmbezirk Oberndorf/Rüppershausen/Amtshausen/Steinbach führt er mit fast 57 Prozent weit vor seiner Mitbewerberin von der CDU, ebenso in Niederlaasphe mit fast 54 Prozent. Und auch bei den Briefwahl-Ergebnissen hat der Sozialdemokrat offenbar die Nase vorn.

Anke Fuchs-Dreisbach äußert sich zu den ersten Ergebnissen

19:37 Uhr: „Ich freue mich sehr, weil ich sehr angespannt war. Es gab viel Zustimmung aber auch Kritik. Aber die Prognosen sehen ja geraden ganz gut aus.“ Auf die Frage, warum Samir Schneider (SPD) bei den in ihrem Dorf abgegeben Stimmen vorn lag, reagiert Fuchs-Dreisbach sehr überrascht: „Er war auch sehr viel unterwegs und sehr, sehr fleißig“

Über ihre Arbeit im Landtag

„Mein großes Ziel von 2017 habe ich erreicht. Ich bin in den Landtag gegangen mit dem Thema bessere Bedingungen für Physiotherapeuten. Bislang mussten die Schüler ja immer Schulgeld bezahlen. Und das war mein Thema. Es muss doch zu schaffen sein, dass das abgeschafft wird. Und seit 1.1.2021 übernimmt das Land das komplette Schulgeld.“

Bad Laasphe: Samir Schneider liegt deutlich vorn

19.22 Uhr: Schneider liegt im Stimmbezirk Oberndorf/Rüppershausen/Amtshausen/Steinbach mit fast 57 Prozent weit vor seiner Mitbewerberin von der CDU.

19.10 Uhr: Nach den bislang ausgezählten Bad Laaspher Stimmbezirken liegt Samir Schneider (SPD) mit fast 42 Prozent Erststimmen vor Anke Fuchs-Dreisbach (CDU).

19.03 Uhr: In der Edergemeinde wurden bereits in fünf Wahlbezirken die Stimmen ausgewertet. Zwar liegt aktuell Samir Schneider mit 39,32 Prozent bei den Erststimmen vorne, bei den Zweitstimmen liegt die SPD jedoch derzeit auf Platz Zwei. Hier konnte die CDU bislang 36,73 Prozent erzielen. Die FDP hingegen erhält bislang nur wenig Stimmen von den Wählerinnen und Wählern. Sie belegt derzeit Platz Fünf in der Edergemeinde.

Bad Laasphe: AfD oft zweistellig

18.55 Uhr: CDU (fast 42 Prozent) vor SPD (fast 29 Prozent) und AfD (fast elf Prozent) – so sieht es im Stimmbezirk Volkholz/Großenbach/Rückershausen/Weide aus.

18.49 Uhr: Nur wenige Minuten später sind die Ergebnisse aus Puderbach sowie Herbertshausen/Laaspherhütte da. In Puderbach liegen CDU und SPD mit über 40 Prozent fast gleichauf, die Grünen landen mit fast neun Prozent auf Platz drei. Und auch in Herbertshausen/Laaspherhütte sowie Hesselbach/Bernshausen dominieren CDU und SPD, die Sozialdemokraten im zweiten Fall sogar deutlich vor der CDU. Zwölf Prozent gehen dort an die AfD.

Die Hochburgen in Bad Berleburg

18.43 Uhr. Mit 50 Prozent in Diedenshausen und 57,6 Prozent in Hemschlar kann die Landtagsabgeordnete Fuchs-Dreisbach (CDU) deutlich punkten. Samir Schneiders (SPD) bestes Ergebnis in Bad Berleburg liegt in der SPD-Hochburg Wingeshausen mit 51,6 Prozent.

Erstes Ergebnis aus Bad Laasphe

18.37 Uhr: Der erste Bad Laaspher Stimmbezirk ausgezählt: Saßmannshausen/Holzhausen/Bermershausen. Hier holt die CDU fast 31 Prozent, gefolgt von der SPD mit 22,5 und der AfD mit rund 21 Prozent. Mit jeweils fast 8,5 Prozent weit abgeschlagen dahinter: FDP und Grüne.

Anke Fuchs-Dreisbach verliert in ihrem Heimatdorf

18.33 Uhr: Anke Fuchs-Dreisbach verliert in ihrem Heimatdorf! Die Ortsvorsteherin von Sassenhausen holt bei den im Ort direkt abgegebenen Stimmen 35,6 Prozent. Samir Schneider von der SPD liegt mit 41,4 deutlich vor ihr. Die Wahlbeteiligung hier lag bei 48,6 Prozent - Die Briefwahlstimmen aus Sassenhausen können aber nicht zugeordnet werden. Auch bei den Zweitstimmen hat die CDU (32,6 %) gegenüber der SPD (39,5%) in Sassenhausen das Nachsehen.

18.26 Uhr: Das erste Ergebnis aus Erndtebrück ist da: Samir Schneider von der SPD holt in Womelsdorf 54,29 Prozent bei den Erststimmen. Und auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD vor der CDU.

18.21 Uhr: Die Ergebnisse aus Richstein liegen vor: Hier gewinnt die SPD mit 37,08 Prozent (Zweitstimmen) vor der CDU und der AfD. Und auch bei den Erststimmen liegt Samir Schneider (SPD) mit 37,36 Prozent vor Anke Fuchs-Dreisbach (35,16 Prozent).

Als die ersten Hochrechnungen gegen 18 Uhr veröffentlicht werden, herrscht Freude vor allem bei Bündnis90/Die Grünen und der CDU. Mit einem kleinen Plus hat die Union das Ergebnis aus 2017. Die Grünen aber sind durchgestartet von knapp 7 auf über 18 Prozent. Sie werden nicht nur das das Zünglein an der Waage sein, sondern ein kräftiges Wort in der Landespolitik mitreden. Im Siegener Lyz feiert Johannes Remmel den gefühlten Wahlsieg. Auf der Stirn von Samir Schneider, Kandidat der SPD im Wahlkreis 127 zeigen sich dagegen Sorgenfalten. Die CDU ist noch nicht eingetroffen.

18.03 Uhr: In den Bad Berleburger Wahllokalen Rinthe und Stünzel sind die Ergebnisse ausgezählt. Weil in beiden Orten jedoch weniger als 50 Wähler ihre Stimme abgegeben haben, wird das Ergebnis im Bezirk 020.1 Hemschlar/Rinthe beziehungsweise im Bezirk 019.1 Weidenhausen/Stünzel gemeinsam verkündet.

18.02 Uhr: Es ist soweit – die Auszählungen beginnen. Bis 18 hatten Bürgerinnen und Bürger am Sonntag Zeit, ihre Stimmen in den Wahllokalen abzugeben.

17.59 Uhr: Der Wirtschaftsinformatiker Andreas Weigel, der in Wilnsdorf für die FDP zur Landtagswahl angetreten war, hat sich ausdrücklich unter anderem beim Erndtebrücker FDP-Bewerber Carsten Weiand bedankt. „Unabhängig davon, wie das Ergebnis ab 18 Uhr ausfallen wird, möchte ich mich persönlich bei allen bedanken, die mich auf dem Weg zu diesem Wahlsonntag unterstützt haben. An erster Stelle gilt mein herzlicher Dank drei besonderen Parteifreunden Guido Müller, Carsten Weiand und Peter Hanke , die mich bei meiner ersten überregionalen Kandidatur sehr intensiv begleitet, unterstützt und beraten haben!“

17.53 Uhr: Der Bad Laaspher Landtagskandidat der SPD, Samir Schneider, über seinen Wahlkampf: „Ich habe über 400 Termine wahrgenommen. Ohne meine starke Familie im Hintergrund hätte ich das nicht geschafft.“

17.11 Uhr: Erste Prognose zur Wahlbeteiligung

Landeswahlleiter Wolfgang Schellen teilte am Nachmittag mit, dass bis 16 Uhr die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens im Durchschnitt bei 53,35 Prozent lag. Die stichprobenartige Umfrage wurde durchgeführt in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der Ruhr.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2017, bei der bis 16 Uhr rund 59 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit in diesen ausgewählten Bereichen geringer, wobei der Anteil der Briefwählerinnen und Briefwähler (2017: 14,2 %) mit rund 27 Prozent höher ist.

Vormittag: Fuchs-Dreisbach und Schneider haben gewählt

Mit Spannung erwarten die Wittgensteiner auch, wie ihre einheimischen Kandidaten abschneiden. Am Morgen um kurz nach 10 Uhr hat die CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach in Wahllokal im Feuerwehrgerätehaus ihres Heimatdorfs Sassenhausen ihre Stimme abgegeben. Begleitet wurde sie von ihrem Mann.

Fast zeitgleich ist auch der aussichtsreichste Herausforderer von Fuchs-Dreisbach an die Urne getreten. Der SPD-Landtagskandidat Samir Schneider kam mit Ehefrau Katja Rother-Schneider und den zwei Söhnen zur Stimmabgabe ins Wahllokal im Städtischen Gymnasium Bad Laasphe.

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen

Sowohl Anke Fuchs-Dreisbach als auch Samir Schneider erwarten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Einzug in den Landtag ebenso wie auch um die Regierungsbildung. Viele Konstellationen sind möglich. Nur eines scheint gewiss, dass die CDU-FDP-Koalition keinen bestand haben wird.

Bevor Fuchs-Dreisbach und Schneider am Abend im Siegener Lyz bei der Wahlparty in der Kreisstadt sein werden müssen sie die Stunden bis zu den ersten Prognosen und Hochrechnungen überbrücken.

Bügeln zur Entspannung

„Ich werde die Zeit sinnvoll nützen und Bügeln“, sagt Fuchs-Dreisbach. Sie ist sich des knappen Rennens durchaus bewusst, aber optimistisch. Auch Samir Schneider strahlt Selbstsicherheit aus, hatte aber im Vorfeld schon von einem engen Rennen mit maximal drei, vier Prozent Unterschied gesprochen.

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Wahlberechtigt im Wahlkreis 127 Siegen-Wittgenstein II sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag volljährig sind, ihren Hauptwohnsitz in Kreuztal, Hilchenbach, Netphen, Wilnsdorf, Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. 2017 waren bei der Landtagswahl in diesem Wahlkreis 101.133 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

Landtagswahl in Siegen-Wittgenstein: Kandidaten und Ergebnisse für den Wahlkreis 127

Bei der Landtagswahl werden entweder direkt im jeweiligen Wahllokal oder per Briefwahl zwei Stimmen abgegeben, die Erst- und die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet, welche Direktkandidaten aus dem jeweiligen Wahlkreis in den Landtag einziehen. Die Zweitstimme zählt für die jeweiligen Parteien und bestimmt damit am Ende die Sitzverteilung im 18. NRW-Landtag.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist in zwei Wahlkreise mit den Nummern 126 und 127 aufgeteilt und stellt demnach zwei Direktkandidaten. NRW ist in insgesamt 128 Wahlkreise aufgeteilt. Zum ersten Mal errechnet sich die Verteilung der Wahlkreise nicht nach der Einwohnerzahl, sondern nach der Zahl der Wahlberechtigten. Das Landeswahlgesetz wurde dafür im Jahr 2020 geändert.

Als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2022 in NRW gehen in Wittgenstein diese Politikerinnen und Politiker ins Rennen (Meldefrist für die Namen der Direktkandidaten war der 17. März):

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis BEISPIEL 111 (Dortmund 1)

Der Wahlkreis Siegen-Wittgenstein umfasst Kreuztal, Hilchenbach, Netphen, Wilnsdorf, Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier 101.133 Wahlberechtigte, von denen 67,53 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidatin wurde bei der Landtagswahl 2017 Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) gewählt.

NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick: So wird gewählt
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Die Wahlbeteiligung in __________ war mit __________ Prozent etwas niedriger als landesweit (65,2 Prozent). Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung in __________ bei __________ Prozent, bei den Kommunalwahlen 2020 hingegen nur bei __________ Prozent.

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