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Lieblingsorte in Wittgenstein: Bastian Grebe stellt sie vor

Das Lichtspiel in den Baumwipfeln, der Frost auf der Wiese und die fließende Bewegung der Eder. Still und doch abwechslungsreich

Foto: Bastian Grebe

Das Lichtspiel in den Baumwipfeln, der Frost auf der Wiese und die fließende Bewegung der Eder. Still und doch abwechslungsreich Foto: Bastian Grebe

Wittgenstein.   Bastian Grebe (14) aus Bad Berleburg zeigt seine Lieblingsorte in Wittgenstein – in der Natur und in der Stadt. Was ihn daran fasziniert. - "Ich drück dich" heißt unsere Serie.

„Ich bin Bastian Grebe und ich mache leidenschaftlich gerne Bilder.“ – So bescheiden stellt sich der Berleburger auf seiner Facebook-Seite vor. Landschaftsaufnahmen dominieren seine Fotoalben. Sie stammen größtenteils aus dem Wittgensteiner Land. Keine Fotos, die mal eben mit der Handykamera und im Automatik-Modus entstanden sind – obwohl die meisten seiner gleichaltrigen Kollegen genau so fotografieren dürften.

Spiegelreflexkamera, zwei Stative, Grau-Filter und verschiedene Objektive stecken in Bastians Kamera-Rucksack. Für passionierte Fotografen gehört das zur Standard-Ausrüstung – für einen 14-jährigen Schüler ist derartig technisches Zubehör eher ungewöhnlich.

Ungeduldig? Nicht immer!

Bastian Grebe, 14 Jahre, geht in die 8. Klasse des Johannes-Althusius-Gymnasiums in Bad Berleburg. „Meine Freunde würden wahrscheinlich sagen, dass ich sehr ungeduldig bin“, erzählt er, während er am Stativ herumschraubt und zum fünften Mal den Auslöser bei Minustemperaturen drückt. „Aber beim Fotografieren bin ich irgendwie immer ganz ruhig.“

Mitten in der Nacht aufstehen, um den besonderen Moment einzufangen, wenn die Sonne aufgeht; den festgefrorenen Raureif an den Grashalmen fokussieren; die rauschende Bewegung der Eder im Bild festhalten. „Wenn man später ein richtig cooles Bild gemacht hat, entschädigt das für alles“, sagt er.

Lieblingsorte unserer Leser in Wittgenstein:

Opa hatte zwar mal eine Analogkamera – so richtig interessant wurde es aber erst mit Benjamin Jaworskyj. Der Abenteuer-Fotograf hat sich auf Landschafts- und Naturfotografie spezialisiert und gibt sein technisches Wissen gern weiter – entweder in Büchern oder Online-Kursen. Auf der Kölner Fotomesse Photokina hat Bastian sein Idol im vergangenen Jahr mal persönlich treffen können.

„Ich habe mir aber auch viele Youtube-Tutorials angeschaut“, sagt Bastian. Was noch hilft: „ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren“. Klar, das Bild wäre im Automatik-Modus zehn Mal schneller abgelichtet. „Aber ich möchte selbst bestimmen können, wie das Bild aussieht, ich möchte es kontrollieren.“

Mittlerweile hat Bastian eine kleine Fangemeinde aufgebaut, mit knapp 200 Gefällt-mir-Angaben auf Facebook und über 500 Abonnenten auf Instagram. Und ein paar Jahre wird er auch noch als Fotograf unterwegs sein...

Lieblingsorte von Bastian Grebe
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