Berleburger Literaturpflaster

Literaturpflaster: Norwegens mystische Landschaft begeistert

Uwe Haßler, Axel Theuer, Rikarde Riedesel, Bettina Born, Bernd Fuhrmann und Hartmut Schneider (von links) bei der Vernissage in der Sparkasse im Rahmen des Literaturpflasters.

Uwe Haßler, Axel Theuer, Rikarde Riedesel, Bettina Born, Bernd Fuhrmann und Hartmut Schneider (von links) bei der Vernissage in der Sparkasse im Rahmen des Literaturpflasters.

Foto: Lisa Klaus / WP

Bad Berleburg.  Die Magie des Nordens präsentiert Naturfotograf Hartmut Schneider im Rahmen des Berleburger Literaturpflaster bei seiner Ausstellung.

Magisch, mystisch und wie verzaubert wirken die norwegischen Landschaften, die Hartmut Schneider mit seiner Kamera festgehalten hat. Der Naturfotograf, gebürtiger Raumländer, ist fasziniert von Norwegen – dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Deshalb finden Schneiders Aufnahmen auch einen Platz in der Berleburger Veranstaltungsreihe Literaturpflaster. Am Dienstag wurden die Fotografien bei einer Vernissage in der Sparkasse vorgestellt.

„Die wunderbare Landschaft macht Norwegen aus“, sagte Bürgermeister Bernd Fuhrmann in der Galerie des Sparkassengebäudes an der Poststraße. Zum Literaturpflaster kommen sonst vor allem Autoren aus dem Gastland – „aber wir haben ja auch Potential vor Ort“, betonte der Bürgermeister mit Blick auf Hartmut Schneider.

65 seiner Aufnahmen zieren jetzt die Galerie der Sparkasse – darauf zu sehen sind neben eindrucksvollen Naturaufnahmen wie vom bekannten Geirangerfjord, dem steilen und schroffen Trollstigen, den Lofoten

oder dem wilden Jotunheimen (in der nordischen Mythologie das Land der Riesen) auch architektonische Einzigartigkeiten: Stabkirchen – Kirchen aus Holz – die wie Gebäude aus Märchenbüchern wirken und neben ihrer ungewöhnlichen Konstruktion auch mit altnordischen Verzierungen und Schnitzereien beeindrucken.

1982 erste Kamera gekauft

Die Ausstellung in der Sparkasse ist Schneiders erste, trotz einer rund 35-jährigen Laufbahn als Naturfotograf. „1982 habe ich meine erste Kamera gekauft, das war eine Minolta XT 7. Die Ausstellung ist schon etwas Besonderes, denn es bedarf einer ganzen Menge Aufwand, eine Ausstellung in einem solchen Rahmen zu veranstalten.

Ohne die Unterstützung wäre das kaum zu schultern gewesen“, macht Schneider deutlich, der mit seinem Freund und Kollegen Uwe Haßler zwei Publikationen, „Wittgensteiner Land – Faszination Natur zwischen Lahn und Rothaargebirge“ sowie „Wittgensteiner Land – Naturimpressionen“ verzeichnen kann. Dazu kommen regelmäßige Vorführungen von Bildervorträgen in Bad Berleburger Kliniken. Zusätzlich ist Schneider seit 2004 Mitgestalter des Sparkassen-Bildkalenders.

Norwegen in allen Jahreszeiten

Er wollte Norwegen in allen Jahreszeiten erleben und so unternahm er nach Norwegen-Reisen 1987, 1989, 1990, 1997 und 1999 (alle hauptsächlich im Sommer) zwischen 2010 und 2017 insgesamt vier Reisen, in denen er das skandinavische Land neben dem Sommer auch im Frühling, Herbst und Winter fotografieren konnte.

„Am beeindruckendsten ist meiner Meinung nach Norwegen in Frühjahr und Winter. Im Frühjahr gibt es die ersten Blüten, während auf den Bergen noch der Schnee liegt, dazu die klare Luft – das sind beeindruckende Erlebnisse gewesen“, erinnert sich Schneider. Dies ist auch auf den Bildern in der Sparkasse zu sehen: Eindrucksvolle Landschaften mit grünen Wiesen oder bedeckt mit Schnee – die jahreszeitliche Vielfalt hat es in die Ausstellung geschafft.

Bilder von Gletschern weisen auf Klimawandel hin

Doch auch die Vergänglichkeit, in diesem Fall verursacht durch den Klimawandel, wird beim Betrachten der Bilder deutlich. „Die Aufnahmen vom Gletscher Briksdalsbreen sind erst vor ein paar Jahren entstanden, aber bis heute sind die Eismassen schon deutlich zurückgegangen“, erklärte Uwe Haßler, der bei der Vernissage die Eröffnungsrede hielt. Auch einigen Besuchern wurden die Veränderungen deutlich, die erstaunt vor den Bildern des Gletschers standen.

Erstaunt von der Schönheit des Landes waren jedoch alle Gäste der Vernissage. „Beeindruckende Aufnahmen“, sagte eine Besucherin, andere verharrten in Stille vor den Fotografien und ließen sich von der vielfältigen Landschaft verzaubern.

„Ich bin vor allem meiner Frau dankbar, dass sie immer viel Verständnis für meine fotografischen Aktivitäten hatte“, richtete sich Schneider in seiner Rede an seine Gattin. Das letzte Mal war er 2016 und 2017 in Norwegen. Der nächste Besuch dort ist noch nicht geplant. „Aber irgendwann bestimmt mal wieder“, ist Schneider überzeugt.

Die Ausstellung läuft bis zum 5. November 2019, der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8.15 - 12.30 Uhr; Mo-Mi. u. Fr. 13.30 - 16 Uhr, Do. 13.30 - 19 Uhr. Freier Eintritt.

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