Fotografie

Matthias Mehnerts Kunst, den Augenblick einzufangen

Matthias Mehnert hat eine ganz besondere Bindung zu seinen Ausstellungsstücken.

Matthias Mehnert hat eine ganz besondere Bindung zu seinen Ausstellungsstücken.

Foto: Bastian Grebe

Bad Berleburg.   Fotograf aus Siegen stellt Portraitfotos in Bad Berleburg in der Reihe „Kunst-Stückchen“ der in der Villa am Rathauspark in Bad Berleburg aus.

„Tausende von Fotos haben für die Grundlage meiner Porträtfotografie gesorgt, die heute ein Ziel hat: Menschen so abzubilden, wie sie mir am besten gefallen – freundlich, lächelnd, heiter.“ Mit diesen Worten eröffnete Fotograf Matthias Mehnert die Vernissage „Augenblick Mal – Porträt-Fotografie – meist heiter“, eine Veranstaltung aus der Reihe der „Kunst-Stückchen“ der Wittgensteiner Kunstgesellschaft in der Villa am Rathauspark.

Spiegelungen

Für einige Tage zeigt der Künstler Bilder aus vielen Jahren seiner Schaffenskraft, die bereits in den 50er Jahren seinen Anfang nahm. Er beschreibt die Entwicklung seiner Bilder von damals bis heute. Einige sind Selbstporträts, die in unterschiedlichen Situationen entstanden sind. Mehnert arbeitet teilweise mit Spiegelungen, die den Betrachter vor das Problem stellen: Was ist links, was ist rechts? Alle seine Fotografien haben für ihn eine besondere Bedeutung, da sie ihn viele Monate und Jahre seines Lebens begleitet haben. Jedes Bild zeigt einen einzigartigen Moment.

Der Künstler umgibt sich im privaten Bereich ständig mit seinen Bildern. „Nur Bilder, die meine Wohnzimmer- oder Treppenhauskontrolle positiv durchlaufen haben, sind für mich ausstellungsreif“, erklärt Mehnert schmunzelnd.

Wie ein Jäger auf dem Ansitz

Mehnert vergleicht sich mit einem Jäger auf dem Ansitz. Seine Kamera begleitet ihn auf all seinen Wegen. Seine Bilder sind meist Resultate aus langem Beobachten. Mit der Kamera am Auge wartet er auf den günstigsten Augenblick. In allen Situationen des Lebens sucht er nach der richtigen Perspektive. Der Fotograf setzt dabei bewusst auf wenig Bildbearbeitung. Er nutzt die Unschärfe mancher Bilder und setzt sie ein, um einen weicheren Effekt zu erzielen. Es geht ihm ums Gesicht in der Kunst.

„Die Kunst ist es, den Augenblick einzufangen, den es nur einmal gibt“, so Mehnert. Trotz dieser Einzigartigkeit des Augenblicks ist er ein großer Befürworter der digitalen Fotografie. Er sieht hierin einen großen Vorteil: „Die modernen Kameras bieten mit ihrer Möglichkeit, sofort Ergebnisse zu kontrollieren, eine große Entscheidungshilfe.“

Die ausgestellten Fotografien sind überwiegend im Naturzustand, nur wenige haben kleine Bearbeitungen erhalten. Hierbei handelt es sich um die ältesten Exemplare in der Ausstellung, da die Abzüge abfotografiert werden mussten.

Die Kunst ist ernst

Mehnert berichtet außerdem darüber, wie er zu seiner Passion gekommen ist. Bei der Suche nach Porträts in der Kunst fand er überwiegend ernste Darstellungen. Ihm ist es besonders wichtig, die lächelnden, heiteren und realen Menschen abzubilden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben