Politik

Mitarbeiter und Know How sind Steiners Erfolgsrezept

Marc Steiner (r.), Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Steiner Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundenministerium für Wirtschaft und Energie Heiko Becker, SPD-Bundestagskandidat

Marc Steiner (r.), Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Steiner Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundenministerium für Wirtschaft und Energie Heiko Becker, SPD-Bundestagskandidat

Foto: Bernd Weide

Schameder.   „Die Vielfalt der weltweit erfolgreichen Firmen aus Südwestfalen ist immer wieder überraschend.“

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„Die Vielfalt der weltweit erfolgreichen Firmen aus Südwestfalen ist immer wieder überraschend.“ Dieses Fazit zog Dirk Wiese (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, nach einem Besuch der Firma Steiner im Industriegebiet Jägersgrund. Begleitet wurde Wiese bei seinem Besuch von SPD-Bundestagskandidat Heiko Becker.

Das mittelständische Familienunternehmen Steiner, seit Firmengründung 1951 ansässig in Erndtebrück und seit den 1970er Jahren auch in Williamstown in USA, stellt hauptsächlich hochspezialisierte Kondensatorfolien für die Elektroindustrie her. Anwendungen finden diese unter Weltraumbedingungen im Hochvakuum bedampften Folien in aller Welt und zunehmend gerade dort, wo es um wichtige Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien, den Ausbau der Stromnetze oder die Elektromobilität geht.

„Wir bedienen diese Märkte ganz bewusst vom Standort Deutschland aus, denn hier haben wir unser Know-how mit unserem eigenen Maschinenbau und einem unserer beiden Forschungs- und Entwicklungszentren selbst in der Hand“, erläuterte Geschäftsführer Marc Steiner beim Betriebsrundgang. „Dazu die enge Verbundenheit mit den Mitarbeitern, die dieses Know-how tragen und deren Verbindung zum Unternehmen auch deshalb nicht selten ein ganzen Erwerbsleben lang andauert. Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit Tradition sind wir eng mit der Region und ihren Menschen verbunden, und wir denken, planen und handeln auch deshalb eher in Generationen als in kurzfristigen Quartalsberichten.“

Trotzdem gilt es gerade auch für einen renommierten und weltweit erfolgreich agierenden Mittelständler wie Steiner, die technologische Führerschaft immer wieder neu zu beweisen, und nachhaltig zu sichern, insbesondere auch im Hinblick auf die Schlagworte „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“.

Genau hier setzt laut Staatsekretär Wiese deshalb die Unterstützung der Bundesregierung an, Wirtschaft und Wissenschaft über Innovationscluster besser miteinander zu vernetzen. Darüber hinaus hat das Bundeswirtschaftsministerium eine pragmatische Förderung der Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen der mittelständischen Unternehmen über Steuererleichterungen in Höhe von rund einer Milliarde Euro pro Jahr angestoßen.

Heiko Becker sieht zudem im neuen Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 an der Uni Siegen eine wichtige Unterstützung für die Unternehmen in der Region. Diese hätten so die Möglichkeit, vor Ort und mit jungen Wissenschaftlern aus der Region das Zukunftsthema „Digitalisierung“ anzupacken. Den Breitbandausbau in diesem und im nächsten Jahr begrüßt Becker: „Damit gehen wir endlich den ersten Schritt. Unser Ziel muss aber die Datenautobahn im Gigabit-Bereich sein, bis spätestens 2025.“

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