Wiederaufbau

Nach Großbrand: Ayurveda-Center bald in der Baumrainklinik

Es ist, wie es ist: Der Schaden ist Realität, der Mut der Hotel-Besitzerin zum Wiederaufbau allerdings auch. 

Es ist, wie es ist: Der Schaden ist Realität, der Mut der Hotel-Besitzerin zum Wiederaufbau allerdings auch. 

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Berleburg.  Nach dem Brand im früheren „Westfälischen Hof“ in Berleburg mietet die Besitzerin des Wellness-Hotels nun Räume an. Vertrag mit VAMED liegt vor.

Der Betrieb des „Ayubowan Ayurveda Centers“, der bis zum Brand Mitte Mai im früheren „Westfälischen Hof“ an der Astenbergstraße lief, geht wohl ab 1. Juli in Räumen der Baumrain-Klinik weiter.

Auf dem Tisch liegt ein Mietvertrag mit dem Klinik-Betreiber VAMED, früher Helios, den Karin Bultink als Besitzerin des Wellness-Hotels jetzt wohl auch unterzeichnen wird. Für dieses Provisorium habe sie jetzt auch grünes Licht von ihrer Versicherung bekommen, so Bultink im Gespräch mit unserer Zeitung.

Vorbereitungen für Umzug laufen

Fast vier Wochen ist der Brand nun her. Wie geht es Karin Bultink und ihrem Team heute? „Uns geht’s gut“, sagt die Hotel-Besitzerin – „weil ich hoffe, dass ich mit meinem Optimismus alle angesteckt habe. Wenn die Führung den Kopf nicht hängen lässt, ziehen die anderen mit. Der Großteil des Teams hält weiter zusammen.“

„Ich mache mit Ayurveda weiter“, gibt sich die 66-jährige Geschäftsfrau nach wie vor entschlossen. Sie und ihr Team bereiten gerade den Wechsel in die neuen Räume vor. In der Baumrain-Klinik am Lerchenweg habe VAMED gerade einen ganzen Trakt freigezogen, freut sich Bultink riesig: „Gebäude E, eigener Zugang, Parkplätze – alles ist da.“ Und nach hinten hinaus biete sich Gästen „ein wunderbarer Blick in die Natur“. Jedes Zimmer habe Balkon.

Bis zum 1. Juli werde sie das ganze Equipment aus dem Ayurveda-Center, das den Flammen damals nicht zum Opfer gefallen ist, in die neuen Räume bringen. Sie habe versucht, für ihr Ayurveda-Center in der Klinik „eine identische Fläche anzumieten“ – mit Zimmern für Gäste ebenso wie für Meditation, Yoga, Speiseräume, Küche, Büro.

Nach Angaben von VAMED-Sprecherin Antje Gröpl-Horchler habe man Bultink die Räume für Gäste, Behandlung und Verwaltung auf zwei ehemaligen Klinik-Stationen über zwei Etagen hinweg anbieten können. Es fehlten jetzt nur noch die Unterschriften für den Mietvertrag. Eine vorübergehende Unterbringung von Mitarbeitern aus dem Center-Team sei auch weiterhin möglich. „Wir sind heilfroh, dass es so ist, wie es ist“, ist Bultink erleichtert.

Mit dem Abriss der vom Brand betroffenen Gebäudeteile werde begonnen, sobald der Statiker sage, in welchem Umfang dies nötig sei, so Karin Bultink. Unterdessen prüfe die Versicherung, inwieweit sie für den Wiederaufbau einstehe.

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