Historisches

Neues Heft zum Lebenswerk von Heimatforscher Eberhard Bauer

Wo jetzt der Schriftleiter des Wittgensteiner Heimatvereins, Dr. Ulf Lückel, flankiert vom Vereinsvorstand sitzt, hat Eberhard Bauer fast ein halbes Jahrhundert im Archiv geforscht. Von links: Heinrich Imhof, Hans Petry, Bernd Stremmel, Henning Graf von Kanitz, Otto Marburger, Bernd Geier von Salisch und Ekkehard Feuring.

Foto: Christoph Vetter

Wo jetzt der Schriftleiter des Wittgensteiner Heimatvereins, Dr. Ulf Lückel, flankiert vom Vereinsvorstand sitzt, hat Eberhard Bauer fast ein halbes Jahrhundert im Archiv geforscht. Von links: Heinrich Imhof, Hans Petry, Bernd Stremmel, Henning Graf von Kanitz, Otto Marburger, Bernd Geier von Salisch und Ekkehard Feuring. Foto: Christoph Vetter

Wittgenstein/Bad Laasphe.   Der Wittgensteiner Heimatverein würdigt den langjährigen und verdienten Forscher einer ganzen Region: Eberhard Bauer (†). Mit einem neuen Beiheft

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Zum ersten Mal seit 25 Jahren hat der Wittgensteiner Heimatverein wieder ein Beiheft herausgegeben. Es widmet sich einer Persönlichkeit, die ein halbes Jahrhundert die Wittgensteiner Heimatgeschichte akribisch erforscht und viel für das Fürstliche Privatarchiv auf Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe geleistet hat.

Bei der Präsentation in der Rentkammer Wittgenstein fragt der Vorsitzende des Wittgensteiner Heimatvereins, Otto Marburger, suggestiv: „Wer sollte und konnte diese für die Zukunft wichtige, schwierige Aufgabe übernehmen, wenn nicht Eberhard Bauer? Für ihn war das Archiv über fast fünf Jahrzehnte lebendiger Forschungsort. Als Erhalter, Sachwalter und Garant der Sammlung betreute Eberhard Generationen von Forschern und regte sie an, die bedeutende Geschichte der Region aus den Quellen ins Licht der Öffentlichkeit zu tragen.“

Signierte Ausgaben

Gern hätte Marburger dem im Sommer verstorbenen Weggefährten das erste Exemplar „seines Lebenswerkes“ selbst überreicht. In Erinnerung an den verdienten Vorkämpfer gab er die ersten, von ihm signierten Hefte an seine Vorstandskollegen, denen Bauer ein väterlicher Freund und Mentor in der Heimatforschung geworden war.

Mit der Post ist ein Beiheft an Andreas Krüger, Bauers Schwiegersohn, gegangen. Der hat nämlich, wie Otto Marburger verriet, „die Mühen der Vollendung dieser großartigen Arbeit und die Abschrift des handschriftlichen Manuskripts auf sich genommen.“ Dr. Ulf Lückel hat als Herausgeber der Publikation die Form gegeben und einige Ergänzungen und Abbildungen hinzugefügt.

Eine wahre Fundgrube

Das alles hat dieses Beiheft auf fast 80 Seiten zu einer wahren Fundgrube für die weiteren Forschungen über die Akten und Urkunden der Herrschaften Wittgenstein und Hohenstein gemacht. Vertrieben wird es über die Sparkasse Wittgenstein und die Volksbank Wittgenstein sowie im örtlichen Buchhandel.

In lockerer Runde erinnerte Forstdirektor Henning Graf von Kanitz an „meine täglichen Kontakte mit Eberhard Bauer und die unsäglichen Bedingungen im ehemaligen Archiv. Dahin kam man im Schloss über den Rosengarten hinunter ins Verlies.“

Luftentfeuchter lief den ganzen Tag

Schmunzelnd wusste der Graf auch zu berichten, dass damals „der Luftentfeuchter literweise das Wasser aus den dicken Schlosswänden gesogen habe. Diese Umstände sind mit dem Archiv-Umzug 2003 in die Rentkammer Geschichte. Dort sind die Räumlichkeiten effektiver und haben vor allem, wie Graf Kanitz betonte, „einen menschenwürdigen Arbeitsplatz“.

Auch der Historiker Dr. Ulf Lückel blickt dankbar auf seine Zusammenarbeit mit Bauer zurück: „Ich habe ihn oft traktiert: Schreib deine Schloss-Memoiren auf!“ Aber erst vor gut einem Jahr habe Bauer damit begonnen und hat „dann irre viel geschrieben“ – auf Schreibmaschine, teilweise handschriftlich.

Zur Druckreife gebracht

Diese Arbeiten haben dann An­dreas Krüger in einem ersten Durchgang und Dr. Ulf Lückel in zwei weiteren Durchgängen zur Druckreife gebracht. „Eberhard hat sein Lebenswerk eigentlich autorisiert“, so Dr. Lückel. „Wir haben alle unsere Spezialgebiete, Eberhard Bauer wusste alles.“

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