Kirchenkreis

Neues Team im Jugendreferat in Wittgenstein

Der Kirchenkreis Wittgenstein hat einen neues Team im Jugendreferat. Franziska Heß (22) und David Seyfried (38) wurden von Superintendent Stefan Berk (vorne), Jörn Dickel (Gemeindepädagogischer Arbeitskreis/ hinten links) und Reinhard Stolz (Jugendreferat/ hinten rechts) vorgestellt

Der Kirchenkreis Wittgenstein hat einen neues Team im Jugendreferat. Franziska Heß (22) und David Seyfried (38) wurden von Superintendent Stefan Berk (vorne), Jörn Dickel (Gemeindepädagogischer Arbeitskreis/ hinten links) und Reinhard Stolz (Jugendreferat/ hinten rechts) vorgestellt

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Berleburg/Wittgenstein.   Ein Auswärtiger und eine Einheimische – das Eigengewächs und der Sachse, dessen Frau den Ausschlag für die Bewerbung nach Wittgenstein gab.

Mit David Seyfried und Franziska Heß hat der Evangelische Kirchenkreis Wittgenstein jetzt die neue Doppelspitze im Jugendreferat vorgestellt und eine einjährige Vakanz beendet. Mit dieser Personalie verbunden ist auch ein neues Konzept. Tragende Säulen sind ein Auswärtiger und eine Einheimische – das Eigengewächs und der Sachse, dessen Frau den Ausschlag für die Bewerbung nach Wittgenstein gab.

Superintendent Stefan Berk war sehr froh, dass er am Donnerstag mittag die beiden Jugendreferenten vorstellen durfte. „Die Besetzung dieser Stelle stellte sich als nicht einfach dar, weil wir wie alle anderen unter Fachkräftemangel leiden“, so Berk. Eine erste Ausschreibung im Januar hatte bereits einmal zum Ziel geführt. Nur konnte die Anwärterin die Stelle wegen einer Erkrankung nicht mehr antreten. Die zweite Ausschreibung folgte im Mai und erreichte ihr Ziel in Gütersloh.

David Seyfried

David Seyfried war hier acht Jahre lang als Gemeinschaftspastor einer Evangelischen Gemeinschaft tätig - bis seine Frau die Stelleausschreibung in der Hand hielt. „Sie kennt Wittgenstein sehr gut. Sie arbeitet im Archiv der Landeskirche in Bielefeld und ist dort auch für den Bereich Siegen-Wittgenstein zuständig“, erklärt der 38-Jährige, auf welchen verschlungenen Wegen es ihn nach Wittgenstein geführt hat. Ursprünglich stammt er aus dem Zittauer Gebirge in der Nähe der polnischen Grenze und ist in Karl-Marx-Stadt - dem heutigen Chemnitz - aufgewachsen. Mit seiner Frau hat Seyfried bereits eine Tochter und weiterer Nachwuchs steht bevor. Die Familie wohnt zur Zeit in Bad Berleburg und will langfristig nach Girkhausen ziehen.

Das freut den Kirchenkreis. Wie Superintendent Berk sagt, war man sich schnell mit dem neuen leitenden Jugendreferenten einig. Wenn er am 15. Oktober seine Arbeit aufnimmt, wartet allerdings schon die erste Dienstreise auf ihn. Zusammen mit Berk geht es drei Tage später zur Vorbereitung des Young Ambassadors Programms nach Kentucky in den USA.

Dieses traditionelle Austauschprogramm wird künftig eines der wichtigen Aufgabenfelder von Seyfried sein, zusammen mit der Familienarbeit. Die sei in der Vergangenheit etwas zu kurz gekommen. Darauf freut sich auch Jörn Dickel als Vorsitzender des Gemeindepädagogischen Arbeitskreises im Kirchenkreis. Er setzt auf neue Impulse bei der Arbeit im Bereich Kindergottesdienst, Konfirmandenarbeit und Kindergärten. Aus seiner Arbeit in Gütersloh, bringt der neue Jugendreferent diese Fähigkeiten und Erfahrungen mit.

Wichtig ist dem Kirchenkreis aber auch die Doppelspitze. „Wir können jetzt im Gespann arbe

iten. Diese Idee hatten wir vor Jahren schon, konnten sie aber nicht umsetzen“, formuliert es Berk. Der Hintergrund ist, dass der Austausch zwischen den beiden Jugendreferent ganz wichtig sei. „Zwei sind mehr als zwei Einzelne“, sagt Berk und weiß, dass hinter den beiden pädagogischen Vollzeitstellen auch eine große Anzahl von Ehrenamtlichen steht, die Unterstützt werden müssen.

An dieser Stelle betont Berk auch die enorme Leistung aller in dem Jahr der Vakanz nach dem Ausscheiden von Thomas Lindner. „Dieses Level hätten wir ohne die Ehrenamtlichen nicht halten können.“

Franziska Heß

Anteil daran hat auch Franziska Heß (22), die jetzt die zweite hauptamtliche Stelle besetzt und im zurückliegenden Jahr neben ihrem Studienabschluss bereits im Jugendreferat gearbeitet hat. „Franzi ist unser Eigengewächs, die wollten wir uns nicht entgehen lassen“, sagt Berk. Und die Schwarzenauerin ist auch glücklich: „Ich bin jetzt in der Jugendarbeit, für die mein Herz schlägt.“ Die 22-Jährige ist tatsächlich vom Ehrenamt ins Hauptamt hineingewachsen. „Meine Leidenschaft habe ich der Lukas-Gemeinde entdeckt. Dann habe ich mein Anerkennungspraktikum im Kirchenkreis gemacht und in Bochum Gemeindearbeit studiert.“ Als dann im vergangenen Jahr nach dem Ausscheiden von Thomas Lindner die Vakanz auftrat, hat Heß mit anderen zusammen Verantwortung übernommen und nebenbei auch ihre Bachelorarbeit fertig geschrieben.

Während David Seyfried mit seinem Alter und seiner Familienerfahrung speziell die Familienarbeit betreut wird Franziska Hess ihre Fähigkeiten und Erfahrungen bei der Jugendbibelwoche, der Arbeit mit Jugendlichen oder den Freizeiten einbringen können. So ergänzen sich beide.

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