Pfingstbaum steht im Mittelpunkt

Hesselbach.  Pfingstbaum und Maibaum – gibt es da überhaupt einen Unterschied? Der liegt vor allem im Namen. Beide lassen sich wohl auf denselben Ursprung zurückführen und sind mit einer Vielzahl von Bräuchen verknüpft, die sich von Region zu Region unterscheiden können. In Hesselbach pflegt die Bevölkerung den Brauch des Pfingstbaum-Aufstellens.

Pfingstbaum und Maibaum – gibt es da überhaupt einen Unterschied? Der liegt vor allem im Namen. Beide lassen sich wohl auf denselben Ursprung zurückführen und sind mit einer Vielzahl von Bräuchen verknüpft, die sich von Region zu Region unterscheiden können. In Hesselbach pflegt die Bevölkerung den Brauch des Pfingstbaum-Aufstellens.

Leider gibt es keine schriftlichen Belege darüber, seit wann man im Dorf einen Pfingstbaum aufstellt. Vermutet wird, dass dies zum ersten Mal in den 1920er Jahren geschehen ist. Heute steht die Dorfjugend Hesselbach mit ihren 70 aktiven Mitgliedern als Garant für die Beibehaltung dieses Brauchtums. In früheren Jahren wurde der Baum aus dem Wald „entwendet“, das ist heute nicht mehr der Fall.

Ab Spritzenhaus durch die Zuschauer

Vor vier Wochen erhielten die Hesselbacher Mädchen und Jungen ganz offiziell aus dem Bad Laaspher Stadtforst einen rund 30 Meter langen Baum zur Verfügung gestellt, der nach dem Schlagen entastet und geschält wurde. Am Pfingstsamstag trugen die männlichen Mitglieder der Dorfjugend das gewichtige Objekt dann schließlich vom Lagerplatz am Spritzenhaus aus zum vorgesehenen Standort in die Dorfmitte – vorbei an zahlreichen Zuschauern, darunter die neue heimische CDU-Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach.

Aufstellen nur mit Muskelkraft

Das Aufstellen erfolgte allein mit Muskelkraft unter Einbeziehung von gebundenen Fichtenstangen. Zusätzlich wurde der Baum mit zwei Fichtenkränzen geschmückt, an der Krone flattern nun grün-weiße Bänder. Beim Aufstellen rückten die Stangen immer weiter von der Baumspitze Richtung Baumende vor, bis der Stamm, vom Beifall der Dorfbevölkerung und ihrer Gäste begleitet, senkrecht im Ständer stand. Dies war auch der Startschuss für ein geselliges Miteinander, das am Pfingstsonntag mit einem Frühschoppen fortgesetzt wurde und einen Tag später mit einem Gottesdienst im Festzelt ausklang.

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