Energie & Umwelt

Photovoltaik-Anlage für Wabach-Sportpark

Über die Produktionsmöglichkeiten der Erndtebrücker Eisenwerke ließen sich die Mitglieder der Bad Laaspher Energiegenossenschaft kompetent informieren.

Über die Produktionsmöglichkeiten der Erndtebrücker Eisenwerke ließen sich die Mitglieder der Bad Laaspher Energiegenossenschaft kompetent informieren.

Foto: WP

Bad Laasphe/Erndtebrück.   Die Bad Laaspher Energie-Genossenschaft engagiert sich weiter für Projekte vor Ort. Und besichtigt die Erndtebrücker Eisenwerke.

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Die Energiegenossenschaft Bad Laasphe, die bisher die Photovoltaik-Anlage auf dem Städtischen Gymnasium (100 kW) und auf der Kläranlage Feudingen (15 kW) betreibt, kündet stolz ihr drittes Photovoltaik-Projekt an: Auch der Wabach-Sportpark in der Lahnstadt bekommt eine PV-Anlage. Der Nutzungsvertrag wurde mit dem Förderverein Sportpark Wabach abgeschlossen. Für eine einmalige Vergütung darf die Genossenschaft die Module auf das Dach legen. Mit dem Geld kann der Verein die sportliche Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fördern sowie die Attraktivität des Stadiongeländes steigern.

Wenn nach 20 Jahren die EEG-Förderung ausläuft, geht die Anlage in den Besitz des Vereins über, der damit dann weiter Strom für den Eigenbedarf oder den Verkauf produzieren kann. Aktuell wird an der Ausarbeitung der Anlagenspezifikationen gearbeitet, so dass bald die Belegung des Daches beginnen kann.

Führung duch die Produktion

Die Mitglieder der Genossenschaft sind aber nicht nur in Bad Laasphe aktiv: Nach der Besichtigung des Biomasseheizkraftwerks in Schameder im Februar folgten die Genossen jetzt der Einladung zu einer Führung im Erndtebrücker Eisenwerk (EEW). Dort wurde die Produktion von längsnahtgeschweißten Stahlrohren besichtigt. Von der Anlieferung über die Verarbeitung bis zur Auslieferung wurde die Produktion der gewaltigen Stahlrohre erläutert. Spektakulär war die gewaltige Biegepresse, die das Material in eine runde Form bringt. Dass nach dem anschließenden Schweißen runde Rohre mit höchster Präzision entstehen, schien noch zuvor schier unmöglich. Die entstehenden Produkte dienen unterschiedlichsten Verwendungszwecken. Neben Leitungs- und Prozessrohren für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie entstehen vor Ort auch Teile für Plattformen, die in Bohrplattformen oder Umspannstationen für Offshore-Windparks verbaut werden.

Route 57 unverzichtbar

Bei der Betriebsführung wurde auch die Verkehrsanbindung des Wittgensteiner Landes thematisiert. Zahlreiche Schwierigkeiten in der An- und Ablieferung der Materialien gebe es für das Werk in Erndtebrück. Insbesondere im Zusammenhang mit den nächtlichen Schwertransporten komme es am heimischen Standort zu großen Problemen. Deswegen sei die Route 57 unverzichtbar. Die Verkehrsproblematik sei da und entwickele sich zunehmend zu einem signifikanten Wettbewerbsnachteil, verdeutlichte die EEW-Marketingverantwortliche, Melissa Saßmannshausen, die Lage.

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