Verkehrskontrolle

Polizei kontrolliert getunte Autos in Bad Berleburg

Tuningkontrolle in Bad Berleburg

Tuningkontrolle in Bad Berleburg

Foto: Lisa Klaus / WP

Bad Berleburg.  Polizeibeamte ziehen in Bad Berleburg Autos aus dem Verkehr und kontrollieren sie. Worauf sie dabei achten und was beim Tuning erlaubt ist.

Aufmerksam stehen die Polizeibeamten am Straßenrand und ziehen mit geschultem Blick Autos aus dem Verkehr, lassen die Motorhauben öffnen und überprüfen die Fahrzeuge eingehend. Dieses Bild zeigte sich am Donnerstagnachmittag in Bad Berleburg an der B480, direkt hinter dem Ortsausgang in Richtung Raumland. „Wir überprüfen in unregelmäßigen Abständen schwerpunktmäßig getunte Fahrzeuge“, bestätigte Michael Zell, Polizeisprecher, den Einsatz in Bad Berleburg als Tuning-Kontrolle.

„Es ist nichts gegen Tuning einzuwenden, wenn es sich im gesetzlichen Rahmen bewegt“, betont Zell. Aber ob dem auch so sei, müsse überprüft werden. Im Zeitraum vom 16. Juni bis zum 19. Juli wählten die für die Überprüfung abgestellten Beamten eigenständig Zeitpunkt und Orte für die Kontrolle aus.

„Dass das auch in Bad Berleburg stattgefunden hat, ist eigentlich ein Zufall. Die Beamten suchen sich dafür neuralgische Punkte aus“, erklärt Zell. Aus dem Verkehr werden dann Fahrzeuge gezogen, die optisch auffällig sind. „Die Beamten, die sich an der Kontrolle beteiligen, kennen sich dann auch mit der Thematik sehr gut aus und interessieren sich oft selbst für Motorsport und Fahrzeuge“, sagt Zell.

Einsatzkräfte kennen sich in der Szene aus

Zudem kennen sich die Einsatzkräfte oftmals in der Tuning-Szene aus und kennen auch die Personen aus der Szene. Typischerweise würden VW Polo und Golf oft getunt und dementsprechend auch verstärkt kontrolliert.

Während einige Hersteller bereits ein Tuning anbieten, ist dies jedoch nicht sehr individuell. Beliebt ist zum einen die Optik, wenn es ums Tuning geht. Los geht es dabei schon bei einer Umlackierung, neuen Felgen, breiteren Reifen oder einem tiefer gelegtem Wagen. Möglich ist auch ein Eingriff in die Elektronik – durch das sogenannte Chiptuning kann die Leistung des Wagens um bis zu 30 Prozent erhöht werden.

Die Umbauten und dazu verwendeten Bauteile müssen entsprechend der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) legal sein, das bedeutet: Das Tuning muss immer in einer amtlich genehmigten Bauart ausgeführt werden. Wenn die Teile wesentlichen Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben und den Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen könnten, sind sie nicht erlaubt.

Tuning muss überprüft werden

Änderungen am Fahrzeug muss der Halter überprüfen lassen: „Die Abnahme ist von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr [...] durchführen zu lassen“, heißt es in der StVZO.

Geschieht dies nicht oder werden bei der Abnahme Veränderungen festgestellt, die den Verkehr gefährden oder das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtern, wird die Betriebserlaubnis ungültig – ohne die darf das Fahrzeug nicht im Straßenverkehr bewegt werden. Und wenn ein solches Fahrzeug bei einer Kontrolle wie der in Bad Berleburg am Donnerstag erwischt wird, droht ein Bußgeld.

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