Partnerschaft

Polnische Freunde sind an Wisentprojekt interessiert

Die Netphener nahmen eine delegation aus ihrer polnischen Partnerstadt Zagan am Bobr-Fluss mit in die Wisent-Wildnis am Rothaarsteig.

Die Netphener nahmen eine delegation aus ihrer polnischen Partnerstadt Zagan am Bobr-Fluss mit in die Wisent-Wildnis am Rothaarsteig.

Foto: Stadt Netphen

Wingeshausen/Netphen.   „Unsere polnischen Freunde waren begeistert, das Programm ist sehr gut angekommen“, berichtet Netphens Bürgermeister Paul Wagener.

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Eine mehr als 50-köpfige Delegation aus der Nachbarkommune Netphen und deren Partnerschaftsverein aus dem polnischen Zagan am Bobr-Fluss stattete der Wisent-Wildnis am Rothaarsteig am Pfingstsonntag einen Besuch ab.

„Unsere polnischen Freunde waren begeistert, das Programm ist sehr gut angekommen“, berichtet Netphens Bürgermeister Paul Wagener.

Bürgermeister Paul Wagener führt polnische Gäste durch das Wisent-Revier

Klaus Brenner vom Vorstand des Wisent-Vereins nahm die große Delegation aus Nethpen und Zagan mit Bürgermeister Paul Wagener an der Spitze am Vormittag in Empfang. Mit einem rund halbstündigen Vortrag führte er die Gäste in der Wisent-Hütte in das einzigartige Artenschutz-Projekt, seine Geschichte und den jetzigen Stand ein. Auch die Probleme wurden natürlich nicht verschwiegen.

Nach einer kleinen Stärkung in der Wisent-Hütte ging es dann in die „Wisent-Wildnis am Rothaarsteig“, auf die rund drei Kilometer lange Runde. „Auch die Wisente zeigten sich den Besuchern an diesem sonnigen Tag in aller Pracht.“ Bei seiner rund eineinhalbstündigen Führung durch die „Wildnis“ vertiefte Klaus Brenner die Informationen zum Artenschutz-Projekt und beantwortete zahlreiche Fragen der sehr interessierten Gästedelegation.

In Warschau wird das internationale Zuchtbuch für Wisente geführt

„Für unsere polnischen Freunde war insbesondere die Beziehung des Wisent-Projekts im Rothaargebirge zur Universität Warschau sehr interessant“, erläutert Paul Wagener. Denn in Polen wird das internationale Zuchtbuch für Wisente geführt. Polen und Deutsche ziehen deshalb auch beim hiesigen Wisent-Projekt an einem gemeinsamen Strang. Spannend war für die Polen auch zu hören, dass gerade vor wenigen Tagen vier Wisent-Bullen aus dem Besucherareal die Reise nach Rumänien angetreten hatten und dort gesund angekommen sind. Dort legen sie mit anderen Artgenossen den Grundstein für eine weitere frei lebende Population.

Der Netphener Bürgermeister resümiert: „Unsere polnischen Gäste waren sehr angetan davon, was der Wisent-Verein geleistet hat, wie das Projekt vermarktet wird und wie viele Besucher zu den Wisenten kommen.“

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