Winzerfest

Probier-Reise durch die Weinberge von Berghausen

Die drei Weinköniginnen Anna Schöneborn, Jette Fischer und Leonie Dreisbach (von links) verteilen auf dem Winzerfest in Berghausen Probierschlücke der Weine.  

Die drei Weinköniginnen Anna Schöneborn, Jette Fischer und Leonie Dreisbach (von links) verteilen auf dem Winzerfest in Berghausen Probierschlücke der Weine.  

Foto: Mark Simon Wolf

Berghausen.  Beim zweiten Winzerfest nehmen drei Höfe teil. Live-Sängerin Ariane Petruc sorgt für gute Atmosphäre.

Selbst der Himmel hatte an diesem Samstagabend Erbarmen mit den Berghäusern: Das zweite Winzerfest des Schützenverein Berghausen fiel nicht wie befürchtet wegen der schlechten Witterungsverhältnisse ins Wasser, sondern bestach neben strahlenden Sonnenschein auch mit herausragendem Ambiente und edlen Tropfen. Auf insgesamt drei Höfen präsentierten die Weingüter Lawall-Stöhr, Bergdolt-Reif & Nett und Heidhof ihre wunderbaren Traubensäfte.

Punkten konnte der Schützenverein besonders mit der Maßnahme, ein besser abgestimmtes Konzept als noch bei der ersten Ausgabe im Jahr 2017 anzubieten. Diesmal bestand für die rund 500 Gäste, die über den Samstag und Sonntag verteilt den alten Dorfkern Berghausens besuchten, die Möglichkeit, gleich mehrere Weinproben mitzumachen. Fanden die Verkostungen 2017 noch zeitgleich auf fünf Höfen statt, entschieden sich die Verantwortlichen in diesem Jahr für eine zeitversetzte Probe.

Ambiente mit Liebe zum Detail

Los ging es zum Beispiel um 18 Uhr mit dem Weingut von Lawall-Stöhr. Claudia Stöhr, die zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn das Weingut im rheinhessischen Heimersheim führt, schlenderte vergnügt zwischen den unter einem Carport aufgereihten Bänken und Tischen hindurch, beriet und versorgte die Gäste. Mit viel Liebe zum Detail hatte der Berghäuser Schützenverein die drei Ausschank-Plätze hergerichtet. Hier mal ein Heu-Sofa oder ein Zelt im herbstlichen Erntedankfest-Flair, dort ein übergroßes Weinfass mit Sitzgelegenheiten. Als kulinarische Ergänzung zu den weißen, roten oder roséfarbigen Weinen reichten die Winzer zünftige Wurst- und Käseteller – ganz im Stile einer echten Brotzeit.

„Aus der Hölle“ – oder weiter

War die erste Probe vorbei, konnten die Gäste entweder bei dem Bewährten bleiben – zum Beispiel bei Stöhrs weißen Burgunder „aus der Hölle“ – oder zu Sigrid Conrad und ihrem Mann vom Weingut Heidhof rübergehen. Der Berghäuser Roger Wahl steht mit seinem Familienbetrieb seit rund 30 Jahren in Kontakt und schwört auf die Weine aus dem Mosel-Anbaugebiet. „Wir decken damit immer unsere Kunden ein und auch die sind immer sehr begeistert“, erläuterte Wahl. Als Conrad von der Idee des Schützenvereins hörte, war sie auf Anhieb begeistert. „Die Idee, in einer Bierregion ein Winzerfest zu veranstalten, fanden wir sehr gut. Da wir Menschen mit Weinen begeistern können, haben wir die Einladung als Herausforderung gesehen“, scherzte Conrad.

Die dritte Station gab es bei Katja Nett, die das pfälzische Weingut Bergdolt-Reif & Nett vertrat. Sie hat sich besonders die Huldigung des Rieslings auf die Fahnen geschrieben und pries den Wein „Glaube/Liebe/Hoffnung“ an.

Wuselnde Weinköniginnen

Der absolute Andrang entwickelte sich ab 21 Uhr, als auch die Live-Sängerin Ariane Petruc aus Kreuztal zwei Auftritte hinlegte. Dann wuselten auch die drei Weinköniginnen Anna Schöneborn, Jette Fischer und Leonie Dreisbach durch das dichte Gedränge. Die drei Jungschützinnen machten jeweils Werbung für ein Weingut und verteilten zwischendurch Probierschlücke. Und wer gar nichts mit den feinen Tropfen der Winzer anfangen konnte, der fand sich zwischen Nett und Conrad am Bier-Rondell wieder.

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