Feuerwehr-Einsatz

Raumland: Birke reißt Stromkabel nieder – ein Brand entsteht

Den Einsatzkräften gelingt es, alle Gebäude und Autos, die auf einem Gelände nahe des Brandortes stehen, vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen.

Den Einsatzkräften gelingt es, alle Gebäude und Autos, die auf einem Gelände nahe des Brandortes stehen, vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen.

Foto: Matthias Böhl

Raumland.  Einsatz bei Raumland: Heruntergerissene Freileitung kokelt auf dem trockenen Erdboden. Kräfte verhindern Übergreifen des Feuers auf Häuser.

Der Beobachtungsgabe eines Traktorfahrers und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass es am Samstagmorgen bei einem Feuer in Raumland mit etwa 5000 Euro nur zu einem geringen Sachschaden kam.

Gegen 11.15 Uhr war der Landwirt aus Hemschlar mit seinem Traktor auf der Bundesstraße B 480 unterwegs. „Auf einmal habe ich Funken bemerkt und dachte zunächst, dass das vom Auspuff des Traktors kommen würde“, berichtet er vor Ort. Dann jedoch, so erzählt er weiter, habe er relativ schnell gesehen, dass der Rauch oberhalb der B 480 aus einem Böschungsbereich aufsteigt. Geistesgegenwärtig ruft der Landwirt die Feuerwehr und informiert den Bewohner des unmittelbar angrenzenden Hauses, auf dessen Gelände sich auch mehrere Werkstatt-Gebäude befinden.

Gefahr für die Feuerwehr - Versorger muss Leitung stromfrei schalten

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß: Das Feuer ist kein üblicher Flächenbrand. Ausgelöst wurde es vielmehr durch eine Birke, die auf eine angrenzende Stromleitung gestürzt war und sie zu Boden gerissen hatte. Da das Kabel weiter unter Strom stand, kokelte es auf einer Länge von mehreren hundert Metern auf dem Boden – überall dort, wo es Kontakt zur Erde hatte. Für die anrückenden Feuerwehren zunächst ein gefährliches Hindernis – erst muss die Leitung stromfrei geschaltet werden. Bis dies durch den Energieversorger dann auch geschah, bauen die Kameraden der Wehren aus Raumland, Hemschlar und Bad Berleburg zunächst eine Wasserbarriere auf, um angrenzende Wohnhäuser vor einem Brand zu schützen.

Nach Abschalten der Leitung gehen die Kameraden zudem unter schwerem körperlichen Einsatz mit Hacken und Schaufeln den gesamten Weg des kokelnden Bodens entlang und lockern das Erdreich auf. Parallel dazu löschen weitere Feuerwehrleute alle Glutnester ab.

Polizei leitet Verkehr an der Einsatzstelle vorbei

Nach mehreren Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Der Feuerwehr ist es gelungen, alle Gebäude und Autos, die auf dem Gelände standen, vor einem Übergreifen zu schützen. Während des Einsatzes leitete die Polizei den Verkehr auf der B 480 einspurig an der Einsatzstelle vorbei.

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