Bad Berleburg feiert

Schatztruhe voller Juwelen im Naturparkzentrum Bad Berleburg

Hier wird kein Band durchschnitten: Barbara Dienstel-Kümper, Andreas Bernshausen, Andreas Müller und Bernd Fuhrmann sägen sich durch den Stamm.

Hier wird kein Band durchschnitten: Barbara Dienstel-Kümper, Andreas Bernshausen, Andreas Müller und Bernd Fuhrmann sägen sich durch den Stamm.

Foto: Hans Peter Kehrle

Bad Berleburg.  Das vierte von sechs Besucherzentren des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge ist eröffnet. Aber es gab mehr Grund zum feiern in Bad Berleburg.

Freud und Leid liegen an diesem Tag dicht beieinander: Nur zwei Sorten von Menschen können sich am Sonntag über das Wetter freuen: Land- und Forstwirte. Der Regen und die Kälte können die langanhaltende Dürre etwas mildern. Zugleich aber hält das nasskalte Wetter viele Besucher vom traditionsreichen Wittgensteiner Erntedankfest und den Berleburger Brotmarkt fern.

Besucherinteresse

Dass es trotzdem viele fröhliche Gesichter gibt, liegt neben der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises an die Stadt Bad Berleburg vor allem auch an der Einweihung des neuen Besucherzentrums des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge im neu gestalteten Foyer des Bad Berleburger Bürgerhauses. „Bad Berleburg ist als viertes von insgesamt sechs dieser Besucherzentren unter großem Besucherinteresse eröffnet worden. „Ich bin ein wenig befangen, aber gleich doppelt stolz“, begrüßte Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann in Doppelfunktion die vielen Menschen. Fuhrmann ist nicht nur Hausherr, sondern auch Vorsitzender des Naturparkes. Gemeinsam mit der 2. Vorsitzenden Barbara Dienstel-Kümper, dem Landrat des Kreises Siegen-Wittgestein, Andreas Müller, und Andreas Bernshausen als Geschäftsführer der BLB-Tourismus GmbH durchschnitt Fuhrmann diesmal kein Band. Zum Naturpark passend sägten alle vier einen Baumstamm durch. Dieses kleine Detail fügt sich harmonisch in die Ausrichtung des Besucherzentrums ein, das Menschen und Natur zusammenbringen will.

Größter Park in NRW

Dienstel-Kümper freute sich für „den jüngsten aber größten Naturpark in NRW“ über das Besucherzentrum und die Schatztruhe, die sechs Juwelen des Naturparkes beinhaltet und bewirbt: Die Wisentwildnis in Wingeshausen, den Waldskulpturenweg, das Naturschutzgebiet Hörre mit dem Raumländer Schieferpfad, den Kyrill-Pfad bei Schanze, den Kahlen Asten und das Schloss Berleburg. „Wald, Wandern und Wildnis werden hier zum Dreiklang“, sagt Dienstel-Kümper um noch schnell die Wirtschaft hinzuzufügen. Den Bad Berleburg habe auch starke Wirtschaftsunternehmen. Die treten als Sponsoren auf und haben sich stark für die Neugestaltung des Bürgerhauses eingesetzt, das jetzt Tourist-Information, Naturpark-Zentrum und auch Tagungsstätte in einem ist. Am Tag des Erntedankfestes kamen deshalb auch viele, um sich vor allem das barrierefreie, lichtdurchflutete Foyer anzuschauen. Allerdings wären es bei besserem und wärmerem Wetter sich noch mehr Menschen gewesen.

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