Bildung

Schüler gründen Zeitung am Städtischen Gymnasium Bad Laasphe

| Lesedauer: 4 Minuten
Die junge Redaktion der Schülerzeitung des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe im Grünen Klassenzimmer mit Ideengeberuin Ina Wickel (14) in ihrer Mitte. 

Die junge Redaktion der Schülerzeitung des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe im Grünen Klassenzimmer mit Ideengeberuin Ina Wickel (14) in ihrer Mitte. 

Foto: Lars-Peter Dickel / WP

Bad Laasphe.  Sie wollen recherchieren, schreiben und fotografieren. Am Städtischen Gymnasium entwickelt sich etwas. So entsteht eine Schülerzeitung.

Das hat es am Städtischen Gymnasium Bad Laasphe noch nicht gegeben: Kalender mit Kunstwerken oder das Jahrbuch sind Traditionen dieser Schule, aber eine Schülerzeitung gibt es nicht. Noch nicht. Und das hat vor allem mit Ina Wickel zu tun. Die habe ich als Redakteur der Tageszeitung in der Schule besucht.

Die Ideengeberin

Die 14-Jährige hat schon immer gerne geschrieben, erklärt sie. Und schon im vergangenen Jahr schlummert in ihrem Kopf die Idee, eine Schülerzeitung zu gründen. Aber die Corona-Pandemie hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt hat die Gymnasiastin einen neuen Anlauf unternommen und gleich eine ganze Reihe Mitstreiter gefunden.

+++ Schülerzeitung aus Olpe ausgezeichnet

+++ Der tägliche Griff zur Zeitung

„Ich habe mit meiner Geschichtslehrerin gesprochen und mir eine Stunde frei genommen“, berichtet Ina Wickel. Dann ist sie durch die anderen Klassen getourt und hat gefragt, wer Lust hat, mitzumachen. Vor allem in den fünften Klassen haben ganz viele Schülerinnen und Schüler aufgezeigt. Inzwischen sind mehr als ein Dutzend Schülerinnen und ein Schüler dabei. Die Jungs sind also in der Unterzahl. Aber viel wichtiger war Ina Wickel diese Erkenntnis: „Ich finde Schreiben interessant und ich bin nicht die einzige Schülerin, die so empfindet“.

+++ Karrierestart bei der Schülerzeitung

Unterstützung vom Klassenlehrer

Unterstützung erhält die Ideengeberin der Schülerzeitung aber nicht nur von ihren Mitschülern. „Mein Klassenlehrer Frank Oldeleer ist begeistert: „Ich werde unterstützen, wo ich kann“, sagt der.

Weil die frisch gegründete Redaktion aber bislang noch keine Erfahrung hat, holt sich Ina Wickel mit Frank Oldeleer Hilfe von der Westfalenpost.

In einem Klassenraum versammeln sich die Schüler. Mit Kreide schreiben sie Fragen auf die große Tafel. Fragen, die ich als Redakteur beantworten soll. Die Nachwuchsjournalisten sind gut vorbereitet. Und viele der Fragen sind gar nicht so einfach zu beantworten. Es geht um die Suche nach den richtigen Themen, darum, wie man einen Text schreibt oder eine Überschrift findet. Und ganz viele Fragen kreisen auch um das Thema Fotos.

Themen finden sie auf dem Schulhof

Ein Tipp vorweg: Sie haben es etwas einfacher, als eine Tageszeitung. Sie kennen die Mädchen und Jungen – ihr Publikum – sehr genau: Es sind ihre Mitschüler und auch die Lehrer. Um die Themen zu finden, müssen sie ihren Freunden auf dem Schulhof nur genau zuhören. Worüber sprechen die, was finden sie gut, was ist doof? Darüber sollen sie sich schlau machen, recherchieren und schreiben. Ganz wichtig ist auch, dass sie gemeinsam in der Redaktionskonferenz über diese Themen sprechen oder auch diskutieren, welche Geschichte wo in der Schülerzeitung auftauchen soll.

Wichtig ist auch, dass sie mit möglichst vielen Schülern und Lehrern sprechen, um sich ein Bild zu machen. Gut sind auch Umfragen – zum Beispiel, ob es neue Sportgeräte geben soll oder, ob der Schulhof gut gestaltet ist. Dann schreiben die Mädchen und Jungen auch über das, was alle am Städtischen Gymnasium interessiert.

Tipps für Schüler-Reporter

Beantwortet in Euren Texten die W-Fragen: Wer hat was, wann, wo und wie gemacht? Ergänzen könnt Ihr das mit zwei weiteren W-Fragen: Warum ist etwas passiert? Und welche Folgen hat dies für andere?

Wenn Ihr Fotos von Menschen – zum Beispiel Euren Gesprächspartnern – macht, dann müsst Ihr sie fragen, ob Ihr das Foto auch verwendet dürft.

Wenn Ihr über etwas berichtet, dass euch jemand erzählt hat, dann müsst Ihr prüfen, ob das auch stimmt – zum Beispiel, in dem Ihr andere Menschen dazu befragt.

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