Jahreshauptversammlung

Schützenverein Berleburg hat Hoffnung auf Normalität

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Die Hauptleute blicken zuversichtlich in die Zukunft. Von links: Günther Strack (3.), Christian Hainbach (1.), Michel Hildebrandt (2.)

Die Hauptleute blicken zuversichtlich in die Zukunft. Von links: Günther Strack (3.), Christian Hainbach (1.), Michel Hildebrandt (2.)

Foto: Emma Rothenpieler / WP

Bad Berleburg.  „Wir haben Hoffnung, dass das Vereinsleben wieder in Fahrt kommt“, drückt es Christian Hainbach, 1. Hauptmann des Schützenvereins, am Samstag aus.

Gemeinschaft, Solidarität, Tradition, Freundschaft, Harmonie: All diese Komponenten sind seit 1838 im Schützenverein Bad Berleburg fest verankert — und auch durch eine hartnäckige Pandemie nicht kaputt zu machen. Das zeigte sich auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Traditionsvereins auf dem Schützenplatz, die in diesem Jahr coronabedingt unter freiem Himmel stattfand — begleitet von Sonnenschein und klangvoller Untermalung des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Netphen.

Vereinsleben kam fast zum Erliegen

„Wir haben Hoffnung, dass das Vereinsleben wieder in Fahrt kommt und etwas Normalität zurückkehrt“,

drückt es Christian Hainbach, 1. Hauptmann des Schützenvereins, am Samstag aus. Sowohl im vergangenen als auch in diesem Schützenjahr sei das Vereinsleben nahezu zum Erliegen gekommen. Kein Kartoffelbraten, kein Oberstadtfest, keine Berleburger Wiesn — kein Schützenfest. Sämtliche Feste und Veranstaltungen sind ins Wasser gefallen. Doch die gute Nachricht: „Der Verein hat die Corona-Pandemie unbeschadet überstanden“, verkündet Hainbach freudig.

Kleine Höhepunkte

Trotz aller Ausfälle lassen sich in den Jahren 2020 und 2021 kleine Highlights verzeichnen: Zum Beispiel die Zapfenstreiche auf dem Dach der Sparkasse, die unsere Odebornstadt in feierliche Stimmung hüllten. Geschäftsführer Christoph Bald erinnert sich außerdem an zahlreiche blau-gelb geschmückte Gärten rund um die Schützenfest-Zeit dieses und des vergangenen Jahres — und lobt den Zusammenhalt und die Treue aller Schützenschwestern- und Brüdern. 2022 soll das Vereinsleben sich, wenn möglich, aber nicht mehr nur im kleinen Kreise abspielen, sondern wieder in geselliger Runde — denn genau diese Geselligkeit ist es, wofür der Traditionsverein seit eh und je steht.

+++ „Nullinzidenz“ stößt auch bei Schützen auf Zurückhaltung.

Blick in Zukunft - Verein ist vorbereitet

„Es gilt nun, den Blick nach vorn zu richten“, bringt es Geschäftsführer Bald auf den Punkt. So soll es im kommenden Jahr für den Schützenverein mit Hoffnung und einer großen Portion Optimismus wieder bergauf gehen. Aktuell arbeite der Vereinsvorstand an diversen Lösungen, um für das kommende Schützenjahr gewappnet zu sein. Geplant sei laut Thomas Bald, Leiter des Bauausschusses, eine Erneuerung der Wasserversorgung in den Kompaniezelten auf dem Schützenplatz, damit entsprechende Hygiene-Konzepte durchgesetzt werden können. Ein konkreter Plan für die Durchsetzung von Veranstaltungen stehe bisher aber noch nicht — der Verein warte auf Auflagen des Gesetzgebers. Trotz aller Unwägbarkeiten fühlen sich die drei Hauptmänner — Christian Hainbach (1.), Michel Hildebrandt (2.) und Günther Strack (3.) — auf jegliche Szenarien vorbereitet.

+++ Führungswechsel in der 1. Kompanie.

Musikprogramm für 2022 steht

„Lasst uns die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam bewältigen“, zeigt sich Christian Hainbach motiviert. Ähnlich drückt es auch Bad Berleburgs Ortsvorsteherin Ulla Belz aus: „Wir werden das gemeinsam schaffen. Es hat Ideen und Bemühungen gegeben und auch die Mitglieder sind dem Verein treu geblieben.“ Sollte im kommenden Jahr ein Schützenfest stattfinden, dann mit noch vielfältigerer musikalischer Untermalung als gewohnt. Denn: Alle gebuchten Musiker für die ausgefallenen Schützenfeste werden 2022 übernommen, so Thorsten Rothenpieler, Leiter des Musikausschusses.

Wahlen und Ehrungen

Günther Strack wurde als 3. Hauptmann wiedergewählt. Ebenso wiedergewählt wurde Stephan Lemmen als Beisitzer der 3. Kompanie im geschäftsführenden Vorstand.

Ehrenmitgliedschaft für herausragendes Engagement: Günther Hövelmann, Michael Klingspor, Gerhard Leser, Hans-Jürgen Kargl

25 Jahre Mitgliedschaft: Alexander Bald, Dorothee Braun, Jürgen Brück, Sabine Dahm, Rolf Dickel, Patrick Dragun, Klaus Dreisbach, Jörg Fischlein, Achim Friedrich, Andreas Gücker, Andreas Hirschhäuser, Reiner Hirschhäuser, Sabrina König, Bettina Martini, Ricardo Martini, Nicolle Möhn, Hans Jürgen Müller, Florian Pfeil, Marcus Preis, Pierre Rothstein, Petra Schabel, Jens Schmitt, Jürgen Spies, Bernhard Thole, Michaela Treude

40 Jahre Mitgliedschaft: Petra Becker, Aleksandar Bikar, Ulrich Birkelbach, Christiane Bredenig, Volker Brune, Hanno Dietrich, Thomas Dörr, Gabriele Gillner, Udo Grebe, Dieter Kalkbrenner, Edgar Klinkert, Wolfgang Kloos, Stephan Krämer, Uwe Lauber, Rainer Münker, Klaus-Rainer Pfaff, Hans-Ulrich Rehberg, Juliane Rother, Wolfgang Seibel, Klaus-Georg Weber, Erich Wüstenfeld

50 Jahre Mitgliedschaft: Heini Benfer, Horst Bettelhäuser, Heinz Engelbarth, Günter Hövelmann, Hans-Jürgen Kargl, Michael Klingspor, Gerhard Leser, Karl-Heinz Niem

60 Jahre Mitgliedschaft: Klaus Adler, Heinrich Dörr, Achim Harth, Karl-Heinz Patt, Werner Rath, Waldemar Sauer, Werner Strack

70 Jahre Mitgliedschaft: Werner Schneider

Offiziell verabschiedet wurden die Kompanieführer Peter Mengel (1. Kompanie) sowie Karl Heinz Schlaf und Heiko Schachtschneider (3. Kompanie), die als Team fungierten.

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