Umwelt & Verkehr

Sebastian-Kneipp-Straße: Stadt nimmt Falschparker ins Visier

Blick in die Sebastian-Kneipp-Straße: Gleich gegenüber der Wohnanlage gilt ein Halteverbot, damit im Notfall die Feuerwehr durchkommt.

Blick in die Sebastian-Kneipp-Straße: Gleich gegenüber der Wohnanlage gilt ein Halteverbot, damit im Notfall die Feuerwehr durchkommt.

Foto: Eberhard Demtröder

Bad Laasphe.  Anlieger der Sebastian-Kneipp-Straße in Bad Laasphe: Eng wird’s nur unter bestimmten Umständen. Tipp für Autofahrer: Auch mal zu Fuß gehen.

Parken an der Sebastian-Kneipp-Straße in der Bad Laaspher Kernstadt – zumindest zeitweise scheint das ein Problem zu sein. Dabei sorgen gleich mehrere Einrichtungen im Umfeld für einen gewissen Parkdruck.

Wenn das Hotel „Am Fang“ gut belegt sei, zugleich an der Wohnanlage Lahnblick mit ihrem beliebten Gesundheitszentrum viel los sei und dann auch noch Oberstufen-Schüler des nahen Städtischen Gymnasiums ihr Auto in der Kneipp-Straße abstellten, „dann führt das hier schon zu Engpässen“, sagt Margit Haars, Leiterin des August-Hermann-Francke-Hauses für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Gastronomen sehen keine Probleme

Zum Glück gibt es für Mitarbeiter der Einrichtung 15 Stellplätze auf eigenem Gelände, zu erreichen von der Kurstraße aus. Die aber werden demnächst wohl kurzfristig wegfallen, wenn auf dem Areal der Neubau des Francke-Hauses entsteht. „Dann müssen sich unsere Mitarbeiter auch anderswo einen Parkplatz suchen“, fürchtet Haars. Zumindest, bis der Umzug in den Neubau vollzogen ist und der Altbau anschließend einem neuen Parkplatz weicht.

Das Hotel „Am Fang“ im Höhenweg hat für seine Gäste auch eine ganze Reihe Parkboxen zur Sebastian-Kneipp-Straße hin reserviert. Mitarbeiter des Hotels können sich aber nicht erinnern, dass es dort mit dem Parken einmal gravierende Probleme gegeben habe. Wenn das Hotel allerdings ausgebucht sei, könne es passieren, dass Gäste ihren Wagen auch einmal am Straßenrand abstellten.

Womöglich ganz leicht umzusetzen

Ein Problem mit den Parkplätzen „sehe ich überhaupt nicht“, sagt Michael Leismann, Pächter der Berghütte zur Teufelskanzel ganz oben an der Sebastian-Kneipp-Straße – obwohl er „laufend darauf angesprochen“ werde. Sicher: Gelegentlich werde es mit den Parkplätzen mal eng, doch das störe ihn und seine Gäste nicht, betont er. Vielmehr sollten es die Autofahrer doch einfach „in Kauf nehmen, dass man mal ein paar Meter läuft“ bis zum Ziel.

In der „Wohnanlage Lahnblick“ sind die Wohnungen wie berichtet gut vermietet, die Praxen im Hause bis auf eine ebenso. Und die Diakonie in ihren neuen Räumen samt Sozialstation und Demenz-WG gut im Alltag am neuen Ort angekommen. Was die Parkplätze auf dem eigenen Gelände angehe, so Hans Ulrich Burk von der BG Haus Bauträger GmbH im hessischen Dautphetal als Investor, arbeite man an einer Lösung, habe da mehrere Alternativen im Auge. Gespräche liefen auch mit der Stadt Bad Laasphe. Burk: „Wir werden auf jeden Fall einige Stellplätze dazu generieren.“ Das sei womöglich ganz leicht umzusetzen, wenn man die Parkplatz-Fläche oberhalb der Wohnanlage auf eigenem Gelände neu ordne, so dass hier deutlich mehr Autos als bisher abgestellt werden können.

Mehr Kontrolle, weniger Verstöße

„Dass es im Bereich der Sebastian-Kneipp-Straße in der Vergangenheit immer mal wieder zu Engpässen bei den Parkplätzen gekommen ist“, sei „ein Problem, das der Stadt Bad Laasphe bekannt ist“, erklärt Stadt-Sprecherin Ann Kathrin Müsse. Dazu stehe die Verwaltung „mit dem Investor der ,Wohnanlage Lahnblick’ in einem engen Austausch“.

Zudem kontrollierten „Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes in regelmäßigen Abständen die Parksituation und verwarnen bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung die Fahrzeughalter“. Dabei lasse sich im Übrigen „feststellen, dass die Zahl der Verstöße in den letzten Wochen und Monaten bereits abgenommen hat“.

Stadt: Weitere Möglichkeiten zur Entzerrung begrenzt

Die weiteren Möglichkeiten der Stadtverwaltung, zu einer Entzerrung der Situation beizutragen, sind laut Sprecherin Müsse „leider begrenzt“. Wäre es denn beispielsweise denkbar, die eingerichteten Halteverbote in der Sebastian-Kneipp-Straße gegenüber der Wohnanlage aufzuheben und stattdessen neue Parkboxen zu schaffen? Klares Nein dazu aus dem Rathaus, denn: Die Halteverbote seien „vom Kreis Siegen-Wittgenstein angeordnet wurden, um die Straße im Rettungsfall für Einsatzfahrzeuge freizuhalten“.

Leider besitze die Stadt Bad Laasphe „im besagten Bereich keine weiteren Grundstücke“, so Müsse weiter, so dass „von städtischer Seite dort leider keine zusätzlichen Flächen für Fahrzeug-Stellplätze angeboten oder zur Verfügung gestellt werden“ können. Ob sich eventuell private Flächen einbeziehen lassen, um mehr Park-Platz zu schaffen, das liege natürlich „im Ermessen der Flächeneigentümer“, erläutert Müsse.

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