NRW-Wahl 2017

Kandidatencheck im NRW-Wahlkreis Siegen-Wittgenstein 2

Die Wahlämter in den Rathäusern haben schon geöffnet. Über sie können zum Beispiel die Unterlagen für die Briefwahl beantragt werden. Außerdem informieren die Mitarbeiter über den Ablauf des Wahlverfahrens.

Die Wahlämter in den Rathäusern haben schon geöffnet. Über sie können zum Beispiel die Unterlagen für die Briefwahl beantragt werden. Außerdem informieren die Mitarbeiter über den Ablauf des Wahlverfahrens.

Foto: Dietmar Wäsche

Wittgenstein.   Am 14. Mai haben die Wittgensteiner die Wahl. Im Rennen sind sieben Bewerber um das Direktmandat. Wir stellen sie im Kandidatencheck vor.

Insgesamt sieben Kandidaten stellen sich dem Votum der Bürgerinnen und Bürger im Wahlkreis 127, zu dem auch die drei Wittgensteiner Kommunen Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück gehören.

Neben dem derzeitigen Inhaber des Direktmandats, Falk Heinrichs (SPD), gilt die CDU-Kandidatin Anke Fuchs-Dreisbach aus Sassenhausen als aussichtsreich. Außerdem wollen Björn Eckert (Bündnis90/Die Grünen), Ullrich Georgi (Die Linke) und Manuela Rohde (FDP) möglichst viele Stimmen holen. Erstmals in Wittgenstein dabei sind die Alternative für Deutschland (AfD), die mit dem Pressesprecher der Landespartei, dem Siegener Michael Schwarzer, antritt und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), für die der Elsper Ulrich Wittrin ins Rennen geht.

Allen sieben Kandidaten haben wir sechs Schlagworte bzw. Fragen gestellt, zu denen die fünf Männer und zwei Frauen ihre Gedanken formulieren durften. Hier können Sie die Positionen von sechs Bewerbern vergleichen. Manuela Rohde (FDP) äußert sich weiter unten in einem kompakten Statement zu ihren politischen Zielen und Vorstellungen.

Zitate der Landtagskandidaten:

Weiche Standortfaktoren stärken

„Gute Jobs und eine schöne Natur reichen alleine nicht aus, um junge Menschen und Familien für ein Leben hier vor Ort zu gewinnen. Wir müssen die sogenannten ‚weichen‘ Standortfaktoren, die eine Region attraktiv machen, weiter stärken.“

Falk Heinrichs (SPD) zum Demographischen Wandel

Falk Heinrichs im Internet: www.falkheinrichs.de

Verspargelung nicht richtig

„Unsere schöne Naturlandschaft in Siegen-Wittgenstein mit Windkraftanlagen zu ,verspargeln’ halte ich – bei allen ökologischen Notwendigkeiten – für nicht richtig. Intakte, zusammenhängende Landschaften gilt es zu erhalten und zu schützen.“

Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) zum Thema Windkraft

Anke Fuchs-Dreisbach im Internet: www.ankefuchsdreisbach.de

Route 57 zerstört die Natur

„Ich trete ein für den Erhalt und die Optimierung des bestehenden Straßennetzes und die Nutzung der Potentiale des Fahrradverkehrs. [...] Route 57 lehne ich ab, weil sie die Natur zerstört, die Verkehrsprobleme unserer Region nicht löst.“

Björn Eckert (Bündnis 90/Die Grünen) zum Thema Verkehrsanbindung

Björn Eckert im Internet: www.bjoern-eckert.de

Diskussion über das Leben in 20 Jahren

„Politik muss dringend eine gesellschaftliche Diskussion anstoßen, wie unser Leben in 20 Jahren aussehen soll, wo wir uns mit medizinischen Leistungen versorgen können, wie und von wem wir gepflegt werden wollen, wer nach welchen Kriterien in unserem Land wohnen und arbeiten soll.“

Manuela Rohde (FDP) zum demographischen Wandel

Manuela Rhode im Internet: www.rohde-fdp.de

Integrationshelfer in den Schulen

„Für die Menschen, die bei uns eine Bleibeperspektive haben, muss aber auch von amtlicher Seite mehr getan werden: Sprachkurse, Integrationshelfer in den Schulen, Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung sind erforderlich und müssen von Bund und Land im notwendigen Umfang finanziert werden.“

Ullrich Georgi (Die Linke) über die Integration von Flüchtlingen

Ullrich Georgi im Internet: ullrich.georgi@die-linke-siegen-wittgenstein.de

Unabwendbare Einflüsse auf unsere Kultur

„Die Debatte um die Integration, so wie sie von Linksgrün geführt wird, ist eine moralisierende und rein ideologische; sie blendet sowohl die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung aus wie auch die unabwendbaren Einflüsse auf unsere Kultur und damit unser tägliches Leben.“

Michael M. Schwarzer (AfD) zum Thema Integration

Energiewende ohne Windkraft nicht möglich

„Ohne Windkraft wird die Energiewende nicht möglich sein. Windräder müssen mit Augenmaß und Rücksicht auf Menschen, Flora und Fauna aufgestellt werden.“

Ulrich Wittrin (ÖDP) zur Energiewende und Windkraft

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