Tourismus

Siegen-Wittgenstein: Kreis soll Trekkingplätze beschließen

Der Rothaarsteig ist ein Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Er soll jetzt mit autarken Naturerlebnisangeboten weiter aufgewertet werden um den Tourismus weiter zu stärken.

Der Rothaarsteig ist ein Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Er soll jetzt mit autarken Naturerlebnisangeboten weiter aufgewertet werden um den Tourismus weiter zu stärken.

Foto: Lisa Klaus / WP

Siegen-Wittgenstein.  Möglichkeiten für autarke oder eben auch individuelle „Mikroabenteuer“ sollen den Tourismus im Kreis ankurbeln.

Die FDP-Fraktion des Kreises hat es zuletzt angeregt, jetzt steht die Maßnahme auf dem Plan des Kreistages: Am 2. Oktober soll die „Einrichtung von Trekkingplätzen entlang des Rothaarsteigs im Kreis Siegen-Wittgenstein“ als Maßnahme der touristischen Infrastruktur diskutiert und bei Einigkeit beschlossen werden, in der Folge sollen geeignete Standorte geprüft werden.

„Im waldreichsten Kreis Deutschlands basiert ein Großteil der Freizeit-, Erholungs- und touristischen Angebotspalette auf naturnahen Landschaftserlebnissen, die einen deutlichen Schwerpunkt im wandertouristischen Bereich aufweisen. Im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie haben sich die Wälder in Siegen-Wittgenstein nochstärker zu Rückzugsräumen entwickelt und es war bzw. ist weiterhin eine deutliche Zunahme des Ausflugsverkehrs festzustellen“, wird in der Vorlage für den Kreistag der Sachverhalt erklärt.

Nachfrage nach individuellen Naturerlebnisangeboten angestiegen

Gleichzeitig sei die Nachfrage nach autarken bzw. individuellen Naturerlebnisangeboten angestiegen, so dass sich das Tourismus-Ziel Siegen-Wittgenstein diesem Trend nicht verschließen sollte, heißt es weiter. Bislang fehle es vor allem an Möglichkeiten für autarke oder eben auch individuelle „Mikroabenteuer“, um kurzfristig und kurzzeitig den Alltag hinter sich zu lassen. Die von der FDP-Kreistagsfraktion beantragte Einrichtung von Trekkingplätzen (wir berichteten) könne demnach die Entwicklung eines niederschwelligen kombinierten Wanderangebots bedeuten.

Jedoch: Jüngere Wanderer im Alter bis ca. 30 Jahre sind prinzipiell offener für derartige Angebote, allerdings mache diese Altersgruppe nur etwa zehn Prozent der wanderaffinen Bevölkerung aus“. Je älter die Wanderer sind, desto mehr schächt das Interesse an solchen , alternative Übernachtungsmöglichkeiten ab, wird aus der Vorlage deutlich. Demnach werden ein gewisser Standard der Grundausstattung gefordert, wie Bett, WC, Dusche, fließendes Kalt- und Warmwasser, sowie Strom.

Projekt wird befürwortet

Trotz der Komplexität werde die Initiierung und Realisierung eines entsprechenden Projektes uneingeschränkt befürwortet, weil damit ein wichtiger Impuls für Freizeit, Naherholung und Tourismus verbunden werden könne. Der beantragte Umsetzungszeitraum für das Projekt erscheint aus Sicht der Verwaltung jedoch wenig realistisch.

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