Ausbildung

Siegen-Wittgensteins Landrat: Berufskolleg-Angebot erweitern

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Immobilien sind gefragt – die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder der -kauffrau im Kreis aber auch.

Immobilien sind gefragt – die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder der -kauffrau im Kreis aber auch.

Foto: Hauke-Christian Dittrich

Siegen-Wittgenstein.  Gibt’s bald den neuen Bildungsgang „Immobilienkauffrau/Immobilienkaufmann“ im Kreis? Die Kreisverwaltung schlägt ihn jedenfalls der Politik vor.

Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein soll künftig im Rahmen einer dualen Ausbildung den neuen Bildungsgang „Immobilienkauffrau/ Immobilienkaufmann“ anbieten. Das schlägt die Kreisverwaltung vor. Der Schulausschuss des Kreises wird am 7. Dezember erstmals darüber beraten. Landrat Andreas Müller sieht einen großen Bedarf für solch ein Angebot.

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„Neben den zahlreichen Banken und Bausparkassen mit eigener Immobilien-Abteilung im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es allein zwölf genossenschaftliche oder ehemals genossenschaftlich aufgestellte Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Zudem gibt es zahlreiche größere und kleinere private Wohnungsunternehmen“, so Müller.

Kreisverwaltung stellt fest: Fast alle Unternehmen zeigen Interesse

Der Landrat stellt fest: „Nach einer ersten Kontaktaufnahme zeigten fast alle Unternehmen Interesse an einer standortnahen Ausbildungsmöglichkeit für angehende Immobilienkaufleute.“ Der Landrat befürwortet die Einrichtung eines solchen Bildungsganges auch aus strategischen Gründen: „Siegen-Wittgenstein ist ein enorm starker Industriestandort – mit unseren Partnern in Südwestfalen sind wir die Nummer eins in diesem Wirtschaftszweig. Aber im Bereich der Dienstleistungsberufe haben wir noch Entwicklungspotenziale. Die sollten wir nutzen – unter anderem mit entsprechenden wohnortnahen Ausbildungsangeboten.“

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Derzeit haben die regionalen Immobilien-Unternehmen für die schulische Ausbildung ihrer Azubis die Wahl zwischen dem Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Bochum sowie dem Berufskolleg an der Lindenstraße in Köln. Beides bedeutet für Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis lange Anfahrtswege. Genau das mache es den Unternehmen in der Region schwer, junge Menschen zu finden, die diesen Beruf erlernen wollen, heißt es aus dem Kreishaus. „Als moderne, weltoffene und zukunftsorientierte Bildungseinrichtung der Region möchte das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung den Partnern im dualen Ausbildungssystem zukünftig die wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeit für den Beruf Immobilienkauffrau/Immobilienkaufmann anbieten“, betont der Landrat: „Mit einer standortnahen Ausbildungsmöglichkeit erwarten wir den Abschluss neuer Ausbildungsverhältnisse in diesen Bereichen bei uns in der Region.“

Befragung bereits gestartet

Auch die Agentur für Arbeit in Siegen befürwortet die Einrichtung einer Fachklasse für Immobilienkaufleute und bestätigt, dass dieses Berufsbild in der Region bisher unterrepräsentiert ist. Zudem werde der Berufswunsch immer wieder in Beratungsgesprächen der Berufsberatung nachgefragt, scheitere jedoch oft an den Pendelstrecken zu den Berufsschulen in Köln oder Bochum. „Mit der Etablierung eines neuen schulischen Angebotes bietet sich hier das Potenzial für eine Steigerung der Ausbildungsplätze in diesem Bereich“, hofft die Kreisverwaltung – eine Einschätzung, die auch die Industrie- und Handelskammer teilt. Eine ortsnahe Beschulung könnte Ansporn für Unternehmen sein, in diesem Beruf neu oder vermehrt auszubilden, so die IHK.

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Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung befragt derzeit alle 42 regionalen Ausbildungsstätten in diesem Berufsfeld. Am Ende muss die Bezirksregierung Arnsberg der Einrichtung zustimmen. Der Bildungsgang soll dann erstmals mit Beginn des Schuljahres 2023/2024 angeboten werden.

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