Sommerferien

So viel Spaß haben Wittgensteins Kinder in den Ferienspielen

Nach dem Rundgang durch das Schieferschaubergwerk können die Mädchen und Jungen selbst ausprobieren, wie man Schiefer spaltet.

Nach dem Rundgang durch das Schieferschaubergwerk können die Mädchen und Jungen selbst ausprobieren, wie man Schiefer spaltet.

Foto: Stadtjugendpflege Bad Berleburg

Bad Berleburg/Bad Laasphe.  Ob eine Fahrt in den Zoo oder auf Borkenkäfer-Suche im Wald: Bei den Ferienspielen in Wittgenstein wird den Kindern nie langweilig.

Keine Frage: Die Ausflüge der Stadtjugendpflege Bad Berleburg sind bei Jungen und Mädchen aus der Odebornstadt sehr beliebt. Vor allem das Basteln und Gärtnern mit den Landfrauen kommt gut an.

Im Schieferschaubergwerk

„Unter Tage“ ging es im Raumländer Schieferschaubergwerk, der ehemaligen „Grube Delle“. „Aber nur mit Helm“ war die Devise, denn auch wenn das Bergwerk nicht sehr groß ist, kann immer mal etwas von der Decke herunterbrechen.

Bei der Führung erfuhren die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie der Schiefer abgebaut wurde und unter welchen harten Bedingungen die Männer arbeiten mussten. Nach der Führung durften die Kinder sich erstmal stärken, denn Jutta Plaschke und ihr Team hatten Getränke, Waffeln und Würstchen im Angebot. Später konnten die Mädchen und Jungen selbst ausprobieren, wie man den Schiefer spaltet und in Form schneidet. Dann ließen sie ihrer malerischen Kreativität auf den Schieferplatten freien Lauf.

Kreativ mit den Landfrauen

Das Angebot „Natürlich – kreativ – aktiv“, das der Landfrauenverband Bad Berleburg für die Ferienspiele organisiert hatte, war restlos ausgebucht. Die Frauen hatten sich auch dieses Jahr wieder etwas Tolles ausgedacht: Es gab fünf Stationen, an denen die Kinder basteln und gärtnern konnten. Aus Tetrapacks wurden so Blumentöpfe für Sukkulenten, die Mädchen und Jungs konnten Nagelbilder hämmern oder aus bemalten Steinen Spielsteine für ein eigenes „Vier Gewinnt“-Spiel machen. Baumscheiben wurden zu kleinen Maikäfern, die man in einen Blumentopf stecken kann. Und: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalteten Naturbilder mit einem Holzrahmen.

Lichtpunktschießen

Zum mittlerweile dritten Mal nahmen insgesamt 26 Kinder am Red-Dot-Lichtpunktschießen des Schützenvereins Wemlighausen teil. Sie durften nicht nur ihr Können an der neuen Lichtpunktanlage beweisen, sondern beteiligten sich auch an einem Stationslauf. Dort wurden sie in ihrer Geschicklichkeit, ihrem Reaktionsvermögen, ihrer Balance und ihrer Konzentration herausgefordert – den wichtigsten Voraussetzungen für das Schießen.

Mit Waffeln und kalten Getränken wurde für das leibliche Wohl der Kinder gesorgt. Und zum Abschluss gab es für jedes Kind eine Urkunde und einen kleinen Preis.

Ein Besuch im Zoo

Über 45 Kinder, Eltern und Großeltern besuchten im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele mit der Stadtjugendpflege die „ZOOM Erlebniswelt“ in Gelsenkirchen. Auf drei „Kontinenten“ können dort alle möglichen Tiere zu bestaunt und zu erlebt werden. In „Alaska“ bewunderten die Besucher die Eisbären und für eine Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen sorgte eine Abenteuerreise mit dem Iglu. In „Afrika“ gab es Löwen, Giraffen und Zebras zu sehen – und die Besucherinnen und Besucher konnten sogar eine Bootsfahrt zu den Nilpferden machen. In „Asien“ leben nicht nur Tiger und Affen, sondern auch Flughunde und der kleine rote Panda. Nach einem Besuch im Streichelzoo oder dem Souvenir-Shop ging es wieder zurück nach Bad Berleburg.

Kinder-Koch-Spaß

Die Lehrküche der Kur-Apotheke stand auch in diesem Jahr den Kochkursen der Ferienspiele Bad Berleburg zur Verfügung. Ernährungsberaterin Ute Boshof-Schaumann bot wieder zwei ausgebuchte Kochkurse an. Die Kinder durften ihre eigene Butter machen, Brötchen selber backen und haben Kräutersalz hergestellt. Gemeinsam wurden dann die Leckereien gegessen – und zum Abschluss durfte jedes Kind als Erinnerung Marmelade und Kräutersalz mit nach Hause nehmen.

Wissenswertes über Bienen und Honig

Gleich 45 Kinder und Jugendliche folgten dem Aufruf des Imkervereins Bad Laasphe-Lahntal zum Waldspaziergang.

Vom Haus der Jugend aus ging es zunächst in Zweierreihen durch die Stadt hinauf in den Laaspher Wald. Viele Fragen der Kinder strömten auf Förster Björn Römhild ein. Die kleine Lenya wollte wissen, ob Römhild auch ein Baumhaus habe, von dem man runterschauen und die Tiere im Wald beobachten könne. Andere fragten, warum die Menschen im Wald einfach ihren Müll liegen lassen. Einiges an weggeworfenen Dingen hoben die Kinder im Wald auf und sammelten es im Rucksack des Försters. Der wies darauf hin, dass Glasscherben bei Trockenheit besonders gefährlich sind, da sie Waldbrände verursachen können.

Dem Borkenkäfer auf der Spur

Die Kinder staunten nicht schlecht, dass das gefährlichste Tier im Wald für den Menschen nicht ein Wolf, sondern eine Zecke ist, da sie Krankheiten übertragen kann. Und beim Zählen der Jahresringe verschiedener Baumstämme war Durchhaltevermögen gefragt. Auch Tierspuren nahmen die Kinder unter die Lupe – und in den Rinden suchten sie nach Borkenkäfern.

Nach der informativen Tour hatten sich alle am Nektarstübchen in der Laaspher Lindenstraße eine Pause verdient. Es gab kühle Getränke, gegrillte Würstchen und natürlich Honigbrötchen. Denn dem Thema Honig wollte man sich nach der Verschnaufpause weiter widmen.

Von Imker Horst Marx erfuhren die Ferienspielkinder, wie der Honig aus der Wabe in ein Glas kommt. Das Honigschleudern hat allen viel Spaß bereitet. Außerdem durften die Bienen aus nächster Nähe bestaunt werden. Auch hier hatten die Kinder unzählige Fragen zu den kleinen Tieren, die im Verlauf des Vormittags alle beantwortet werden konnten

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