Starke Stimmen von Illichmann und Koch als Sahnehäubchen

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Bad Laasphe.  Mit dem Konzert des „Hinterland Jazz Orchestra“ als Abschlussveranstaltung des 1. Wanderfestes Oberes Lahntal, bei dem hinter dem Haus des Gastes kaum ein Platz frei blieb, hatten Kulturring und TKS Bad Laasphe den Geschmack der Besucher genau auf den Punkt getroffen.

Pop und Swing für die Gehörgänge

Bei freiem Eintritt ließen sich die zahlreichen Zuhörer in dem herrlichen Ambiente des Kräutergartens von den hessischen Nachbarn begeisternden Big Band-Groove von Swing bis Pop in die Gehörgänge zaubern, genossen zudem als weiteren Appetithappen ein umfangreiches Buffet zum gemütlichen Brunch, das von Bad Laaspher Gastronomen angeboten wurde.

Unter der Leitung von Charly Mutschler bot das Swing-Orchestra den Zuhörern einen repräsentativen Querschnitt durch die Big-Band-Literatur, wartete mit erfrischenden Klassikern aus den Schatztruhen von Glenn Miller bis Count Basie sowie coolen Jazz-Nummern, gefühlvollen Balladen und heißen Latin-Rhythmen auf. Zu hören waren dabei anspruchsvolle Arrangements, die eigens für das Hinterland Jazz Orchestra geschrieben wurden. Und die 20-köpfige Band beeindruckte auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Lahnstadt als homogener Klangkörper, gefiel mit sauberer Intonation und guter Phrasierung. Selbst schwierige Stücke wurden mit Bravour gemeistert. Für den nötigen Drive sorgte eine gut aufgelegte Rhythmusgruppe, die damit die Bläser zu wahren Höchstleistungen anspornte.Nicht unbemerkt geblieben ist dem aufmerksamen Zuhörer, dass Charly Mutschler als Big-Band-Chef seine Truppe immer im Griff hatte. Seit der Bandgründung im Jahr 2008 steht sein Name für einen hohen musikalischen Anspruch. Festgestellt werden konnte auch, dass diese Art der Musik einen idealen Ausgleich zu der heute fast ausschließlich gehörten Popmusik darstellt. Sie sensibilisiert das Ohr und macht auf feinste Vorgänge aufmerksam.

Feuerwehr der Rhythmen

Das Sahnehäubchen auf ein bemerkenswertes Konzert setzten mit ihren Stimmen Kati Illichmann und Christian „Gickel“ Koch, der außerdem mit guter Laune durch das Programm führte. Bei wem sich unter den Besuchern dabei kein Gänsehaut-Feeling einstellte, der gehörte vermutlich dem Fan-Club der Ursprung Buam an oder war mit einer Mittelohr-Entzündung geschlagen. Unterlegt das Duo seine Vorträge doch mit soviel Thrill, dass wohl selbst dem strengsten Kompaniefeldwebel vor lauter Begeisterung die Pfeife aus dem Mund fällt. Das galt sowohl für Titel wie dem „Haus am See“ von Peter Fox, Gloria Gaynors „I will survive“, Michael Bublés „Quando, quando, quando“, Caro Emeralds „A night like this“ oder Joe Cockers „You can leave your hat on“ genauso wie für das „Girl from Ipamena” oder dem „Save the last Dance“. Zum Schluss der dreistündigen Veranstaltung jagten die hessischen Musiker noch einmal mit Rock-Klassikern und südamerikanischen Rhythmen ein wahres Feuerwerk meisterlicher Kompositionen in den Mittagshimmel – und erhielten dafür den verdienten Applaus der begeisterten Zuhörer. Ein wirklich gelungener Abschluss des 1. Wanderfestes.

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