Kreative Idee

Sticker-Alarm in der Lukasgemeinde im Elsoff- und Edertal

Die blaue Klasse der Grundschule unterm Heiligenberg gehört wie die anderen Grundschüler aus Elsoff zu den ersten, die das Heimat-Stickeralbum bekommen. 

Die blaue Klasse der Grundschule unterm Heiligenberg gehört wie die anderen Grundschüler aus Elsoff zu den ersten, die das Heimat-Stickeralbum bekommen. 

Foto: Lars-Peter Dickel

Elsoff.   Pannini-Alben sind das Vorbild: In der ev. Lukasgemeinde sollen Sammelbildchen zum Gespräche anregen und so die sieben Dörfer zusammenführen.

Das Vorbild sind die Sammelheftchen mit Fußballer-Fotos. Aber es gab sie auch mit Märchenbildern oder als „Knibbelbilder“ in den Deckeln von Limonandenfalschen. Das „Heimat-Sticker-Album“ der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal greift diese so erfolgreiche Idee auf. Aber es gibt trotzdem einen entscheidenden Unterschied zum kommerziellen Vorbild: „Wir wollen damit keinen Gewinn machen. Wir decken damit die Produktionskosten“, sagt die Künstlerin Anke Althaus-Aderhold am Freitagmorgen in der Grundschule unterm Heiligenberg in Elsoff.

Am letzten Schultag vor den Ferien wurde in der Turnhalle nicht nur gesungen und Theater gespielt. Die Mädchen und Jungen bekamen auch ein ganz besonderes Geschenk für zuhause: Pfarrer Joachim Czierpka und die Mitglieder des Presbyteriums verteilten die Sticker-Alben und auch die ersten Päckchen mit den Sammelbildchen.

Kurioses und Typisches

„Es gibt insgesamt 120 Motive“, sagt Anke Althaus-Aderhold und erklärt die Idee, die dahinter steckt: Das Album ist eine Sammlung von geschichtlichen, schönen, kuriosen und traditionellen Begebenheiten aus den sieben Dörfern, die zur Lukas-Kirchengemeinde im Elsoff- und Edertal gehören.

Durch das Sammeln und Tauschen der Sticker und das Lesen der Texte mit der ganzen Familie wird Heimatkunde spannend und lebendig. Die Menschen in den Dörfer, die jetzt durch die gemeinsame Kirchengemeinde noch enger zusammenwachsen sollen, können durch dieses Album viel von den Nachbardörfern lernen, ergänzt Pfarrer Czierpka.

Gerade die Situation, dass Kinder und Erwachsene über das Tauschen der Bildchen ins Gespräch kommen, sich kennen lernen und vernetzen, macht für Czierpka die Besonderheit aus.

Bei der Umsetzung hat das Kultusministerium NRW finanziell aber auch zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinde und der lokalen Heimatvereine mit Ideen, Texten und Fotos geholfen.

Elf Tüten nötig

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Die Schulkinder haben am Donnerstag ein Heft kostenfrei pro Familie erhalten. Für Geschwister gab es zusätzlich fünf Sticker-Tüten mit den ersten Sammelbildchen. Im Heft befindet sich eine Stickertüte. Man benötigt theoretisch weitere elf Tüten, die aber gemischt gefüllt sind und zwangsläufig dazu führen, mit Gleichgesinnten zu tauschen.

Bei den Mädchen und Jungen in der Grundschule kam die Idee sehr gut an. Sie klatschten heftig, als sie davon hörten, dass jedes der Kinder auf diese Weise ein Ostergeschenk mit nach Hause nimmt.

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