Tennisplatz als „Schatz“ bewahren

Dlick auf den alten Tennisplatz, Ecke Sählingstraße/An der Odebornskirche. Ihn sehen die Bad Berleburger Grünen als einen der letzten innerstädtischen „Schätze“, idealerweise zu nutzen im Sinne der Gemeinschaft.

Dlick auf den alten Tennisplatz, Ecke Sählingstraße/An der Odebornskirche. Ihn sehen die Bad Berleburger Grünen als einen der letzten innerstädtischen „Schätze“, idealerweise zu nutzen im Sinne der Gemeinschaft.

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Berleburg.   Die Stadt Bad Berleburg sieht das Areal am Sähling als „Option“ für Pflegeheim plus Service. Die Grünen sind gegen eine Vorfestlegung der Nutzung.

Soll der ehemalige Tennisplatz „An der Odebornskirche“ demnächst für Zwecke eines neuen Pflegeheims dienen, zumindest teilweise? Jedenfalls steht das Thema in der kommenden Woche für die Politiker dreier Fachausschüsse auf der Tagesordnung – und zwar im nicht-öffentlichen Teil. Kritik zum Thema kommt bereits vom Bad Berleburger Ortsverband der Bündnis-Grünen.

Sie „protestieren dagegen, dass jetzt für dieses Grundstück unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Vorfestlegung über die zukünftige Nutzung erfolgen soll“, erklärt Partei-Sprecher Bernd Schneider.

Das Grundstück

Das Grundstück „ehemalige Tennisanlage“, in direkter Nachbarschaft des Berleburger Feuerwehrgerätehauses, sei „das letzte nennenswerte Grundstück innerhalb der Kernstadt Bad Berleburg, das der Stadt selbst gehört – und über das sie noch selbst verfügen kann“, so Schneider. Und es sollte jetzt nicht ohne Not einem „privaten Nutzer“ zur Verfügung gestellt werden, auch nicht in Teilen.

Die Chancen

Vielmehr betrachten die Grünen die ehemalige Tennisanlage „als einen letzten innerstädtischen ,Schatz’ in der Verfügungsgewalt“ der Stadt Bad Berleburg als ausgewiesene „Global nachhaltige Kommune NRW“. Das Gelände biete eine ideale Chance für eine Nutzung, die der Gemeinschaft förderlich sei, argumentiert Schneider – und nennt Beispiele: Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche vom Skatepark über eine von der nahen Odeborn genährte Eisfläche im Winter, ein sogenanntes Repair-Café, ferner „thematisch orientierte Räumlichkeiten“ wie ein „Haus der Fraktionen“, Treffpunkte für die mehreren Hundert Schüler und Lehrer des Berufskollegs Wittgenstein auf der gegenüber liegenden Seite der Sählingstraße. Auch „Stellplätze für Wohnwagen-Touristen“ und ein öffentlicher Grillplatz seien denkbar.

Die Alternativen

Ein weiteres innenstadtnahes Alten-/Pflegeheim jedenfalls, sofern es denn nötig sei, „könnte bei kreativer Ausschöpfung aller Möglichkeiten zum Beispiel auch auf dem sogenannten 1A-Areal oder im ehemaligen Kriegsblindenheim verwirklicht werden“, findet Schneider.

Die angedachte Option

Konkret geht es in den offiziellen Einladungen zu den städtischen Ausschüssen um die „Option auf ein Teilgrundstück der Fläche ehemalige Tennisanlage zur Errichtung eines Pflegeheims mit 80 stationären Pflegeplätzen sowie weiterer Serviceangebote in Bad Berleburg“.

Die Forderung

Die Bad Berleburger Grünen fordern nun: Die Entscheidung, ob einem Interessenten die Option eingeräumt werden soll, sei „zu verschieben“. Zuvor sei „für eine breite öffentliche Diskussion der Bürger in Bad Berleburg zu sorgen, was mit diesem Filetstück der Stadtentwicklung in Bad Berleburg passieren soll“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben