Wirtschaft

Umstrukturierung bei Sonor und Hohner

Geschäftsführer Stefan Althoff (links) mit seinem Vorgänger Karl-Heinz Menzel. Althoff betont, bei der Umstrukturierung gehe es nicht um Personalabbau.

Geschäftsführer Stefan Althoff (links) mit seinem Vorgänger Karl-Heinz Menzel. Althoff betont, bei der Umstrukturierung gehe es nicht um Personalabbau.

Foto: WP

Aue/Shanghai.  Der Musikinstrumentenhersteller will das Marketing und den Verkauf am Sitz von Hohner in Trossingen zusammenziehen.

Der namhafte Wittgen­steiner Musikinstrumente-Hersteller Sonor stellt sich in den Bereichen Marketing und Verkauf neu auf. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte der Geschäftsführer von Sonor und Hohner, Stefan Althoff, den die Redaktion auf dem Mobiltelefon bei der Musikmesse in Shanghai erreichte.

Personalabbau ist nicht das Ziel

„Es geht nicht um Personalabbau“, macht Althoff von vornherein deutlich. Vielmehr gehe es „um die Stärkung von Sonor und Hohner“. Der Geschäftsführer beider Gesellschaften erläutert die Hintergründe: „Die Hohner-Gruppe hat beschlossen, bis 2021 Marketing und Sales unter einem Dach in Trossingen zusammenzuziehen.“

Das Mutterunternehmen Hohner wolle damit innerbetriebliche Kosten senken und unnötige Doppelstrukturen abbauen. Dies müsse nicht zwingend einen Personalabbau bedeuten, so Althoff. Der Geschäftsführer hatte diese Entscheidung bereits Betriebsrat und Mitarbeitern mitgeteilt.

Gewerkschaft bestätigt Gespräche

Das bestätigt auch die zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall, Jasmin Delfino: „Es werden erste Gespräche zwischen Unternehmensleitung, Betriebsrat und IG Metall organisiert werden müssen. Termine hierzu stehen noch nicht fest. Ob es tatsächlich zu Veränderungen kommen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.“

Althoff betont, dass es mit möglichen betroffenen Mitarbeitern auch Einzelgespräche geben werde. Außerdem habe man mit dem Zeitraum von zweieinhalb Jahren noch Zeit. In anderen Unternehmen sei es oft so, dass solche Entscheidungen dann innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden müssten. Mehr könne er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen und verweist auf eine Pressemitteilung, die demnächst veröffentlicht werden solle.

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