„Freitags in Bad Laasphe“

„UnArt“ rockt das Wohnzimmer von Bad Laasphe

"UnArt“ steht seit elf Jahren als Coverband auf der Bühne. 

"UnArt“ steht seit elf Jahren als Coverband auf der Bühne. 

Foto: Wolfgang Thiel / WP

Bad Laasphe.  Musiker aus dem Siegerland präsentieren ein stimmiges Gesamtpaket bei Freitags Live auf dem Wilhelmsplatz in Bad Laasphe.

Dick und fett rollen beim Start in die zweite Hälfte der Eventreihe „Freitags in Bad Laasphe“ gecoverter Rock, Pop und Schlager über den „Willi“. Die aus dem Siegerland kommende Band „UnArt“ ist auf Einladung der Privatbrauerei Bosch zu Gast im Wohnzimmer der Lahnstadt und präsentiert dem zahlreichen Publikum ein stimmiges Gesamtpaket: Ein kompaktes Fundament mit treibenden Beats, maßgeschneiderten Arrangements und mehrstimmigem Gesang bildet den passenden Rahmen für einen gelungenen Abend.

Zudem wird schnell klar: Die Siegerländer Formation um die Vokalisten Sarah Stark und Steffen Wüst singt und spielt nicht einfach nur nach. Sie lässt Musik aus der großen Zeit des Rock´n Roll lebendig werden, greift in die Chart-Kiste der 70er und 80er Jahre, zuckt auch vor Ballermann-Hits und ins Ohr gehende Balladen nicht zurück. Alles mit eigenen Ideen zeitgemäß aufgefrischt, dadurch unterhaltsam und prickelnd. Mit ihrem Mix aus internationalen Oldies und Ohrwürmern der Neuen Deutschen Welle hat „UnArt“ das Publikum schnell auf seiner Seite, lässt den Party-Drehzahlmesser gegen Anschlag tendieren.

Kein Einheitsbrei

Das Repertoire der Coverband beinhaltet das 1993 aufgelegte „Zombie“ der irischen Rockband „Cranberries“ zum Thema Nordirlandkonflikt ebenso wie das ursprünglich als Gedicht von Chester Bennington veröffentlichte „In the end“ der Nu-Metal Band „Linkin Park“ sowie Medleys von Coldplay und Oasis. Dabei bietet sie keinen Einheitsbrei, sondern begeistert durch einen eigenen Stil. Ihr Ziel ist es, jeden Zuschauer dabei mitzunehmen. Sei es den Ärzte-Fan, der zum „Schrei nach Liebe“ eine Luftgitarren-Nummer beisteuert oder den Mallorca-Urlauber, der sich zurückgesetzt fühlt an die Partymeile El Arenals.

Von Reamon bis Westernhagen

Im Gesamtpaket enthalten auch Reamons „Supermädchen“, Westernhagens Kulthit „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ und der Mega-Erfolg „An Tagen wie diesen“, die Hymne der „Toten Hosen“ um Frontmann Campino. Spieltechnisch gibt es trotz des krankheitsbedingten Ausfalls eines Gitarristen keine Beanstandungen zu vermelden, ist doch „UnArt“ auf allen Positionen gut besetzt. Das Laasphe Publikum weiß den Einsatz der Siegerländer Formation mit viel Beifall zu würdigen und lässt sich gerne zum Mitsingen und Mittanzen animieren.

Zwischenfazit

„Wir sind mehr als zufrieden mit dem Verlauf unserer Veranstaltungsreihe. „Freitags in Bad Laasphe“ ist über die Grenzen der Lahnstadt hinaus zu einem Markenzeichen geworden, das junge und junggebliebene Besucher anspricht“, so Bosch-Projektmanagerin Sabine Kuhli in einem Zwischenfazit. Und der „Willi“ platzt nach den Wasserspielen vor 14 Tagen fast aus allen Nähten. Den Ausschank hat an diesem Abend der Schieß- und Schützenverein Feudingen übernommen, für die Verköstigung der Gäste ist einmal mehr der Partyservice Ulrich Schmidt zuständig.

So geht es weiter

Zu Ende geht die diesjährige Veranstaltungsreihe mit dem Auftritt von „Belexes“ am 30. August. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von sieben Musikern, die bereits in mehreren bekannten Bands unterwegs waren und auf die Nähe zum Publikum setzen.

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