Vorwurf lautet Untreue

Unternehmer soll als Betreuer 180.000 Euro veruntreut haben

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Brilon/Bad Berleburg.  Der Angeklagte (54) stammt aus Winterberg, ist aber als Unternehmer in Bad Berleburg tätig. Das Verfahren findet in Brilon statt.

Weil er einen heute 61-jährigen Mann um einen hohen Geldbetrag betrogen haben soll, muss sich ein 54-Jähriger Winterberger demnächst vor dem Amtsgericht in Brilon erneut verantworten. Dem Mann, der als Unternehmer in Bad Berleburg tätig ist, wird Untreue in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Der Vorwurf der Anklage laute auf Veruntreuung von 180.000 Euro, die der Angeklagte als ehrenamtlicher Betreuer des am Korsakow-Syndrom – eine durch langjährigen Alkoholmissbrauch ausgelöste Gedächtnis- und Wahrnehmungsstörung – leidenden 61-Jährigen an sich gebracht haben soll. Das bestätigt der Sprecher des Landgerichtes Arnsberg, Daniel Langesberg auf Nachfrage.

Neu aufgerollt wird das Verfahren aus dem Oktober 2018, weil das Schöffengericht in Brilon zunächst bezweifelte, dass der maximale Strafrahmen von bis zu vier Jahren Haft, bei diesem Verfahren ausreiche. Der Amtsgerichtsdirektor Hans-Werner Schwens habe das Verfahren deshalb zur Prüfung an das Landgericht Arnsberg verwiesen. Von dort wurde das Verfahren nun an das Amtsgericht zurücküberwiesen. Weil das Verfahren aber mehr als drei Wochen unterbrochen war, muss es aus formalrechtlichen Gründen nun völlig neu aufgerollt werden. Daniel Langesberg bestätigte dafür den 26. September als Termin. Die Verhandlung werde dann um 9 Uhr neu aufgenommen.

Konkret wird dem 54-jährigen Angeklagten vorgeworfen im Jahr 2014 mit einer Vorsorgevollmacht aus dem Jahr 2010 180.000 Euro vom gemeinsamen aufs eigene Konto übertragen und für die Tilgung seiner Hypothek und die Anschaffung eines SUV verwendet haben.

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