Vandalismus

„Holzkinder“ in Schameder von Chaoten demoliert

Markante Figuren am Straßenrand mutwillig demoliert: diesem "Holzkind" wurde der Fuß abgerissen.  Der Heimatverein und die Dorfbewohner in Schameder sind entsetzt.

Markante Figuren am Straßenrand mutwillig demoliert: diesem "Holzkind" wurde der Fuß abgerissen. Der Heimatverein und die Dorfbewohner in Schameder sind entsetzt.

Erndtebrück-Schameder.   Unbekannte demolieren „Holzkinder“, die Autofahrer im Dorf Schameder (Gemeinde Erndtebrück) vor zu hohem Tempo warnen. Der Heimatverein behauptet: „Die dumme Tat von Chaoten“.

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Zur Verkehrsberuhigung vor allem auf der viel befahrenen Bundesstraße 62 durch den Ort, aber auch auf weiteren Einfallstraßen waren sie gedacht – die „Holzkinder“ des Heimatvereins Schameder. Doch kaum sind die bunten Figuren – hergestellt mit viel Liebe – angebracht, hat sie jemand mutwillig zerstört. Offenbar in der Nacht zum vergangenen Sonntag, schätzt Vereinsschriftführer Sascha Roth.

„Die dumme Tat von Chaoten“, findet er. „Wir hatten vor etwa vier Wochen acht Holzkinder verteilt in jeder Straße in Schameder aufgestellt oder aufgehängt“, berichtet Roth. „Doppelte Schilder“ seien „an den Hauptverkehrsstraßen Hauptstraße und Schamederstraße platziert“ worden.

Arm und Fuß der „Holzkinder“ abgerissen

Und in der besagten Nacht zum Sonntag müssen dann „Vandalen entweder aus Richtung Birkefehl kommend oder andersherum unterwegs gewesen“, vermutet Roth – und kann es wie auch andere Vereinsmitglieder nicht fassen: „Hier wurde das Ehrenamt, wurde die Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten.“

An der Figur im Ortseingang aus Richtung Birkefehl zum Beispiel fehle nun ein Arm, hat der Heimatverein festgestellt – und bei einer zweiten vor dem Gebäude der ehemaligen Bäckerei ein Fuß. „Schlimm ist, dass man ja mit solchen Taten rechnen musste – oder dass die Witterung den Figuren zusetzten würde“, sagt Roth. „Aber dass das schon nach solch kurzer Zeit passieren musste, ist sehr traurig.“

Zum Glück gebe es aber „auch positive Rückmeldungen zu berichten“, so Roth weiter, „ebenso nach kurzer Zeit“. So habe die Figur an der Hauptstraße beim Tunnel schon mehrfach als Foto-Motiv gedient: „Autofahrer hielten an und machten ein Foto des ,Fußballspielers’“, freut sich der Schriftführer. Noch viel wichtiger aber: „Die Anwohner berichten uns, dass gerade auswärtige Autofahrer merklich ihre Geschwindigkeit gedrosselt hatten, als sie an dieser Figur vorbeifuhren.“ Ebenso wurde schon einige Male an deren Haustür geklingelt, wurden besagte Anwohner gefragt, wo man diese Figuren kaufen könne – der ob sie womöglich beim Heimatverein zu haben seien.

Bauanleitung für Frau aus Freudenberg

Mit einer Frau aus Freudenberg stehe die Familie nun in telefonischem Kontakt, berichtet Sascha Roth. „Wir vom Arbeitskreis haben ihnen eine Bauanleitung zukommen lassen beziehungsweise unsere eigene Vorgehensweise und Erfahrung mitgeteilt. Die Freudenberger Bewohnerin möchte in deren Straße ebenfalls Holzfiguren aufstellen – und ist froh, über uns hilfreiche Informationen zu bekommen.“

Die „Tat von Chaoten“, wie es Roth am Anfang nennt, müsse in die Öffentlichkeit, findet er. Das Kalkül des Heimatvereins: „Ich hoffe, dass diese Chaoten sehen, dass man nicht einfach randalierend durch die Gegend laufen kann – und dass es niemanden interessiert.“

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