Widerstand

Waldbauern formieren sich neu gegen Wisentprojekt

BAD BERLEBURG, GERMANY - MAY 05:  A herd of eight European bison graze in the Rothaargebirge mountain range on May 5, 2014 near Bad Berleburg, Germany. The herd is a project of Wisent Welt Wittgenstein, a government-funded initiative which last year released the herd in an effort to restock the bison in the wild. European bison were once plentiful across Europe and Russia, though their numbers were decimated to near extinction by hunting and habitat encroachment.  (Photo by Thomas Lohnes/Getty Images)

BAD BERLEBURG, GERMANY - MAY 05: A herd of eight European bison graze in the Rothaargebirge mountain range on May 5, 2014 near Bad Berleburg, Germany. The herd is a project of Wisent Welt Wittgenstein, a government-funded initiative which last year released the herd in an effort to restock the bison in the wild. European bison were once plentiful across Europe and Russia, though their numbers were decimated to near extinction by hunting and habitat encroachment. (Photo by Thomas Lohnes/Getty Images)

Oberkirchen/Bad Berleburg.   Klagen sollen die am öffentlich-rechtlichen Vertrag beteiligten Behörden gerichtlich zum Einschreiten gegen das Wisentprojekt zwingen

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In Oberkirchen haben 15 Waldeigentümer die Interessengemeinschaft Pro Wald gegründet. Pro Wald ist ein Zusammenschluss von Waldbauern, die von den Forstschäden der am Rothaarsteig ausgesetzten Wisente besonders nachhaltig betroffen sind, heißt es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung. Die Gruppe setze sich aus Betroffenen aus dem Hochsauerlandkreis und dem Kreis Olpe zusammen.

Lucas von Fürstenberg ist Sprecher

Wie der Sprecher von Pro Wald, Lucas von Fürstenberg, Waldbesitzer in Kirchhundem, mitteilt, zeige sich in der Gründung der Gruppe, „dass das gut gemeinte, aber zwischenzeitlich völlig aus dem Ruder gelaufene Wisentprojekt, in dieser Form nicht weitergeführt werden kann“. Der öffentlich-rechtliche Vertrag zwischen Land, Kreis Siegen-Wittgenstein und dem privaten Projektträger Wisentwelt Wittgenstein e.V. sei eine Täuschung der Öffentlichkeit, so von Fürstenberg. So sei in dem Vertrag die Verbreitung der Wisente auf ein fest umrissenes Projektgebiet von 4300 Hektar vorgeschrieben, dies könne aber vom Wisentverein als Projektträger bekanntermaßen schon lange nicht mehr gewährleistet werden und es würde auch nicht mehr ernsthaft versucht. Der private Projektträger Wisentverein sei deshalb kürzlich vom OLG Hamm zu Recht verurteilt worden, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass die ausgesetzten Wisente weiterhin Schälschäden am Wald anrichten können. Aus dem Kreis von Pro Wald sind inzwischen vier Klagen beim Verwaltungsgericht in Arnsberg eingereicht worden. Diese sollen die am öffentlich-rechtlichen Vertrag beteiligten Behörden gerichtlich zum Einschreiten gegen ein Projekt zwingen.

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